Archiv für die Kategorie ‘Profilierung’

Der erste Pfälzer Leberwurstwettbewerb veranschaulicht das große Leistungsspektrum des Fleischerfachgeschäfts

Dezember 1, 2009

Ludwigshafen. Insgesamt 51, überwiegend aus der Pfalz stammende Fleischerbetriebe beteiligten sich am 1. Pfälzer Leberwurst-Wettbewerb. Zugelassen waren alle Arten von Leberwurst-Kreationen und –Pasteten. 132 Kostproben unterlagen den strengen Qualitätsauflagen der neutralen Fachjury, die sich aus Vertretern von Innungen, der Handwerkskammer, von zwei Kreisverwaltungen sowie Landfrauen, Veterinären und einem Experten des Mainzer Ministeriums für Verbraucherschutz zusammensetzte.

„Vor dem Urteil der Jury hat nur Qualität Bestand!“
Foto: VAN HEES GmbH

An der Organisation und der Moderation der Veranstaltung waren VAN HEES Convenience-Spezialist Sven Tholius und seine Frau Neslihan maßgeblich beteiligt. Wie das Gewürzunternehmen dazu mitteilt, kreierten sie zusammen mit den Auszubildenden der Innungsbetriebe schmackhafte Leberwurstdelikatessen in außergewöhnlicher Angebotsform, die gerne von den Besuchern der Veranstaltung verkostet wurden. Die Bewertungsmaßstäbe hätten sich dabei an folgenden Kriterien orientiert: Äußere Herrichtung und Beschaffenheit Aussehen, Farbe und Zusammensetzung, sowie Konsistenz, Geruch und Geschmack

DFV-Präsidiumsmitglied Heinz-Werner Süß (Mitte) sowie VAN HEES Convenience-Spezialist Sven Tholius (außen rechts) und Neslihan Tholius (außen links) mit Wettbewerbs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern“
Foto: VAN HEES GmbH

Als Sieger seien folgende Teilnehmer ausgezeichnet worden: Wolfgang Hardt/Limburgerhof für Hausmacher Leberwurst und Grobe Kalbsleberwurst Dieter Vogt/Hassloch für Kalbsleberwurst und Jürgen Pelgen/Neustadt für Leberwurstpastete In allen prämierten Spezialitäten seien zur Freude der VAN HEES GmbH Gewürze und Gütezusätze des Gewürzunternehmens verarbeitet worden.

Fazit:

Ein gut organisierter Wettbewerb obiger Art erregt stets öffentliches Interesse. Die bewusste Einbindung des Konsumenten bei der Verkostung sorgt für die so wichtige Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Begeisterung der Auszubildenden für ihren Beruf wird gefördert. Die Teilnehmer konnten die Gelegenheit nutzen, die handwerkliche Qualifikation ihres Betriebes dem Endverbraucher zu vermitteln. Gleichzeitig dient der Wettbewerb der Profilierung der gesamten Fleischer/Metzger-Branche und somit des Fleischerfachgeschäfts schlechthin. Denn: die besondere Qualität und Leistungsfähigkeit handwerklich strukturierter Fleischerfachgeschäfte konnte offensichtlich durch die Vielfalt schmackhafter Kreationen eindrucksvoll verdeutlicht werden.

Es grüßt sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Beitrag No. 4 der Serie: Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL – Heute: Die Fleischerei E. Grämmel in 32756 Detmold: Weithin wahrnehmbares Profil, signifikante Produkte und Pflege tradierter Familienrezepte

November 24, 2009

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser von Fleischer/Metzger-Blog

es ist für mich immer wieder eine große Bereicherung, deutlich zu spüren, wie die Beiträge und Kommentare, die auf Fleischer/Metzger-Blog durch verschiedene Autoren und Kommentatoren verfasst werden, auf positive Resonanz stoßen. Und das gilt gleichermaßen für Sie als Fleischerei-Kunde/Kundin oder Sie als Fleischer/Metzgermeister/In.

So vermittelte mir auch Fleischermeister Andreas Grämmel, Juniorchef in der Detmolder Fleischerei E. Grämmel bei meiner telefonischen Kontaktaufnahme sofort das Gefühl, mit meinem Anliegen willkommen zu sein, über „OWL-Fleischereien mit strategischem Konzept“ zu berichten.  Denn er ist Leser und Nutznießer meiner Sachbücher aus der „Fleischerei mit Fadenkreuz!“-Reihe. Des weiteren ist er regelmäßiger Leser der Fleischer/Metzgerblog-Beiträge und -Kommentare und stets aufgeschlossen, sein Wissen fachlich zum Nutzen seiner Kundschaft zu erweitern.

Wir vereinbarten einen Montag-Nachmittag zum Gespräch in der Fleischerei. Der Montag-Nachmittag ist Ruhetag.

Nach den ersten einleitenden Sätzen erläuterte mir Andreas Grämmel die derzeitige Struktur des Unternehmens wie folgt

Der Standort

Das Ladengeschäft

Das Ladengeschäft mit angrenzender, handwerklicher Produktion und hauseigenem Parkplatz ist Lagesche Str. 28 in 32756 Detmold. Es liegt an einer der Hauptverbindungsstraßen zwischen Detmold und Lage und ist nur 500 Meter Luftlinie vom zentralen Marktplatz der Stadt Detmold entfernt. Es ist gleichermaßen gut per Fußläufigkeit und auch per Auto zu erreichen.

Die Wochenmärkte

Die Fleischerei E. Grämmel beschickt zudem drei Wochenmärkte der Nachbarschaft

Detmold

dreimal die Woche am Dienstag, Donnerstag und Samstag

Lage

zweimal die Woche am Dienstag und Freitag

Horn-Bad Meinberg (im Ortsteil Horn)

einmal die Woche am Mittwoch


Die Haupt-Verantwortlichkeiten

Die Hauptverantwortlichkeiten innerhalb des Unternehmens sind wie folgt aufgeteilt

Produktionsleitung: Fleischermeister Andreas Grämmel; man beschäftigt drei Gesellen.

Märktebeschickung und dortiger Verkauf: Fleischermeister Eckhard Grämmel

Ladengeschäft: Fleischermeisterin Alexandra Grämmel (Schwester des Andreas Grämmel)

Als überzeugten Handwerksmeister brauchte ich Andreas Grämmel nicht lange zu bitten, mir die Produktion zu zeigen. Stolz schwingt in seiner Stimme, als er mir einen jüngst investierten Kutter erläutert, der so manch einen Arbeitsgang automatisiert, der bis vor kurzem noch per Hand und Muskelkraft durchgeführt werden musste.

Ein Mann, der das tradierte und bewährte Unternehmenskonzept mit Umsicht und Überzeugung vertritt.  Denn im Gespräch erlebte ich einerseits einen Handwerksmeister mit großem Stolz auf das Erreichte und andererseits einen Mann mit einem klaren unternehmerischen Konzept für die Zukunft.

Sodann lerne ich Alexandra Grämmel kennen. Sie leitet das Ladengeschäft und sorgt dort  kunden-orientiert für die so wichtige Wohlfühlatmosphäre.

Unmitttelbar darauf stößt auch der Senior Eckhard Grämmel dazu. Ich bin gespannt.

Die bedeutendsten Zielgruppen und Angebots-Schwerpunkte

Man ist außergewöhnlich kommunikativ. Ich brauche kaum Fragen zu stellen. Die Informationen sprudeln nur so. Ich muss nur darauf achten, das Gespräch in den richtigen Bahnen zu halten, denn schließlich gilt es, das Erfolgsgeheimnis des Betriebes für die verehrte Kundschaft sichtbar zu machen.

Es war für mich faszinierend zu hören, mit welcher Präzision und Überzeugung man seine Kunden- oder Zielgruppen eingrenzt. Man konzentriert sich nämlich in Sortiment, Warenpräsentation und Service auf die Kundengruppe die dem stationären Fleischer-Fachgeschäft Vertrauen entgegenbringt. Zu dieser Kundschaft gehört derjenige, der bereit ist, für herausragende Qualität angemessen zu bezahlen, gegebenenfalls auch einen kleinen Umweg zu machen oder auf den nächsten Markttag zu warten.

Auch Kunden, die durchaus auch zur Zielgruppe von Supermärkten und Discountern gehörten, schätzten das Fleischer-Fachgeschäft, so Andreas Grämmel, da das Preis/Leistungsverhältnis der Fleischerei E. Grämmel als angemessen wahr genommen würde und die Produkte somit im wahrsten Sinne des Wortes als preis w e r t  eingestuft würden.

In der Produktion und im Angebot, so erläutert der Senior sodann, habe man zwei „Standbeine“: Schlesische Spezialitäten und lippische Delikatessen aus eigener handwerklicher Herstellung, die man zum größten Teil ganzjährig vorhalte.

Man sei seit  1952 in Detmold ansässig.

Durch Konzentration auf diese beiden „Sortimente“ und deren Liebhaber habe man sehr schnell in der Region Fuß gefasst und kontinuierlich Vertrauen bei der Kundschaft erworben.

Der Betrieb werde heute in dritter Generation geführt und stamme ursprünglich mit seiner ersten Niederlassung  im Jahre 1897 aus Jauer in Niederschlesien. Jauer sei auch der Geburtsort des Seniors. Dieser konnte seinen berechtigten Stolz nur schwer verbergen, in der dortigen Friedenskirche, die kürzlich als Weltkulturerbe anerkannt wurde, getauft worden zu sein. Aus jener Zeit und jener Region, so der Senior, stammten auch die traditionellen schlesischen (Familien-)Rezepte, die man für die Herstellung der angebotenen schlesischen Spezialitäten pflege und kultiviere. Zielstrebig und kontinuierlich habe man sich sodann in Detmold auch bewusst die lippischen Spezialitäten erschlossen, die man standortgemäß nach den regional-typischen Rezepten in handwerklicher Produktion und individueller Würzung herstelle.  Hierbei mache man keine nennenswerten Unterschiede in der Bestückung der Ladentheke oder der Waren-Präsentation auf den Wochenmärkten.

Sowohl das Angebot regional-typischer lippischer Spezialitäten wie auch das Sortiment an schlesischen Delikatessen werde überwiegend ganzjährig vorgehalten. Der Kundenkreis rekrutiere sich überwiegend aus Qualitäts-Liebhabern mit Regional-Bewusstsein, die gleichermaßen regionale und traditionelle Produkte zu schätzen wüssten. Durch die bewusste Konzentration auf die Wünsche und Erwartungen dieser Kundengruppe habe man im persönlichen Beratungsgespräch auch frühzeitig bemerkt, wie man seiner Kundschaft einen Kauf entscheidenden und Emotionen steigernden Zusatznutzen stiften könne. Und diesen Nutzen erkannte man in der

Nutzen-Kombination aus Qualitäts-Konstanz und Zeitgewinn für den Kunden

Man konzentrierte sich fortan verstärkt auch auf die Herstellung der erläuterten regional-typischen Sortimente als „regional-typische Convenience-Produkte“. Wie Eckhard Grämmel hierzu erläutert, habe man von Anfang an darauf geachtet, dem Kunden unter Wahrung der Qualitäts-Konstanz hierbei den Zeitgewinn so groß wie irgend möglich zu machen. Man habe deshalb sehr schnell die unteren Convenience-Stufen von küchen-  und zubereitungsfertig übersprungen und liefere heute dem Kunden das Höchstmaß an Convenience bzw. Zeitersparnis in Form von gar- bzw. verzehrfertigen Produkten.

So habe der Kunde die Wahl zwischen Produkten, die er zu Hause nur noch warm zu machen brauche und dem Angebot von Produkten aus der „heißen Theke“, die er vor Ort im Ladengeschäft oder als „Menü to go“ genießen könne. Dieses Angebot halte man nicht nur im Ladengeschäft sondern auch auf den Märkten vor.   Es würde täglich frisch gekocht.

Unter der Nutzung der jüngsten Erkenntnisse der thermischen Industrie liefere man zudem eine Styropur-Verpackung, die ein Höchstmaß an Wärmekonservierung ermögliche.

Die Renner

a) Die Renner unter den lippischen Spezialitäten

Die Renner unter den lippischen Spezialitäten seien

Lippische Kohlwurst

Wurstebrei

und Rinderwurst

Alle Produkte würden zielstrebig in besonderer Qualität hergestellt und möglichst bereits am Herstellungstag verkauft.  Denn durch die besondere Anpassungsfähigkeit eines handwerklich strukturierten Familien-Unternehmens könne man auf Nachfrageschwankungen kurzfristig reagieren. Frische sei oberstes Gebot. Bestseller der letzten drei Monate sei die regionale Spezialität „Rinderwurst – heiß“.

Viele Ex-Lipper, die es in andere Regionen Deutschlands verschlagen habe, würden sich in der Vorweihnachtszeit im November/Dezember anlässlich von Verwandten-Besuchen mit den betreffenden regional-typischen Spezialitäten buchstäblich „eindecken“.

b) Die Renner unter den schlesischen Spezialitäten

Zu den „Klassikern“ zählten hier zunächst einmal Brühwurst-Spezialitäten wie

Gekochte Krakauer und rohe Krakauer,

regional-typische Würstchen nach tradierten Rezepten aus Jauer

sowie Kümmelwürstchen

In der Advents- und Weihnachtszeit sei unter den schlesischen Spezialitäten die schlesische Weihnachts-Weißwurst der Renner. Diese müsse ganz besonders frisch sein, da sie roh sei. Hier habe man sich in der Wahrnehmung durch die Kundschaft inzwischen eine Sonderstellung erarbeitet, da auch die schlesische Weihnachts-Weißwurst in einer unverwechselbaren, über Jahrzehnte vom Fleischer-Fachgeschäft optimierten und wohl schmeckenden Rezeptur hergestellt würde.

Die schlesische Weihnachts-Weißwurst werde stets paarweise produziert und einmal abgedreht. Die beiden sodann verbleibenden Enden würden mit einem Clip verschlossen.

Der Verkauf der schlesischen Weihnachts-Weißwurst begänne stets am Dienstag in der ersten Adventswoche, in diesem Jahr also am

Dienstag, den 24. November 2009

Je näher die Festtage rückten, umso intensiver würde die Nachfrage. Insbesondere an Heilig Abend kämen die Kunden „scharenweise“, da in vielen Familien das „schlesische Weißwurst-Essen“ Tradition sei. Hierbei kämen die Kunden aus ganz OWL. Man habe im letzten Jahr gar Wurstpakete der schlesischen Weihnachts-Weißwurst hoch in den Norden Deutschlands bis nach Sylt und in den tiefen Süden bis nach Rosenheim verschickt.

Saison-Produkte hätten an allen Verkaufsstellen (gleichgültig, ob Ladengeschäft oder Markt) einen vom Kunden deutlich wahrnehmbaren Sonderplatz. Zurzeit (konkret seit Dienstag, 24. November 2009) würde dieser Sonderplatz von der schlesischen Weihnachts-Weißwurst beansprucht. Diesen Platz müssten dann auch Bestläufer aus dem Standard-Sortiment wie gekochte Zwiebelwurst, Mettwurst im Geleemantel oder Rostbratwurst freigeben.

Das Ladengeschäft aus Kundensicht

Das Ladengeschäft empfängt Sie als Kunden mit Bedientheke, heißer Theke und einem ansprechenden Sitzplatz-Bereich für Vor-Ort-Verzehr. Der Snack-Bereich umschließe hierbei

Heiße Würstchen, Frikadellen, Schnitzel, verschiedene Eintöpfe, Nudelgerichte, warme Braten und Backschinken. Man pflegt einen Ausschank für heißen Kaffee. Man hat eine eigene Website. Ein Webshop sei angedacht. Derzeit erhalte man die Online-Aufträge per eMail und versende in der ganzen EU.

Der überwiegende Teil der (Stamm-)Kundschaft zähle zu der Altersgruppe 50+. Der Großteil dieser Kundengruppe käme regelmäßig. Die Jüngeren kämen eher unregelmäßig. Man habe vielfach über Alexandra Grämmel ein nahezu familiäres Verhältnis zu seinen Kunden aufgebaut. Man kenne seine Kunden und wisse, was der einzelne wolle. Viele Handwerker unter den Kunden kauften z. B.  morgens auch deshalb belegte Brötchen in der Fleischerei E. Grämmel, da man auch die Brötchen täglich selber backe. Einige unter ihnen erkundigten sich bereits beim morgendlichen Einkauf, was es denn mittags wohl zu essen gäbe.

Das Marktgeschäft

Beschickung und Verkauf auf den erwähnten drei Wochenmärkten in Detmold, Lage und Horn-Bad Meinberg liegt in den Händen von Fleischermeister Eckhard Grämmel. Eckhard Grämmel bezeichnet sich mir gegenüber als reinen „Marktmenschen“. Während die Wochenmärkte in Lage und Horn-Bad Meinberg relativ weit entfernt liegen, hat der Detmolder Wochenmarkt nur eine Entfernung von etwa 500 Metern vom Detmolder Ladengeschäft der Fleischerei. Da könnte die Vermutung nahe liegen, man mache sich selber Konkurrenz oder – in der betriebswirtschaftlichen Marketing-Terminologie ausgedrückt: man „kannibalisiere“ sein Angebot mit den eigenen Produkten.  An der folgenden Antwort des Eckhard Grämmel wird wieder einmal mehr deutlich, wie kunden-orientiert man denkt bzw. wie sicher man in der Kunden-Einschätzung ist:

Das Marktgeschäft, so der Fleischermeister, ziehe grundsätzlich einen ganz anderen Kundentypus als das Ladengeschäft. Auf einen Markt kämen Kundinnen und Kunden, die die markt-typische, lockere Atmosphäre bevorzugten, ein „kleines Schwätzchen“ an verschiedenen Ständen machen wollten und zudem in Fußläufigkeit frische Ware an verschiedenen Ständen zu erhalten gedächten. Die besondere Atmosphäre und der Branchen-Mix seien auf dem Wochenmarkt sehr anziehend. Der typische Marktkunde sei deshalb nur schwer zu überzeugen, auch mal ein Ladengeschäft aufzusuchen.


Herkunftsnachweis und innerbetriebliche Kontrollstufen

Man kaufe sein Fleisch bei Bauern in der Region OWL und kenne seine Lieferanten persönlich. Zudem überzeuge man  sich kontinuierlich von deren Fütterungsmethoden. Das im Laufe der Jahre oder Jahrzehnte gewachsene Vertrauensverhältnis vermittle man überzeugend dem Endverbraucher. Die einzelnen innerbetrieblichen Produktionsstufen unterlägen der ständigen verantwortungsbewussten Eigen-Kontrolle durch Andreas Grämmel. Die EU-Zertifizierung bestünde seit zwei Jahren.

Man spüre in seiner (Stamm-)Kundschaft deutlich den Vertrauensvorschuss, den man genösse, da man der handwerklichen „Qualität aus Meisterhand“ vertraue und niemand Einzelheiten hinterfrage oder gar einen Herkunftsnachweis erwarte, den man natürlich auf Wunsch selbstverständlich liefern könnte.


Tischkultur

Im Hause Grämmel endet der Service nicht an der Ladentheke. Man „begleitet“ den Kunden mit seinen Produkten und Informationen bis in sein Haus. Man stellt sich dort die Verzehr-Situation der Grämmel-Erzeugnisse vor  und  weiß  offenbar um  die  Bedeutung  von kleinen „Memorabilia“, die während des täglichen Frühstücks genutzt werden. Mit großer Weitsichtigkeit bindet man hierbei auch die Sonder-Zielgruppe Kinder mit ein. Denn erstens sind das die Kunden von morgen und zweitens haben Kinder einen beachtlichen Einfluss auf die Einkaufs-Entscheidung ihrer Eltern. Zudem fällt die Entscheidung, eine Fleischerei aufzusuchen in aller Regel bereits zu Hause und nicht erst während eines Spaziergangs durch die Detmolder Altstadt. In konsequenter Verfolgung dieses Ziels, die ganze Familie inkl. Kinder über Memorabilia einzubinden, habe man einen

Kaffee-Becher in feinstem Porzellan entwickeln lassen, auf welchen über die Vorlage eines qualifizierten brancheninternen Künstlers das Hermanns-Denkmal (mit Hinweis auf das Varus-Jahr 2009) sowie Adresse und Daten der Fleischerei E. Grämmel eingearbeitet seien. Der Kaffee-Becher erfreue sich ungebrochen großer Beliebtheit und Nachfrage.

Zubereitungs- Empfehlungen für Außer-Haus-Gerichte

Gute Erfahrungen habe man zudem mit Zubereitungs-Empfehlungen für Außer-Haus-Gerichte gemacht, die offenbar gut bei der Kundschaft „ankämen“, da diese insbesondere für saison-spezifische Erzeugnisse gewünscht würden.


Kreativität

Aufgrund der insgesamt vier Verkaufs-Standorte (Ladengeschäft in Detmold, Marktbeschickung in Lage, Detmold und Horn-Bad Meinberg) habe man einen bemerkenswert großen Stammkundenkreis und käme insbesondere über die Märkte immer wieder in Kontakt mit Neukunden. Durch den persönlichen Kontakt könne man die Wünsche und Erwartungen der Kundschaft erfahren und entsprechend agieren. Nicht selten präsentiere ein Neukunde ein unbekanntes Wurstprodukt mit der Bitte, dieses entsprechend seiner Zusammensetzung handwerklich zu produzieren. Schon so manch ein Neukunde wäre durch Erfüllung dieses Wunsches zum Stammkunden geworden.

So habe man ferner die eigen hergestellte Salami dem Kundenwunsch entsprechend bereits in sieben Sorten unterschiedlicher Würzung im Angebot, bevor man dieses Jahr (2009) eine ganz außergewöhnliche Salami kreiert habe.

Wie Fleischermeister Andreas Grämmel hierzu mitteilt, habe er sich die Frage gestellt, wie man anlässlich des Varus-Jahres dem aktuellen Anlass entsprechend etwas ganz Außergewöhnliches in Geschmack, Form und Präsentation entwickeln könne. Es sollte eine ganz spezielle Salami werden. Denn man feiere in Detmold im Jahre 2009 das Varusjahr mit einer Sonder-Ausstellung und schließlich stünde auch das Hermanns-Denkmal im Lippischen.

Hierzu wählte man für die zu schaffende achte Salami-Varietät zunächst einmal eine würzig-aromatische Geschmacks-Alternative. Sodann konzentrierte man sich auf die Wurst-Form, Namensgebung  und –Präsentation. Eine geschickte, abstrahierende Nachbildung vom weltbekannten Hermanns-Denkmal im Teutoburger Wald sollte es werden.  Die Idee wird umgesetzt: Die Wurstform wird durch einen speziell ausgeformten Darm vorgegeben, in welchen das Brät abgefüllt wird und wo es sorgsam reift. Als Namen wählt man dem aktuellen Anlass entsprechend

„Hermanns-Sieger-Salami“.

Präsentiert wird die „Hermanns-Sieger-Salami“ in einer entsprechend angepassten mit einer Denkmals-Ansicht bedruckten dekorativen Hülle. Darauf steht der Verkauf fördernde und Exclusivität vermittelnde Satz „nur echt mit dem Schwertzipfel“.  Die achte Salami-Variante konkurriert seither um die Gunst der Kundschaft erfolgreich mit den anderen Salamiprodukten des Hauses, ohne diese jedoch zu kannibalisieren. Die Kreation hat den WDR veranlasst, die „Hermanns-Sieger-Salami“ im Rahmen einer OWL- Sondersendung mit einem Report zu würdigen, der als DVD vorliegt.

Auszeichnungen:

Kunden-orientiert, wie man im Hause Grämmel nun einmal denkt, ist man sich auch der nachhaltigen Wirkung von Meisterbrief, verbrieften Auszeichnungen und Pokalen bewusst.

Hierzu sind die  offenkundigen Qualitätsmerkmale der  Grämmel-Erzeugnisse  mehrfach   auf

Internationalen Wettbewerben gewürdigt worden. Beispielhaft erwähnt Fleischermeister Andreas Grämmel hierzu:

Man habe erfolgreich u. a. am französischen „Concours international du boudin blanc“ teilgenommen, man sei 1998 deutscher Meister für schlesische Weißwurst geworden und habe auf der IFFA 2007 fünf Goldmedaillen abgeräumt. (Näheres dazu unter der Website www.graemmel.de). Entsprechende Hinweise finden sich nicht nur auf der Website, sondern auch deutlich vom Kunden wahrnehmbar im Ladengeschäft.

Erfolgsgründe

Bei der Fleischerei E. Grämmel handelt es sich um einen handwerklich strukturierten Familienbetrieb, der durch ein deutlich wahrnehmbares Profil eine bedeutsame Reichweite erlangt hat.

Das Gründungsjahr 1897 sowie die Kontinuität in der Erbfolge sorgen für Vertrauen.

Gute Erreichbarkeit des Ladengeschäfts sowie regelmäßige Wochenmarkt-Teilnahme an drei verschiedenen Städten der Region stabilisieren die Wahrnehmung des Unternehmens bei Ihnen, dem Endverbraucher.

Durch die Vielzahl der Kundenkontakte im Ladengeschäft  u n d  auf den Wochenmärkten erhält man eine Vorstellung über Tendenzen, Trends und die Erwartungshaltung der Kundschaft.

Zu den Erfolgsgründen zählen des Weiteren:

Konzentration auf klar definierte, qualitätsbewusste Zielgruppen sowie auf Kundengruppen, die gute Qualität günstig, also im wahrsten Sinne des Wortes preisw e r t  einkaufen möchten.

Eingrenzung der qualitätsbewussten Zielgruppen auf Liebhaber regional-typischer Erzeugnisse unter Fixierung auf lippische Regional-Produkte und schlesische Spezialitäten nach tradierten (Familien-)Rezepten.

Weitestgehender Verzicht auf SB-Ware sondern Focus auf Beratung

Größtmögliche Metzgerfrische als oberstes Gebot. Strenge Orientierung am entsprechenden Wunsch des Kunden und dessen quantitativer Aufnahmebereitschaft – denn die Produkte sollen möglichst jeweils am Herstellungstag verkauft werden.

Frühzeitiges Erkennen und Aufgreifen des Convenience-Trends

Hierbei Orientierung an größtmöglicher Nutzenstiftung für den Kunden durch

trendgerechte Nutzen-Kombination von Qualitäts-Konstanz regionaler Erzeugnisse und Zeitgewinn für den Kunden

Stichwort: Regionales oder regional-typisches Convenience-Qualitätsprodukt der höchsten Zeitersparnis-Stufe für den Kunden

Hierdurch wird man aus Kundensicht buchstäblich unverwechselbar.

Außergewöhnlich hoher und sicherlich hart erarbeiteter Vertrauensvorschuss durch die Kundschaft in Hinblick auf Fleisch-Provenienz und innerbetriebliche Produktionskontrolle.

Kreativität, die sich in der Streckung von Bestläufern äußert, wodurch man dem Kunden Abwechslung bietet (z.B.  a c h t Salami-Sorten oder bis zu 40 Sorten Aufschnitt).

Aufgreifen aktueller Ereignisse mit Regional-Bezug. Hierdurch bringt man dem Lokalpatrioten (und das ist in Lippe so manch einer)  besonderen Respekt entgegen. Durch Kauf einer Hermanns-Sieger-Salami kann sich so manch ein Kunde als Lokalpatriot outen.

Flexibilität gegenüber Herstellungs-Sonderwünschen des Kunden

Die deutlich sichtbare Präsentation besonderer Qualifikation (Meisterbrief, Auszeichnungen und Pokale) untermauern die herausragende Kompetenz der Fleischerfamilie.

Gedankliche „Begleitung“ des Kunden bis in sein Wohn/Esszimmer. Analyse der Verzehr-Situation beim Kunden, Beeinflussung der Tischkultur des Kunden durch Andienen von Kaffee-Bechern mit dezentem Werbe-Hinweis sowie durch Zubereitungs-Empfehlungen für Außer-Haus-Gerichte

In der OWL-Region Lippe, wo man auf seine Geschichte als Fürstentum Lippe besonders stolz ist, dort genießt ein Fleischerfachgeschäft, das sich in seinen Bemühungen der Region und Traditionspflege widmet, besonderes Ansehen.

Im übrigen ist man auch in der Fleischerei E. Grämmel von der Vorteilhaftigkeit einer Vorstellung hier auf Fleischer/Metzger-Blog im Interesse der verehrten Kundschaft überzeugt. So könne man Ihnen, dem Kunden durch einen Einblick in Entwicklung und derzeitige Struktur des Betriebes auch die Zielsetzung für die nächsten Jahre erläutern. Denn schließlich wolle man auch in Zukunft insbesondere von Ihnen, „dem qualitäts- und preisbewussten Kunden mit Regionalbewusstsein“ als eine der führenden Fleischereien mit Ladengeschäft und Wochenmarkt-Angeboten in OWL wahrgenommen werden.

Man sieht deshalb weiteren Beiträgen in der Reihe „Kunden-orientierte Erfolgs-Modelle in OWL“ mit Interesse entgegen, da sie die Vorteilhaftigkeit eines Einkaufs in einem handwerklich strukturierten Fleischerfachgeschäft deutlich machten und folglich zur deutlichen Abgrenzung gegenüber Supermärkten und Discountern beitrügen.

Nachstehend sehen Sie die Kontaktdaten der Fleischerei E. Grämmel

Fleischerei E. Grämmel
Lagesche Straße 28
32756 Detmold
Telefon: 05231-25772
www.graemmel.de

Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Link zu Beitrag No. 1 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei A. und B. Goldbecker, Borgholzhausen )
Link zu Beitrag No. 2 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei Wolfgang Müller, Paderborn)
Link zu Beitrag No. 3 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei Rau, Gütersloh-Isselhorst)

Die Verwässerung des Regionalitäts-Begriffs

November 20, 2009

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
bekanntlich erzeugt jeder Trend auch einen Gegentrend. So steht zum Beispiel dem Fast-Food-Trend die Slow-Food-Bewegung gegenüber. Und der Globalisierungs-Trend konkurriert mit dem Regional-Trend.
Eine beachtliche Vielzahl unter den Fleischer/Metzgermeistern Deutschlands und vielleicht auch Sie haben seit jeher gute Erfahrungen mit eigenen, handwerklich hergestellten Wurstwaren gesammelt, die dem o. e. Regional-Trend entsprechen. Die betreffenden Produkte sind für die jeweilige Region typisch und werden somit auch als regional-typische Erzeugnisse erfolgreich vermarktet

Der Begriff „regional“ wird hierbei vom Verbraucher als Qualitäts-, Herkunfts- und/oder Geschmacksmerkmal verstanden.

Als Inhaber/In einer derartig aufgestellten bzw. kunden-orientierten Fleischerei kennen Sie in aller Regel die Herkunft Ihres Fleisches, können über die – gegebenenfalls relativ kurzen – Tiertransportwege Auskunft geben, pflegen und hüten Ihre regionalen Familienrezepte und kennen die entsprechende Erwartungshaltung Ihrer (Stamm-)Kunden. Mit anderen Worten: Sie können mit Ihrem Verkaufs-Hinweis auf die „Regionalität“ Ihrer Produkte beim Endverbraucher punkten.

Jedoch:
Der Begriff „Region“ oder „regionales Gebiet“ ist gesetzlich nicht definiert. Man kann den Begriff Region somit offensichtlich unterschiedlich weit auslegen oder gar verwässern. Zwar wird auch eine Supermarkt-Kette wohl nur schwer auf die Idee kommen, ein in Hamburg hergestelltes Produkt in Oberbayern als „regional“ oder „aus der Region“ zu verkaufen, jedoch könnte man sicherlich die gesetzlich zulässigen (Auslegungs-)Grenzen des Regionalitäts-Begriffs im eigenen Interesse möglichst weit fassen.
Mehr noch: Zudem haben einzelne Supermarkt-Ketten die Verkauf fördernde Wirkung eines Verpackungs-Aufdrucks wie „Aus der Region“ oder „Aus Regional-Einkauf“ erkannt und stoßen mit einem entsprechend gekennzeichneten Angebot in einen Bereich vor, der bisher die Domäne entsprechend aufgestellter Fleischereien/Metzgereien und vielleicht auch der Ihren war.

Es entsteht somit die Frage, wie Sie sich weiterhin überzeugend und deutlich gegenüber einem derartig gekennzeichneten Supermarkt-Angebot abgrenzen können.
Dazu folgende Überlegung:
Das Geschäftsmodell „Supermarkt“ erfordert in aller Regel aufgrund seines Konzeptes und seiner (Kosten-)Struktur, den „Regional“-Begriff und folglich den „Regional“-Raum relativ weit zu fassen, um die erst dadurch ermöglichten „Regional“-Mengen (zumindest) kostendeckend herstellen und anbieten zu können. Im Unterschied dazu könnte es Ihnen aufgrund Ihrer mittelständisch-familiären Struktur und handwerklichen Fertigung schon bei wesentlich kleineren Chargen gelingen, kostendeckend zu produzieren.

Folglich wären insbesondere zwei Faktoren gegeneinander abzuwägen: Ihre Reichweite und Ihre Kostendegression. D. h. Sie könnten einerseits die Definition Ihres Lokal- oder Regionalraums so eng wie nötig fassen, um sich definitiv und deutlich gegen die Supermärkte abzugrenzen. Sie sollten aber andererseits Ihren Regionalraum so groß wie möglich definieren, um einer genügend großen Vielzahl Ihrer regional-patriotischen Kundinnen und Kunden zu ermöglichen, sich mit dem von Ihnen definierten Regional-Begriff zu identifizieren und Ihnen auskömmliche Chargen in der Produktion zu ermöglichen.

Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Kompetenz-Steigerung der besonderen Art

November 12, 2009

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

in der Zeit vom 22. bis zum 24. Oktober 2009 fand ein Schinkenschneideseminar für Ibérico-Schinken im spanischen Guijuelo/Salamanca statt. Ein Konsortium spanischer Hersteller hatte seinen über deutsche Messeteilnahme gewachsenen Kontakt zum DFV (Deutscher Fleischer Verband) genutzt, interessierten deutschen Fleischer/Metzgermeistern und/oder Meisterfrauen die Möglichkeit zu geben, sich im professionellen (Ibérico-)Schinkenschneiden fortzubilden.

Organisator war der Pressesprecher des DFV, Gero Jentzsch . Ansprechpartnerin vor Ort war Christine Michels de Echaníz.

Ich hatte jetzt die große Freude, von zwei Teilnehmerinnen aus Schleswig-Holstein, Christa und Johanna Fritze aus der Fleischerei Jürgen Fritze in 24326 Kalübbe persönliche Eindrücke vermittelt zu bekommen, die ich nachstehend wiedergebe.

In Spanien habe man zunächst durch den Besuch von Produktionsstätten inkl. Schweinezucht bei Beher (Bernardo Hernandez S. A.) eine Vorstellung davon gewonnen, wie gewissenhaft (auch die vorgeschriebene Fütterungsart der Ibérico-Schweine würde ja bekanntlich amtsärztlich kontrolliert) und wie aufwändig der Schinken hergestellt würde. Ein Besuch im Verkaufs-Standort Monte Mayor (Embutidos y jamones Monte Mayor) habe deutlich gemacht, wie unterschiedlich die Konsumgewohnheiten in Spanien und Deutschland seien. Der Spanier kaufe seine Lebensmittel, und primär seinen Ibérico-Schinken gern im Stück, während der Deutsche durchaus auch einzelne Scheiben erwerbe.

Derartig eingestimmt habe man sodann der Schulung im Fleischforschungs-Zentrum „Instituto Tecnológico Agrario De Castilla Y León“ entgegengefiebert. Dort sei man im professionellen Schinkenschneiden von einem ausgesprochenen Spezialisten unterrichtet worden, der als „Erfinder des Schinkenbocks“ vorgestellt worden sei.

Man sei zunächst eingewiesen worden, wie man den Schinken einspannt.

Fritze, Johanna - Cortadora de jamón - IMG_3200

„Fritze, Christa – jetzt wird es ernst!“

Foto: „Instituto tecnológico agrario de castilla y leon“

Aufgeschnitten würde der Ibérico sodann grundsätzlich mit einem speziellen Messer mit einer ganz dünnen und ziemlich langen Klinge, um entsprechend dünne, geschmacksintensive Scheiben schneiden zu können. Entscheidend sei letztlich auch die Winkelstellung des Messers, das möglich flach zum Schinken stehen und schwungvoll gehandhabt werden solle.

Fritze, Johanna Die ersten vorsichtigen Versuche IMG_3199-1

„Fritze, Johanna – die ersten vorsichtigen Versuche!“

Foto: „Instituto tecnológico agrario de castilla y león“

Fritze, Christa (li) und Johanna IMG_3475-1

„Das Diplom muss hart erarbeitet werden!“

Foto: „Instituto tecnológico agrario de castilla y león“

Man habe sich schließlich seit längerem über keine Auszeichnung mehr so gefreut, wie über das jeweilige Diplom (beispielhafter Link zum Diplom Christa Fritze Schinkenschneideseminar Guijuelo Spanien – Diplom Christa Fritze), das man vor Ort überreicht bekommen habe.

Mein Fazit: Hier bietet sich für deutsche Fleischereien/Metzgereien eine Profilierungs-Chance. Aufgrund der deutschland-typischen differenzierten Konsumgewohnheiten (Kauf des Schinkens in Scheiben, leichte Ungeduld bei Wartezeiten) benötigt ein spanischer Schinkenhersteller des Marken-Produktes Ibérico, das im Stück in den Handel gelangt, zur Optimierung seiner Verkaufsanstrengungen insbesondere auch die Unterstützung der Fleischerei-Betriebe.

Ein deutscher Fleischermeister mit internationalem Schinkenangebot könnte somit durch ein „Schinkenschneide-Diplom für Ibérico“ und die dadurch manifestierten Fähigkeiten sein Profil in der Wahrnehmung durch die Kundschaft schärfen. Die durch das Diplom unterstützte Kompetenz-Steigerung könnte sich auf sein gesamtes Schinken-Angebot übertragen. Es dient der Abgrenzung nicht nur gegenüber Supermärkten sondern auch gegenüber anderen „Fleischereien auf Augenhöhe“, die bereits gar Ibérico standardmäßig im Angebot haben.

Ich würde mich freuen, wenn mir die Fleischerei Jürgen Fritze gelegentlich einmal die Erfahrungen und Kommentare schildern könnte, die man vor Ort in Schleswig-Holstein zwischenzeitlich im Ladengeschäft diesbezüglich sammeln konnte. In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Kulinarische Festtage und die Weihnachts-bestellung

November 8, 2009

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
die ersten Schokoladen-Weihnachtsmänner, Lebkuchen und Christ-Stollen füllen seit September die Supermarkt-Regale
Garten- und Blumencenter offerieren seit Oktober Weihnachts-dekoration.
Adventskalender sind seit längerem im Einzelhandel erhältlich.

Auch Sie könnten die Emotionen, die das bevorstehende Weihnachtsfest nun einmal auslöst, nutzen, indem Sie Ihre Kundschaft rechtzeitig auf die Angebote einstimmen, die Sie als Fleischerei/Metzgerei in der Adventszeit und zu den Festtagen vorzuhalten gedenken.
Je kreativer Sie hierbei sind, umso mehr fühlt sich Ihr Kunde von Ihnen respektiert. Mehr noch: Er freut sich Woche für Woche neu auf Ihre kulinarischen Empfehlungen zur und während der Advents- und Weihnachtszeit.

Insbesondere jetzt in der dunklen Jahreszeit, in der die Menschen „enger zusammenrücken“ und Freundschaften kultivieren, steigt das Qualitäts-Bewusstsein des Konsumenten.

Und deshalb könnten Sie gerade jetzt Ihre besonderen Stärken ausspielen:

Hier könnten Sie gegenüber der Supermarkt- und Discounter-Konkurrenz mit ihren traditionell hausgemachten Advents- und Weihnachts-Spezialitäten punkten. Insbesondere bei Festtagsbraten können Sie Ihre unvergleichliche handwerkliche Kompetenz einbringen, wenn es gilt, einen Braten zu spicken oder zu füllen.

Je kommunikativer Sie dabei bereits jetzt sind, umso deutlicher wird Ihr Betrieb vom Endverbraucher wahrgenommen. Und umso besser können Sie im direkten Kundenkontakt individuelle Wünsche wecken und diese mit Ihrem Angebot zu erfüllen versprechen – wodurch Sie unverwechselbar werden. Der Kunde wird Ihre Begeisterung spüren, Ihr bisheriges Angebot durch Ihre (Vor-)Weihnachtsküche abwechslungsreich zu ergänzen und aufzuwerten. Und er sieht Ihren kulinarischen Empfehlungen der nächsten Wochen mit Spannung entgegen. So schüren Sie die für den Verkauf so wichtigen Emotionen. Das ist Kundenbindung pur! Eine entsprechende Laden-Dekoration unterstützt die Einstimmung und Wohlfühl-Atmosphäre für den Kunden.

Denn durch all diese Maßnahmen verlassen Sie in der Wahrnehmung des Endverbrauchers die reine Produkt-Ebene und kümmern sich um die Nutzen-Stiftung für den Kunden: Folge: Sie bleiben die nächsten Wochen im Gespräch.

Bezüglich der Weihnachts-Bestellung sollte ein dezenter Hinweis auf Stress-Vermeidung bei rechtzeitiger Festtags-Bestellung auf Ihren Bestell-Flyern oder auf Ihrer Website nicht fehlen. Zudem könnten Sie auch dort darauf hinweisen, etwaige Sonderwünsche des Kunden bei rechtzeitiger Bestellung mit umso größerer Sorgfalt erfüllen zu können. Ein separater Abhol-Schalter für „Abholer vorbestellter Ware“ dient der wechselseitigen Stress-Vermeidung und erspart Ihrem Kunden längere Wartezeiten.
Mehr noch: Die Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit wird sicherlich auch schon im November ihren Beitrag zur Kundenbindung im November leisten, da der Kunde spürt, mit wie viel Liebe und Sorgfalt Sie sich bereits jetzt um sein Wohlergehen in der dunklen Jahreszeit kümmern.
Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Auch in puncto Kundenbegeisterung ganz vorn dabei: „DER Ludwig rockt!“

Oktober 31, 2009

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

viele Topics verschiedener Autoren hier auf Fleischer/Metzger-Blog widmen sich dem Thema „ Kunden-Wünsche wecken und Kunden-Wünsche erfüllen“. Ein weiterer wesentlicher Themen-Schwerpunkt lautet: „Begeisterung vermitteln“. Erfreulicherweise gehen der Blog-Administration hierzu im Interesse der handwerklich strukturierten Fleischer/Metzgerbranche immer wieder Erfahrungsberichte, Erfolgsbeispiele, Vorbild gebende Anregungen zu.

So konnte der mir persönlich bekannte Metzgermeister Dirk Ludwig, Inhaber der Metzgerei Der Ludwig im osthessischen Schlüchtern jüngst von einer ganz speziellen Form von Kundenbegeisterung in seinem Ladengeschäft berichten. Zwar war seine verehrte Kundschaft von ihm seit jeher besondere Initiativen und Konzepte gewohnt wie die „gläserne Produktion“, (der Kunde kann das Treiben in der Produktion verfolgen) oder persönliche Beratung in Sachen gesunde Ernährung in Schulen und Kindergärten – jedoch staunten auch die Jüngeren nicht schlecht, als  an einem September Abend um 17 Uhr 30 eine sechsköpfige Rockband live in der Metzgerei spielt und unplugged Klassiker der Rockmusik zum Besten gibt.

Die Vorgeschichte:

Dirk Ludwig nutzt seit geraumer Zeit das moderne Online-Kommunikationsmittel Twitter. In dieser modernen Form von Nachbarschaftshilfe gibt man ganz bewusst dem Zufall eine Chance. Und der Zufall trat ein – und wie!

Wie Dirk Ludwig dazu mitteilt, hatte er über sein Online-Tagebuch hilfreiche Tipps für die Neuanschaffung eines mechanischen Helfers für die Metzgerei gesucht und prompt einen Hinweis von der Rockband  Y – The Best of Rock bekommen.

Das Besondere daran: Dirk Ludwig hätte sich jetzt für den Hinweis bedanken und zur Tagesordnung übergehen können. Doch er dachte weiter, er wollte mehr; er überlegte, wie er diese ungewöhnliche Begegnung zu einer beiderseitigen Win-Win-Situation ausbauen könnte.  Seine Aufgeschlossenheit für Neues und sein Interesse, „immer schon mal ein paar Riffs auf der Gitarre zu lernen“ habe bei ihm die Entscheidung reifen lassen, die sechsköpfigen Stimmungsmacher zu einer Unplugged Session zu sich nach Schlüchtern  in sein Ladengeschäft einzuladen. Denn: er hoffte, seinen Kunden mit handgemachter Rockmusik eine besondere Freude machen, einen Zusatz-Nutzen stiften zu können.  Die Rechnung, so Dirk Ludwig, sei aufgegangen.  Es sei eine richtig schöne Stimmung im Laden gewesen. Und selbstverständlich seien die Musiker in Gegenleistung mit einer deftigen Grillplatte verwöhnt worden. Und da Rock’n Roll und Steaks schon immer gut zusammen gepasst hätten, soll es nicht die letzte Begegnung dieser Art gewesen sein.  Soweit der Metzgermeister.


Erfolgsgründe und Langzeitwirkung

Von Bedeutung sind hier gleich mehrere Erfolgs-Faktoren

  • Dirk Ludwig denkt und handelt kunden-orientiert. Man ist zudem ständig offen für Neues, für Anregungen, für kreative Imitation von Erfolgsbeispielen auch anderer Branchen.
  • Man ist stets bereit, dem Kunden einen Zusatz-Nutzen zu bieten.
  • Man nutzt die Möglichkeiten, die das World Wide Web nun einmal bietet, sei es wie hier im Fleischer/Metzger-Blog, über einen eigenen Newsletter-Versand, eine eigene regelmäßig gepflegte und aktualisierte Website inkl. Webshop sowie seit geraumer Zeit auch über eine eigenes Blog, auf das wir hier im nebenstehenden Frame verlinkt haben.
  • Mehr noch: man ist offensichtlich auch ganz konkret auf der systematischen Suche nach umsetzbaren Ideen und Empfehlungen auch aus anderen Branchen , indem man seit geraumer Zeit auch das  o. e. moderne Online-Kommunikationsmittel Twitter nutzt.
  • Durch die Vielzahl ihrer Aktivitäten und Vernetzungen ist für die Metzgerei DER Ludwig die Wahrscheinlichkeit von „Zufalls-Bekanntschaften“ recht groß, wie die obige Twitter-Aktion beweist. Zwar beruhen auch viele große Entdeckungen/Erfindungen der Geschichte auf Zufällen. Der Zufall tritt –wie auch im geschilderten Fall- in aller Regel aber erst dann ein, wenn hierzu der Boden bereitet ist. Und der Zufall wird erst dann zu einem wirtschaftlichen Erfolg, wenn die Fähigkeit und die Bereitschaft vorhanden sind, die durch den Zufall gegebene NEUE Konstellation a) auch zu erkennen und b) auch zu nutzen. Die betreffenden Voraussetzungen waren im Falle der Metzgerei DER Ludwig gegeben.
  • Die Nachhaltigkeit der Aktion zeigt sich u. a. in Pressemeldungen, im vorliegenden Fleischer/Metzgerblog-Beitrag, in Mund-zu-Mund-Propaganda sowie in einer großen Vielzahl von  Kundenrückfragen, wann denn eine solche Aktion wiederholt werden könne. Das ist Kunden-Begeisterung pur! So bleibt DER Ludwig nicht nur Stadtgespräch.
  • Fazit:

    Wie genial die Idee war, können Sie am besten erkennen, wenn Sie einmal überlegen, in welchem Verhältnis hier Aufwand und Ertrag zueinander stehen.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    P.S. Weiterer Zusatz-Nutzen: Das Konzert soll nicht nur die Kunden sondern auch die Mitarbeiter erfreut haben.
    Videos zum Auftritt vom 09. Sept. 09 in der Metzgerei DER Ludwig unter http://www.y-band.de/ytv.html (dort bitte scrollen)

    Auszeichnung für nachhaltige Qualität – „Preis der Besten“ in Bronze für Landfleischerei Rau in 33334 Gütersloh-Isselhorst

    Oktober 15, 2009

    Darmstadt, 23. September 2009 Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) honoriert alljährlich die nachhaltige Qualität von Unternehmen der europäischen Lebensmittelwirtschaft. Einen großen Erfolg feierte in diesem Zusammenhang jetzt die Landfleischerei Rau aus 33334 Gütersloh-Isselhorst. Sie erhielt von der DLG den „Preis der Besten“ in Bronze.

    Rau-G%FCterslohIsselhorst„Preis der Besten 2009″ – Preisverleihung auf den DLG-Lebensmitteltagen in Darmstadt – DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer (rechts) überreicht an Uwe Rau von der Fleischerei Rau GmbH & Co. KG die Auszeichnung „Preis der Besten“ in Bronze. In der Mitte: Marita Rau

    Foto: DLG

    Um die renommierte Qualitätsauszeichnung zu erreichen, muss ein Unternehmen über fünf Jahre hinweg seine Qualitätsleistungen durch Prämierungen bei den jährlichen DLG-Qualitätstests unter Beweis gestellt haben. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr im Rahmen einer feierlichen Siegerehrung auf den „DLG-Lebensmitteltagen“ in Darmstadt statt.

    Wie der Pressedienst der DLG hierzu mitteilt, lobte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer den hohen und langjährigen Qualitätsanspruch des Preisträgers mit den Worten: „Mit Ihrer gezeigten Qualitätsleistung gehören Sie zum „Club der Besten“. Sie haben sich die heutige, anspruchsvolle Auszeichnung über Jahre hinweg durch konsequente Qualitätsorientierung hart erarbeitet. Damit bauen Sie Ihren Qualitäts- und Vertrauensvorsprung weiter aus und verdeutlichen einmal mehr den hohen Anspruch an die Güte Ihrer Lebensmittel!“

    Heute hatte ich die Gelegenheit, persönlich zum Inhaber-Ehepaar Kontakt aufzunehmen. Bei meiner Ankunft zeigte man mir voller Stolz die Urkunde, die im Ladengeschäft deutlich wahrnehmbar einen Sonderplatz zugewiesen bekommt. Man fiebert jetzt der nächsten „internationalen DLG-Qualitätsprüfung für Wurst und Schinken“ entgegen; denn: im Falle einer weiteren Prämiierung winke bereits der „Preis der Besten in Silber“.

    Mein Fazit:
    Der „Preis der Besten“ ist deshalb umso beachtenswerter, als er neben Produkt-Qualität auch Stetigkeit und Nachhaltigkeit würdigt. Er ist ein bedeutsamer Profilierungs-Baustein im Gefüge eines handwerklich strukturierten Betriebes, der dazu beiträgt, das so wichtige Vertrauen in die Leistung einer mittelständischen Fleischerei der Kundschaft immer wieder bewusst zu machen.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Das Online-Blog-Interview mit Metzgermeister Claus Böbel in 91166 Georgensgmünd-Rittersbach – Teil eins

    Oktober 7, 2009

    Blog-Moderator Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt:

    Guten Tag Herr Claus Böbel, zum Jahresende 2008 haben Sie die Metzgerei Ihres Vaters in der Ritterstraße 9 in D 91166 Georgensgmünd-Rittersbach übernommen. Ihre Metzgerei Claus Böbel ist ein traditioneller Familienbetrieb in dritter Generation, in dem neben Ihnen als Chef die ganze Familie (Ehefrau Monika und Mutter Marie) mitarbeitet. Ihre beiden Kinder Julia und Katharina assistieren Ihnen bereits mit Begeisterung beim „Wurstbriefe“ machen.

    Sie persönlich sind in der Branche als kreativer, innovativer Unternehmer bekannt, der u. a. durch außergewöhnliche Ideen wie Wurstkiste, Wurstbrief und Wursttaxi auf sich aufmerksam gemacht hat. Alle diese Innovationen erfreuen sich offensichtlich nach wie vor reger Nachfrage. Eine Ihrer jüngsten Kreationen ist das WurstErlebnis, zu dem Sie sich freundlicherweise bereit erklärt haben, hier auf Fleischer/Metzger-Blog über Ihre diesbezüglich bisher gesammelten Erfahrungen zu berichten.

    Frage Blog-Moderator:

    Könnten Sie bitte zunächst einmal kurz erläutern, was den Kunden/Teilnehmer beim „WurstErlebnis“ im Einzelnen erwartet und was ihn besonders motiviert?


    Antwort Claus Böbel:

    Ich habe mir schon seit längerem vorstellen können, wie sehr sich Kunden für die Herstellung einer Wurst interessieren. Bei mir reifte deshalb der Plan, Kunden – unter fachmännischer Anleitung – aktiv an der Herstellung bestimmter Wurstsorten teilnehmen zu lassen. Zum „WurstErlebnis“, das jeweils unter ein bestimmtes Motto wie z.B. „Fränkische Bratwurst“ gestellt wird, müssen sich die Gruppen zuvor anmelden. Unter Anleitung von mir, dem Metzgermeister, können die Teilnehmer sodann die „Fränkische Bratwurst“ in verschiedenen Variationen selbst herstellen und anschließend ein Bratwurst-Menü genießen.

    Das Besondere daran ist: Durch aktive Teilnahme (Fleisch wiegen, Gewürze berechnen, Fleisch-Wolf und Kutter ein- und ausschalten) hat der Teilnehmer letztlich seine eigene Wurst hergestellt.

    Blog-Moderator:

    Bei der entsprechenden Gelegenheit vermitteln Sie den Teilnehmern offensichtlich ein ganz besonderes Erlebnis, auf das Sie ja auch geschickt im Namen Ihrer entsprechenden Domain www.wursterlebnis.de hinweisen.

    Frage Blog-Moderator:

    Welche Kundengruppen wurden von Ihnen ursprünglich ins Auge gefasst?

    Und: Welche Kundengruppen sind derzeit besonders interessiert und aktiv?


    Antwort Claus Böbel

    Das „WurstErlebnis“ gibt es erst seit einem halben Jahr. Wir orientierten uns zunächst an unseren Bestandskunden im Ladengeschäft sowie unseren Online-Kunden.

    Frage Blog-Moderator:

    Wie gingen Sie hierbei vor, wie machten Sie das „WurstErlebnis“ Ihren Zielgruppen bewusst?

    Antwort Claus Böbel

    Unsere Bestandskunden erreichten wir unmittelbar, indem wir in unserem regelmäßig erscheinenden Newsletter auf dieses besondere Angebot unserer Metzgerei hinwiesen. Die Online-Kunden erhielten zudem durch die Newsletter-Mitteilungen eine willkommene Anregung, uns hier vor Ort zu besuchen.

    Blog-Moderator

    Inzwischen hat sich der Kundenkreis beträchtlich erweitert. Sie haben auch Zielgruppen wie Touristen in Ihrem fränkischen Seenland, Firmen aus der näheren Umgebung und auch -ganz besonders weitsichtig- Schulklassen der Region.

    Frage Blog-Moderator

    Welche Art von Marketing-Aktivitäten haben Sie zwischenzeitlich erfolgreich angewandt?

    Antwort Claus Böbel

    Es dauerte natürlich einige Zeit, bis das „WurstErlebnis“ bekannt wurde. Ich arbeite auch zurzeit noch ständig daran, den Bekanntheitsgrad zu vergrößern. Neben der unmittelbaren Pflege unserer Bestands- und Onlinekunden konzentrieren sich unsere Aktivitäten auf Anzeigen und Presseberichte in lokalen Zeitungen und in einer Broschüre für „Gruppenreisen ins fränkische Seenland“, Verkauf als Erlebnisgeschenk über die Plattform www.mydays.de sowie zwei Extra-Seiten in unserem neuen Wurstkatalog 2010. Die Zielgruppe „(Gruppen-)Touristen im fränkischen Seenland“ und „Firmen aus der Umgebung“ begeistern wir mit dem „WurstErlebnis“ als Ereignis der besonderen Art (z.B. auch als Weihnachtsfeier). Eine fachmännische Begleitung von Schulklassen im Rahmen von „WurstErlebnis“ betrachten wir als Nachwuchswerbung künftiger Kunden. Deshalb betreuen wir jährlich fünf Schulklassen aus der Umgebung kostenlos.

    Blog-Moderator

    Wie Sie mitteilen, bekommt jeder Teilnehmer nach seinem ganz persönlichen „WurstErlebnis“ ein „Wurst-Diplom“. Schon jetzt steigen die Buchungen zu Weihnachten (entweder als Weihnachtsfeier oder als (Geschenk-)Gutschein) spürbar an. Nun sind Sie aber offenbar nicht der Unternehmer-Typ, der sich auf seinen Lorbeeren ausruht. Gestatten Sie mir deshalb bitte abschließend eine weitere Frage:

    Frage Blog-Moderator

    Wann werden Sie Ihre Kundschaft mit einer weiteren überzeugenden Idee erfreuen?


    Antwort Claus Böbel

    Hier reift tatsächlich eine weitere Idee, die zu gegebener Zeit auf Umsetzung wartet.

    Blog-Moderator

    Herr Böbel, ich danke Ihnen für das Gespräch und bin gern bereit, diese sicherlich ebenso überzeugende Idee demnächst hier im zweiten Teil des Online-Blog-Interviews vorzustellen.

    Ich sehe mit Interesse den Kommentaren entgegen.

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Beitrag No. 3 der Serie: Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL – Heute: Strategie und Alleinstellungsmerkmale der Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG in 33334 Gütersloh-Isselhorst

    September 12, 2009

    Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser von Fleischer/Metzger-Blog,

    bei meiner telefonischen Kontaktaufnahme zu Fleischermeister Uwe Rau, Geschäftsführer in der Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG, Steinhagener Str. 16, 33334 Gütersloh-Isselhorst brauchte ich mich gar nicht erst vorzustellen. Uwe Rau ist seit Jahren begeisterter Leser der Fleischer/Metzgerblog-Beiträge von derzeit insgesamt 14 Autoren und besitzt zudem alle meine strategischen Sachbücher aus der „Fleischerei mit Fadenkreuz!“-Serie.

    Uwe Rau empfing mich am Mittwoch-Nachmittag dieser Woche gemeinsam mit seiner Frau Marita im Büro seines Anwesens mit einladend großem Parkplatz an der Steinhagener Straße mitten im Gütersloher Ortsteil Isselhorst. Während Uwe Rau am gleichen Standort die Produktion leitet, widmet sich Marita Rau gemeinsam mit ihrem Verkaufs-Team der verehrten Kundschaft im sympathisch und übersichtlich eingerichteten Ladengeschäft. Marita Rau äußerte bei meiner Ankunft Interesse, die „ersten Sätze der Unterhaltung“ kurz verfolgen zu wollen – und nahm dann stattdessen während der folgenden dreieinhalb Stunden, aktiv die Diskussion bereichend, am Gespräch teil.

    Uwe Rau leitet das Unternehmen in zweiter Generation, und die dritte mit Sohn André „steht schon in den Startlöchern“. Die Landfleischerei Rau hat eine eigene Website, die derzeit wöchentlich aktualisiert wird; ein Webshop ist in Vorbereitung.

    Herkunftsnachweis und innerbetriebliche Kontrollstufen im Interesse der Kundschaft
    Im Interesse seiner Kundschaft legt Uwe Rau größten Wert darauf, einen lückenlosen Herkunftsnachweis seiner handwerklich hergestellten Erzeugnisse erbringen zu können.
    Bei der Auswahl seiner Lieferanten vertraue er den Landwirten der Umgebung. So habe er im Laufe vieler Jahre persönlichen Kontakt zu bäuerlichen Kleinmastbetrieben der Region herstellen können, die – auch für den geschätzten Kunden einsehbar – namentlich auf seiner Website erwähnt seien. Bei den betreffenden Kleinmastbetrieben, so führt er des Weiteren aus, „passe die Ackerfläche zur Kopfzahl des Viehs“. Sämtliche der dort gelisteten Landwirte hätten sich darüber hinaus ihm gegenüber verpflichtet, antibiotikafrei und mastbeschleunigerfrei zu füttern. Rückstands-Untersuchungen der Schweine würden von einem neutralen Veterinär unangemeldet und in unterschiedlicher Frequenz durchgeführt.

    Uwe Rau legt zudem Wert darauf, selber zu schlachten. Einmal die Woche holt er die Tiere 24 Stunden vorher ab, um sie nach einem kurzen Transportweg persönlich in den Ställen unterzubringen. Durch den kurzen und relativ stressarmen Transport könnten die Tiere sodann problemlos regenerieren. Das Fleisch bliebe dadurch fester und „stünde beim Schneiden vor dem Messer“. Die Schweinehälften hole er am nächsten Morgen in seinen Betrieb und zerlege sie anschließend. Durch die „schlachtwarme Verarbeitung“ ermögliche er seiner Kundschaft bei seinen Produkten ein Geschmackserlebnis, das man seiner Überzeugung nach „mit keinem Gewürz hinkriege“.

    Die Wohlfühl-Atmosphäre im Ladengeschäft
    Laut Eigenaussage von Marita Rau stößt das Ladengeschäft derzeit an Kapazitätsgrenzen.
    Da nicht nur die Kunden/Kundinnen sondern auch das Verkaufs-Team von außen bereits deutlich sichtbar seien, wirke der Laden immer sehr schnell gut besucht. Das steigere die Attraktivität. Zudem sei die Kundenfläche größenmäßig gut überschaubar, was die Kommunikation auch unter den Kundinnen und Kunden ungewöhnlich steigere. Das sei im Übrigen auch einer der Faktoren, der die relativ hohe Anzahl von über 90% Stammkunden erkläre.

    Die kunden-orientierte Langzeit-Strategie der Landfleischerei
    Vor dem Hintergrund der geschilderten Wertschöpfungskette haben Uwe und Marita Rau ein Konzept, wie sie Ihre Kunden erfreuen und immer wieder aufs Neue begeistern können. Besonders motivierend wirke hierbei auch der Junior André, der bereits deutlich „mit den Hufen scharre“ und erfreuliche Anregungen und Anstöße liefere. So sei auf seine Anregung auch eine eigene Website in Auftrag gegeben worden, die seit einiger Zeit auch wöchentlich aktualisiert würde. Wie Marita Rau hierzu erläuterte, sei die Zahl der Kunden, die sich jeweils vor Besuch in der Landfleischerei bereits per Website über das aktuelle Angebot informiert habe, in jüngster Zeit signifikant gestiegen.

    Zurzeit setze man folgende Schwerpunkte:

    Unter den Stammkunden habe man vier besonders wichtige Zielgruppen:

    a) die Ernährungsbewussten
    b) die Bevorzuger regional-typischer Erzeugnisse aus OWL
    c) die Convenience-Liebhaber und
    d) die Partyservice-Kunden

    a) die Ernährungsbewussten
    man habe ein breites Sortiment an fettarmen oder fettreduzierten Produkten. Rohwürste und Brühwürste mit entsprechend nährwertverändertem Material würden in letzter Zeit verstärkt nachgefragt.

    Für die Teil-Zielgruppe der Allergiker unter den Ernährungsbewussten habe man z.B. einen allergenfreien Rohschinken im Angebot, der mit Steinsalz, ohne Nitrit und Geschmacksverstärker angeboten würde. Für die Teil-Zielgruppe der Cholesterin-Belasteten habe man innerhalb des großen Salami-Spektrums eine Walnuss-Salami kreiert.

    b) die Bevorzuger regional-typischer Erzeugnisse aus Ostwestfalen-Lippe
    Durch den Vorzug der unmittelbaren Kommunikationsmöglichkeit im Ladengeschäft sei es möglich, Wünsche und sinnvolle Anregungen aus der Kundschaft schnell zu erkennen und gegebenenfalls auch umzusetzen. „Dauerbrenner“ unter den regionalen Spezialitäten seien Wurstebrei, Möpkenbrot (Saison) und Hausmacher Leberwurst mit Mehl sowie westfälischer Schinken, westfälische Rohwurst und die Sonder-Kreation „Lutterwürmer“. Bei dem letzteren Wurstprodukt handelt es sich um eine Kreation, die einen deutlich wahrnehmbaren Regionalbezug über die durch die Region fließende Lutter herstellt. Insbesondere durch Kauf eines solchen Produktes könne sich ein Kunde deutlich als Regional- oder Lokalpatriot im Ladengeschäft zu erkennen geben und so seine Verbundenheit zu der Region verdeutlichen.

    c) die Convenience-Liebhaber
    Fleischerei Rau konzentriert sich hier auf einen Mittagstisch für Außer-Haus-Verzehr. Als Kunde profitieren Sie hier von der Einsiegelung der Menüs, wodurch diese die Wärme eine gute Weile konservieren. Bewährt habe sich hier ein Angebot, das die Wünsche der Liebhaber regional-typischer OWL-Spezialitäten mit dem Wunsch nach Convenience kombiniere. Dienstags und donnerstags gäbe es traditionell einen „Suppentag“. Einmal die Woche (freitags) liefere man auch mit eigenem (Kühl-)Fahrzeug aus.

    d) Partyservice-Kunden
    Auch die Zielgruppe der Partyservice-Kunden werde gepflegt. Hier habe sich das Konzept bewährt, zunächst die Anzahl und altersmäßige Zusammensetzung der zu bewirtenden Personen zu erfragen, und sodann Liefervorschläge zu unterbreiten. Hierdurch könne man der Gefahr begegnen, Unterlieferungen vorzunehmen. Denn nichts sei für einen Gastgeber peinlicher, „als wenn die Ware nicht reicht“.

    Sonder-Zielgruppe
    Nicht unerwähnt bleiben sollte hier meines Erachtens allerdings auch die Sonder-Zielgruppe Kinder. Denn für diese Gruppe hat die Landfleischerei Rau vor ca. zwei Jahrzehnten ein „gruppen-individuelles“ Produkt in Form von einer „Scheibe Fleischwurst mit Lolli“ entwickelt. Diese Kreation entstand durch Zufall, weil man bei einem Späteinkauf in einem Supermarkt seinen eigenen Einkaufswagen an der Kasse plötzlich mit einem Pack von 100 Stück Lollis „bestückt“ fand, die man gar nicht selber in den Wagen gelegt hatte. Bei der anschließenden Suche nach einer Verwendungsmöglichkeit kam man auf die Idee, jeweils einen Lolli in ein Stück Fleischwurst zu stecken und im Ladengeschäft anzubieten. Diese `zielgruppen-orientierte Produkt-Kombination’ ist auch heute noch im Angebot. Wie nachhaltig diese Art der Kundenorientierung wirkt, konnten Uwe und Marita Rau erst jüngst wieder feststellen, als sich ein inzwischen 25 Jahre alter Kunde mit Begeisterung daran erinnerte, wie er schon vor zwanzig Jahren mit „Fleischwurst und Lolli“ verwöhnt wurde.

    Kreativität

    Erfreulicherweise ist es Familie Rau bewusst, wie wichtig es für eine inhabergeführte, handwerklich strukturierte Fleischerei ist, bei der verehrten Kundschaft Wünsche zu wecken und sodann mit einem geeigneten Angebot auch zu erfüllen. So habe man im Laufe der Jahre das Salami-Sortiment auf insgesamt derzeit 14 Varietäten aufgestockt, um den entsprechenden Genießern innerhalb des Salami-Sortiments Abwechslung zu bieten. Anlässlich der 950-Jahrfeier des Gütersloher Stadtteils Isselhorst habe man in Eigen-Initiative eine „Isselhorster Ursalami“ auf den Markt gebracht Hierbei handele es sich um eine Salami “so wie sie früher während der Hausschlachtezeit produziert wurde“. Sie werde also mit Naturgewürzen und mit Honig als Zuckerstoff hergestellt und käme nach Langzeitreifung und Nachreifung in computergesteuerten Räumen in die Ladentheke.

    Man sei ein durch und durch handwerklich strukturiertes Unternehmen. Der Zukauf beschränke sich auf das gesamte Geflügelprogramm und Käse.

    Aktionen, Anlässe, Veranstaltungen
    Als weitsichtigem Unternehmer ist es Fleischermeister Uwe Rau natürlich bewusst, wie wichtig es ist, seinen Kunden gelegentlich auch Abwechslung zu bieten; sei es in Form von neuen Produkten oder neuen Dienstleistungen. Externe Anlässe wie christliche Feste, regionale Veranstaltungen durch die Stadt oder durch Vereine sind ihm stets willkommen, sich mit eigenen Ideen und Vorschlägen aktiv einzubringen. Unabhängig davon nutzt er die Kreativität seiner Familie, insbesondere auch Kindern Freude zu bereiten, indem er sie schon frühzeitig als Besucher an seine Fleischerei heranführt.

    Einmal im Jahr lädt er deshalb Kindergarten-Abgangsgruppen mit Erzieherinnen zu einem Rundgang durch seine Produktion ein. Auf dem Programm steht dann „Bratwurstfüllen“. Das Brät sei dann bereits im Kutter und könne von dort in die Füllmaschine verbracht werden. Die Kinder würden jedes Mal staunen, wie da die „Bratwürste raus geschossen kommen“; das sei für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis. Zur Belohnung und zwecks „Pflege des Kunden von morgen“ erhielten die Kinder dann eine Teilnahme-Urkunde, eine mit Wurst gut gefüllte Tasche sowie das Pixi-Kinderbuch „Ich hab einen Freund und der ist Fleischermeister“.
    Im Übrigen achte man darauf, durch Teilnahme an der Isselhorster Werbegemeinschaft den Gütersloher Stadtteil bekannt zu machen und an regionalen Veranstaltungen möglichst mit einem eigenen Stand präsent zu sein. Zu diesen regionalen Veranstaltungen zählen:

    Apfelblütenfest (in 2009 am 23./24. April)
    Passend zum Motto des Festes kreiert man hier eine „Apfelbratwurst“.

    Angrillen (alljährlich der letzte Freitag im April)
    Vorstellung und Verkostung neuer Grillspezialitäten
    Diese Veranstaltung habe sich also optimale Einstimmung der Kunden auf die Grillsaison bewährt.

    Alljährlicher Isselhorster Nachtlauf
    Ausrichter des Events ist die Veranstaltungsgemeinschaft Isselhorster Nacht.
    Der Bedeutung des Anlasses entsprechend bedient Uwe Rau auf seinem Bratwurststand mit insgesamt sieben Personen. Folge: „Das eingespielte Team konnte die Wünsche der Besucher nach Bratwurst und Pommes Frites jederzeit zur Zufriedenheit erfüllen.“

    Kirmes und Antikmarkt zu Fronleichnam
    Hier profitiert die Landfleischerei mit einem eigenen Bratwurststand auch von der guten Laune und positiven Grundstimmung der Besucher

    Weinfest (in 2009 am 30. August)
    Passend zum Motto offeriert man auf seinem Stand Flammkuchen – und trifft ins Schwarze

    Oktoberfest (dieses Jahr am 16. Oktober)
    Veranstalter: Landfleischerei Rau unmittelbar vor dem eigenen Ladengeschäft
    Der Erfolg des letzten Jahres beflügelt den Inhaber, in 2009 bereits zwei Spanferkel vorzuhalten, nachdem bei der entsprechenden Veranstaltung des letzten Jahres das einzige Spanferkel bereits nach wenigen Stunden ausverkauft war.

    Weihnachtsmarkt
    Hier ist Landfleischerei Rau traditionell stets mit einem eigenen Stand vertreten. Man kenne die Erwartungshaltung der Kunden und freue sich darauf, diese auch in der kommenden Adventszeit wieder zu erfüllen.

    Erfolgsgründe
    Offensichtlich ist es der Landfleischerei Rau bereits in der zweiten Generation gelungen, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, über die man von der Kundschaft deutlich wahrgenommen wird.

    Hierzu gehören

    Der nachweisbare Einkauf bei Kleinmastbetrieben, wodurch man sich deutlich von den allermeisten Supermärkten und Discountern unterscheidet.
    Der Sicherheit vermittelnde Einkauf bei namentlich genannten Landwirten der Region.
    Die Vertrauen schaffende Fleisch-Kompetenz der Inhaberfamilie.
    Die eigene schonende, Qualität steigernde Schlachtung inkl. schlachtwarmer Verarbeitung, die offensichtlich ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis ermöglicht

    Der Nachweis der Wertschöpfungskette vom Tier auf der Weide bis zum verkaufsfertigen (Wurst-)Produkt in der Theke
    Die eigene wöchentlich aktualisierte und übersichtlich gestaltete Website, die vornehmlich der so wichtigen Vorab-Information der Kundschaft dient.
    Nutzung und gewissenhafte Selektion der Werbeträger, unter denen derzeit die Radiowerbung mit einer Serie von insgesamt zwanzig Sechs-Sekunden-Spots favorisiert wird.

    Die gruppen-individuellen (Produkt-)Angebote für die wichtigsten Zielgruppen.
    Ein angemessenes Preis-Qualitätsverhältnis
    Die Wohlfühl-Atmosphäre inkl. Kommunikation im Ladengeschäft

    Die Präsenz auf den bedeutenden regionalen Veranstaltungen
    Erlebnis vermittelnde Kreativität bei der Entwicklung neuer Produkte (14 Salamisorten, sowie „Isselhorster Ursalami“ anlässlich der 950-Jahrfeier).
    Der nachweisliche Respekt vor dem Kunden, der ihm auch durch Fleischerei-Events (Angrillen etc.) entgegengebracht wird.

    Die Vermittlung von betrieblicher Kontinuität und Zuverlässigkeit durch Hinweis auf die heranwachsende, dritte Unternehmer-Generation

    und – ganz besonders weitsichtig:
    Image-Werbung für den Beruf (vgl. Kinderbuch „Ich hab einen Freund und der ist Fleischermeister“)

    Fleischermeister Uwe Rau ist überzeugt, mit einer Würdigung in der Fleischer/Metzgerblog-Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ Ihnen, dem fleischerei-typischen „qualitäts- und preisbewussten Verbraucher“ die Vorzüge eines Einkaufs in einer qualifizierten, inhabergeführten und handwerklich strukturierten Fleischerei ein weiteres Stück näher gebracht zu haben.

    Natürlich ließ es sich auch Uwe Rau abschließend nicht nehmen, mir als überzeugter Handwerksmeister voller Stolz seine blitzsauberen Produktionsräume zu zeigen und die einzelnen Produktionsstufen zu erläutern.

    Auch Uwe Rau sieht im Sinne seiner Kundschaft weiteren Fleischer/Metzgerblog-Beiträgen aus der Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ mit Interesse entgegen.

    Nachstehend sehen Sie als qualitäts- und preisbewusster Kunde die Kontaktdaten der Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG

    Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG
    Steinhagener Str. 16
    33334 Gütersloh-Isselhorst
    Telefon: 05421-67360
    Website: www.landfleischerei-rau.de

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Link zu Beitrag No. 1 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei A. und B. Goldbecker, Borgholzhausen )
    Link zu Beitrag No. 2 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei Wolfgang Müller, Paderborn)
    Link zu Beitrag No. 4 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei E. Grämmel, Detmold)

    „Exzellent auf mehreren Feldern!“

    September 4, 2009

    „Exzellent auf mehreren Feldern!“ – so oder ähnlich könnte man die jüngste Auszeichnung der Fleischerfachgeschäft Helmut Siegle GmbH (vertreten durch Doris und Frank Siegle) aus 74321 Bietigheim-Bissingen umschreiben.
    Denn:
    Das Fleischerfachgeschäft hat auch in diesem Jahr den von der allgemeinen fleischer zeitung gestifteten

    Rudolf-Kunze-Aktionspreis für Fleischerfachgeschäfte gewonnen.

    Wie der DFV hierzu mitteilt, erfolgte die Bewertung durch die dreiköpfige Expertenjury, der afz-Chefredakteurin Renate Kühlcke, Karl-Heinz Stier vom Hessischen Fernsehen und Dr. Klaus Viedebannt angehörten. Link zum Rudolf-Kunze-PR-Preis Die Jury

    Mit dem Rudolf-Kunze-PR-Preis -so die DFV-Pressemitteilung- will die Stifterin, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Fleischerhandwerks, beispielhafte PR-Leistungen fördern.

    Wie Gero Jentzsch, Pressesprecher des DFV mir anlässlich eines Telefonats ergänzend hierzu mitteilte, sei die Auszeichnung umso bemerkenswerter, als sie bereits zum zweiten Mal und dazu noch zum zweiten Mal in Folge an dasselbe Fleischerfachgeschäft vergeben wurde.

    Die Ehrung und Urkundenübergabe sollen auf dem 119. Fleischerverbandstag am 12. Oktober in Bremerhaven stattfinden.

    Mein Fazit:
    Nach der Wahl von Doris Siegle (Miteigentümerin der Helmut Siegle GmbH) zur „Unternehmerfrau im Handwerk 2009“ (vgl. auch die Würdigung auf Fleischer/Metzger-Blog vom 21. Juli 2009) ist die Vergabe des Rudolf-Kunze-PR-Preises für Fleischerfachgeschäfte an die Helmut Siegle GmbH eine weitere Bestätigung für nachhaltig-vorbildliche Leistungen des Unternehmer-Ehepaares Doris und Frank Siegle. Ich gratuliere ganz herzlich und wünsche auch für die Zukunft weiterhin Elan und Gesundheit.

    Auch zu diesem Fleischer/Metzgerblog-Beitrag ist selbstverständlich Gelegenheit gegeben, dem Ehepaar Doris und Frank Siegle zu gratulieren. Klicken Sie hierzu einfach auf Kommentare unmittelbar unterhalb des Beitrags.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)