Archiv für die Kategorie ‘Erfolgs-Modelle (19) plus’

Auch in puncto Kundenbegeisterung ganz vorn dabei: „DER Ludwig rockt!“

Oktober 31, 2009

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

viele Topics verschiedener Autoren hier auf Fleischer/Metzger-Blog widmen sich dem Thema „ Kunden-Wünsche wecken und Kunden-Wünsche erfüllen“. Ein weiterer wesentlicher Themen-Schwerpunkt lautet: „Begeisterung vermitteln“. Erfreulicherweise gehen der Blog-Administration hierzu im Interesse der handwerklich strukturierten Fleischer/Metzgerbranche immer wieder Erfahrungsberichte, Erfolgsbeispiele, Vorbild gebende Anregungen zu.

So konnte der mir persönlich bekannte Metzgermeister Dirk Ludwig, Inhaber der Metzgerei Der Ludwig im osthessischen Schlüchtern jüngst von einer ganz speziellen Form von Kundenbegeisterung in seinem Ladengeschäft berichten. Zwar war seine verehrte Kundschaft von ihm seit jeher besondere Initiativen und Konzepte gewohnt wie die „gläserne Produktion“, (der Kunde kann das Treiben in der Produktion verfolgen) oder persönliche Beratung in Sachen gesunde Ernährung in Schulen und Kindergärten – jedoch staunten auch die Jüngeren nicht schlecht, als  an einem September Abend um 17 Uhr 30 eine sechsköpfige Rockband live in der Metzgerei spielt und unplugged Klassiker der Rockmusik zum Besten gibt.

Die Vorgeschichte:

Dirk Ludwig nutzt seit geraumer Zeit das moderne Online-Kommunikationsmittel Twitter. In dieser modernen Form von Nachbarschaftshilfe gibt man ganz bewusst dem Zufall eine Chance. Und der Zufall trat ein – und wie!

Wie Dirk Ludwig dazu mitteilt, hatte er über sein Online-Tagebuch hilfreiche Tipps für die Neuanschaffung eines mechanischen Helfers für die Metzgerei gesucht und prompt einen Hinweis von der Rockband  Y – The Best of Rock bekommen.

Das Besondere daran: Dirk Ludwig hätte sich jetzt für den Hinweis bedanken und zur Tagesordnung übergehen können. Doch er dachte weiter, er wollte mehr; er überlegte, wie er diese ungewöhnliche Begegnung zu einer beiderseitigen Win-Win-Situation ausbauen könnte.  Seine Aufgeschlossenheit für Neues und sein Interesse, „immer schon mal ein paar Riffs auf der Gitarre zu lernen“ habe bei ihm die Entscheidung reifen lassen, die sechsköpfigen Stimmungsmacher zu einer Unplugged Session zu sich nach Schlüchtern  in sein Ladengeschäft einzuladen. Denn: er hoffte, seinen Kunden mit handgemachter Rockmusik eine besondere Freude machen, einen Zusatz-Nutzen stiften zu können.  Die Rechnung, so Dirk Ludwig, sei aufgegangen.  Es sei eine richtig schöne Stimmung im Laden gewesen. Und selbstverständlich seien die Musiker in Gegenleistung mit einer deftigen Grillplatte verwöhnt worden. Und da Rock’n Roll und Steaks schon immer gut zusammen gepasst hätten, soll es nicht die letzte Begegnung dieser Art gewesen sein.  Soweit der Metzgermeister.


Erfolgsgründe und Langzeitwirkung

Von Bedeutung sind hier gleich mehrere Erfolgs-Faktoren

  • Dirk Ludwig denkt und handelt kunden-orientiert. Man ist zudem ständig offen für Neues, für Anregungen, für kreative Imitation von Erfolgsbeispielen auch anderer Branchen.
  • Man ist stets bereit, dem Kunden einen Zusatz-Nutzen zu bieten.
  • Man nutzt die Möglichkeiten, die das World Wide Web nun einmal bietet, sei es wie hier im Fleischer/Metzger-Blog, über einen eigenen Newsletter-Versand, eine eigene regelmäßig gepflegte und aktualisierte Website inkl. Webshop sowie seit geraumer Zeit auch über eine eigenes Blog, auf das wir hier im nebenstehenden Frame verlinkt haben.
  • Mehr noch: man ist offensichtlich auch ganz konkret auf der systematischen Suche nach umsetzbaren Ideen und Empfehlungen auch aus anderen Branchen , indem man seit geraumer Zeit auch das  o. e. moderne Online-Kommunikationsmittel Twitter nutzt.
  • Durch die Vielzahl ihrer Aktivitäten und Vernetzungen ist für die Metzgerei DER Ludwig die Wahrscheinlichkeit von „Zufalls-Bekanntschaften“ recht groß, wie die obige Twitter-Aktion beweist. Zwar beruhen auch viele große Entdeckungen/Erfindungen der Geschichte auf Zufällen. Der Zufall tritt –wie auch im geschilderten Fall- in aller Regel aber erst dann ein, wenn hierzu der Boden bereitet ist. Und der Zufall wird erst dann zu einem wirtschaftlichen Erfolg, wenn die Fähigkeit und die Bereitschaft vorhanden sind, die durch den Zufall gegebene NEUE Konstellation a) auch zu erkennen und b) auch zu nutzen. Die betreffenden Voraussetzungen waren im Falle der Metzgerei DER Ludwig gegeben.
  • Die Nachhaltigkeit der Aktion zeigt sich u. a. in Pressemeldungen, im vorliegenden Fleischer/Metzgerblog-Beitrag, in Mund-zu-Mund-Propaganda sowie in einer großen Vielzahl von  Kundenrückfragen, wann denn eine solche Aktion wiederholt werden könne. Das ist Kunden-Begeisterung pur! So bleibt DER Ludwig nicht nur Stadtgespräch.
  • Fazit:

    Wie genial die Idee war, können Sie am besten erkennen, wenn Sie einmal überlegen, in welchem Verhältnis hier Aufwand und Ertrag zueinander stehen.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    P.S. Weiterer Zusatz-Nutzen: Das Konzert soll nicht nur die Kunden sondern auch die Mitarbeiter erfreut haben.
    Videos zum Auftritt vom 09. Sept. 09 in der Metzgerei DER Ludwig unter http://www.y-band.de/ytv.html (dort bitte scrollen)

    Von der Auszeichnung mit dem „Sonderpreis für innovative Nachwuchsförderung“ bis zur „Convenience-Show“: VAN HEES setzt auf der SÜFFA 2009 Akzente!

    Oktober 27, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

    neben Neuheiten in Schauvitrinen und dem Thekendisplay mit besonderen Spezialitäten ist eine Frontcooking-Station ein besonderer Anziehungspunkt für die Besucher des VAN HEES-Standes in Halle 8 auf der SÜFFA 09 in Stuttgart.

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    „Impressionen vom VAN HEES-Messestand in Halle 8 B 21 auf der Stuttgarter SÜFFA“

    Foto: VAN HEES GmbH

    Das offene helle Standkonzept mit übergroßen Bildmotiven bietet viel Platz für Informationen und ausgiebige Fachgespräche. Wie das Foto zeigt, wird das Angebot an innovativen Neuentwicklungen des Wallufer Gewürzunternehmens während der Messelaufzeit interessiert aufgenommen. Bereits früh am Morgen des Eröffnungstages (Sonntag, 18. Oktober 2009) jedoch macht sich das Unternehmen selber Konkurrenz.

    Denn es soll der „Sonderpreis für innovative Nachwuchsförderung“ aus den Händen von Staatssekretär Drautz und Landesinnungsmeister Matthes in der Halle 6  entgegengenommen werden.

    Und deshalb haben sich schon frühzeitig am Sonntagmorgen  um 9 Uhr die ersten Gäste im Forum der Halle 6 eingefunden, um dort auch ganz sicher einen Platz zu ergattern. Sie alle wollen genau wie ich dabei sein, wenn die diesjährigen Preisträger des SÜFFA-Innovationspreises vorgestellt wurden. Der Preis steht für „innovative, zukunftsweisende Produkt- und Arbeitslösungen“ und wird vom Landesinnungsverband Baden-Württemberg des Fleischerhandwerks ausgeschrieben. Er wird anlässlich der Stuttgarter SÜFFA 2009 erst zum zweiten Mal verliehen.  Gemäß Information der SÜFFA-Pressesprecherin hatten sich dieses Jahr insgesamt 15 Betriebe in den drei Kategorien Technik, Produkte und Marketing mit 18 Ideen beworben.

    Sonderpreise

    Zudem werden in diesem Jahr Sonderpreise durch die Jury vergeben, deren einer, nämlich der „Sonderpreis für innovative Nachwuchsförderung“ an die VAN HEES GmbH geht Das Wallufer Gewürzunternehmen soll für sein Seminar-Konzept „Lust auf Erfolg – das Auge isst mit“, das später zur DSDFD-Show „Deutschland sucht den Food-Designer“ erweitert wurde, ausgezeichnet werden.

    Der Bedeutung der Veranstaltung entsprechend wird das Auditorium offensichtlich hochkarätig besetzt sein. Mein erster Blick auf die reservierten Plätze erkennt dort u. a. die Namen Dr. Reinhard von Stoutz, Kurt Matthes, Heinz-Werner Süß und Manfred Rycken.

    Die Begrüßung der Gäste und Würdigung der Preisträger liegt in den bewährten Händen von Staatssekretär Richard Drautz. Und es ist sodann Dr. Reinhard von Stoutz vom DFV vorbehalten, den Begriff Innovation eingängig zu erläutern. Er sieht in einer Innovation einerseits einen „Rückkopplungsprozess, der Anregungen in Neuerungen umsetzt, die nachhaltig Veränderungen nach sich ziehen.“ – Eine Innovation, so fährt er fort, sei andererseits aber erst dann gegeben, wenn eine Neuerung auch wirtschaftlich erfolgreich sei.

    Um zehn Uhr ist es dann soweit: VAN HEES Marketing-Leiter Robert Becht kann den diesjährigen „SÜFFA-Sonderpreis für innovative Nachwuchsförderung“  entgegen nehmen. Er wird an VAN HEES verliehen für das von Fleischer-Innungen unterstützte Seminar-Konzept „Lust auf Erfolg“, das in vielen Veranstaltungen bundesweit junge Menschen als Nachwuchs für Berufe im Fleischerhandwerk begeistern konnte.

    Am Nachmittag bekommen die Messebesucher Gelegenheit, unter dem Motto „Deutschland sucht den Food-Designer“ am selbem Standort eine Kurzfassung einer solchen Veranstaltung live zu erleben. Hierzu hatten auch an diesem Tag 160 Auszubildende in einem separaten Raum der Halle die Gelegenheit genutzt, unter der fachmännischen Leitung von VAN-HEES-Convenience-Produktmanager Sven Tholius und seiner Frau Neslihan Tholius Näheres über das Berufsbild des Fleischers zu erfahren und zudem ihre Kreativität bei der Herstellung und Präsentation von Convenience-Produkten gemäß prüfungsrelevanter Aufgaben voll zu entfalten.

    Obschon ich auch hier wieder überpünktlich bin, habe ich Schwierigkeiten, überhaupt einen Sitzplatz im Forum zu bekommen; denn der Andrang ist unglaublich. Denn jetzt ist das Forum auch Anlaufstelle für Jugendliche, die die Zielgruppe der Show sind.

    Nach einleitenden Worten von DFV-Präsidiumsmitglied Heinz-Werner Süß gelingt es VAN-HEES-Convenience-Produkmanager Sven Tholius und seiner Frau Neslihan, auch die Jugendlichen innerhalb weniger Minuten in ihren Bann zu ziehen.

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    „Sven Tholius in voller Konzentration!“

    © BILDNACHWEIS: MESSE STUTTGART SÜFFA 2009


    Ein Film über die Veranstaltung in Rothenburg wird gezeigt, der vermitteln soll, „welche Begeisterung man bisher auslösen konnte“.

    Die eigentliche Show beginnt mit einem anschaulichen Vergleich zwischen den Berufen Fleischer und Koch; Sven Tholius demonstriert hierzu exemplarisch einige der vielfältigen Möglichkeiten, die insbesondere ein Fleischer habe, seine Kreativität umzusetzen. Hierbei wird er kompetent von Neslihan Tholius unterstützt.

    Unter der Aufforderung „Jetzt wird Atmosphäre geschaffen“ gelingt es sodann den Azubis, die Bühne innerhalb kürzester Zeit komplett zu verändern. Jetzt beginnt das auf die Großleinwand übertragene Show-Kochen; es gilt, Begeisterung zu wecken. Die akustische Beschallung in Disco-Lautstärke gibt der Show zusätzliche Impulse. Derartiges muss man wirklich einmal live erlebt haben, um die besondere Faszination zu spüren, die von einer solchen Veranstaltung ausgeht.

    Ein Fleischer-Ehepaar und zwei Jugendliche können als Test-Esser gewonnen werden.

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    „Sven Tholius serviert!“

    © Bildnachweis: MESSE STUTTGART SÜFFA 2009

    Ein Wettbewerb zweier Gruppen Jugendlicher im „Schnitzel-Machen“ hebt die Stimmung.

    Ein Clip mit dem Titel „Eine Reise in die Vergangenheit“ demonstriert sodann  unter der fachkundigen Erläuterung des Sven Tholius, wie sich Optik, Produkte und Warenpräsentation im Fleischergeschäft im Laufe der Zeit verändert haben. Es wird veranschaulicht, wie sich der Convenience-Trend manifestiert. „Die Spezialitäten“, so Sven Tholius, „hätten sich verändert, weil sich der Mensch verändert habe“.

    Dann servieren Azubis, von Musik  und aktuellen Filmclips  begleitet, ihre Fingerfood-Produkte, die von Hostessen an das Auditorium gereicht werden. Das schafft Atmosphäre, denn jetzt ist plötzlich ein Jeder „Testesser“.

    Den Abschluss der Show bildet ein Catwalk der von Neslihan Tholius gestylten Azubis, die voller Stolz und unter Applaus der Besucher die Bühne verlassen.

    Abschließend lüftet Jürgen Georg Hüniken, der Vorsitzende in der Geschäftsführung der VAN HEES GmbH ein Geheimnis: Er sei ursprünglich ein wenig skeptisch gewesen, als ihm die Idee der Show erstmals vorgetragen worden sei. Er sei sogar anfänglich dagegen gewesen.  Sven Tholius jedoch habe mit einem gewissen „zivilen Ungehorsam“ letztlich auch ihn überzeugt.

    Fazit:

    Hier ist es VAN HEES in vorbildlicher Weise gelungen, die Möglichkeiten der SÜFFA zu nutzen, gleichermaßen Fachpublikum und Jugendliche zu begeistern.

    Auch auf der SÜFFA konnte VAN HEES wiederum wertvolle Akzente setzen, das Berufsbild des Fleischers ins rechte Licht zu rücken.

    Die Jugend konnte erkennen, wie interessant und vielseitig der Beruf des Fleischers ist. In dem Zusammenhang betonte Jürgen Georg Hüniken anlässlich eines Gesprächs mir gegenüber, wie wichtig es sei, dem Kunden Neues zu zeigen. Hierzu sei die Kreativität des Einzelnen gefordert. Bei den Azubis müsse man dabei ganz bewusst über anfängliche geschmackliche „Irrungen“ hinwegsehen. Entscheidend sei vielmehr, bei den Auszubildenden die Bereitschaft und den Willen zu fördern, kreativ zu sein.

    Für ein Fleischer-Fachgeschäft  ist ein weiterer Aspekt entscheidend.

    VAN HEES gelingt es hier offenbar mit seinen Open-Air-Veranstaltungen, die Wahrnehmung einer Fleischerei/Metzgerei beim Endverbraucher Stück für Stück zu  verbessern.

    VAN HEES denkt hier ganz offensichtlich über seine unmittelbar vorgelagerte Zielgruppe, die Fleischer/Metzger hinaus und kümmert sich um das Erscheinungsbild des Fleischers/Metzgers beim Endverbraucher. Die entsprechenden Show-Aktivitäten kommen folglich nach und nach der gesamten Branche zu gute, indem sie dazu beitragen,

    das generelle Image der Fleischerei (und folglich auch der Ihrigen) zu erhöhen

    und sich gegenüber Supermärkten und  Discountern abzugrenzen.

    Das Besondere daran ist:

    VAN HEES hat aufgrund seiner Weitsichtigkeit und Kapitalkraft die Möglichkeit und die Bereitschaft, hier Dinge anzustoßen und umzusetzen, die sie als Einzelner sicherlich schon des Öfteren angedacht haben, aber mangels Zeit und Möglichkeiten nicht verwirklichen konnten.

    Vielleicht könnten auch Sie die obigen Anregungen nutzen, sich immer wieder zu fragen: Welche der vielen Möglichkeiten, die ich sowohl als kreativer Handwerker wie auch als Dienstleister habe, könnte ich als nächste zielgruppenkonform nutzen?

    In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    „Oktoberfestfeeling“ und Nachwirkungen

    Oktober 11, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
    sofern Sie Ihren Sitz in Bayern haben, wird es für Sie eine Selbstverständlichkeit gewesen sein, auch dieses Jahr wieder Ihre verehrte Kundschaft mit einer besonderen Aktion zur Zeit des traditionellen Münchner Festes im Oktober zu erfreuen.
    Wohnen Sie außerhalb Bayerns, werden Sie vielleicht Ihren Kunden soeben erst mit einer „bayerischen Woche“ und hausgemachten bayrischen Spezialitäten ein „Oktoberfestfeeling“ vermittelt haben.
    Und wahrscheinlich haben Sie sodann festgestellt: Die Aktion war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg.

    Die Erfolgsgründe sind hier mannigfaltig:
    Sie liefern Ihrer Kundschaft eine willkommene Abwechslung.
    Durch die zeitliche Begrenzung der Aktion erzielen Sie besondere Aufmerksamkeit und erhöhen die Wertigkeit Ihrer Erzeugnisse.
    Bayrische Produkte erfreuen sich auch überregionaler Beliebtheit.
    Durch eine zeitliche Überschneidung des traditionellen Münchner Festes im Oktober mit Ihrer Aktion profitieren Sie indirekt von der Aufmerksamkeit, die dem Ereignis überregional in den Medien gewidmet wird.

    Mehr noch:
    Nach Aktionsende werden Ihre bisherigen regional-typischen Produkte von Ihrer Kundschaft ihrerseits wiederum als willkommene Abwechslung (mit positiven Folgen für die Wertschätzung) wahrgenommen. Das ist das Eine. Andererseits: Bei einigen Ihrer Kunden könnte das besondere Geschmackserlebnis anlässlich Ihrer „bayerischen Woche“ noch eine Weile Ihren Verkauf stabilisierend nachwirken. Wundern Sie sich also deshalb nicht, wenn zurzeit bei Ihnen „Hax’n“ immer noch verstärkt nachgefragt werden.

    Herzliche Grüße sendet
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)
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    Erfolgreich durch den ERFA-Kreis

    September 25, 2009

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    Foto Ludger Freese: ERFA-Kreis in Freeses Küche mit einem neuen Produkt.

    In Niedersachsen gibt es einige ERFA-Kreise, die schon seit langer Zeit erfolgreich zusammen arbeiten. Wir gehören auch so einem „Erfahrungsaustausch-Kreis“ (ERFA) an. Angefangen bin ich schon 1984 in einem Junioren-ERFA-Kreis, wo sich die angehenden Junioren trafen. Heute ist ein Austausch unter Kollegen immer wichtiger. Die Probleme, die Erfahrungen, aber auch Erfolge lassen sich im Kollegenkreis sehr leicht erörtern und multiplizieren. Der Erfolg eines Kreises hängt von einigen Faktoren ab, die ich gerne einmal vorstellen möchte.
    Die Betriebe sollten einen großen räumlichen Abstand haben, damit es keine Berührungsängste gibt bezüglich der Ehrlichkeit. Überhaupt -Ehrlichkeit ist das größte Plus eines solchen Kreises. (anderes als in manchen Innungsversammlungen) Einige betriebswirtschaftliche  Zahlen werden offen diskutiert.
    Unser Kreis – der Kreis 17 – trifft sich zweimal im Jahr. Ein Kollegen übernimmt die Gastgeberrolle für die zweitägige Veranstaltung. Neben einen kleinen Smalltalk steht das fachliche im Mittelpunkt. Die Betriebsräume werden besucht, die Thekenauslage wird kritisch betrachtet und die Wurst wird probiert. Dazu kommt meistens noch ein Referent/in. Bei unserem letzten Treffen war Doris Siegle unsere Fachfrau, die uns ihren Betrieb sehr eindrucksvoll vorgestellt hat.

    ERFA-Kreis Mitglieder sind Innungsmitglieder und kommen aus einem gemeinsamen Bundesland. Der Grund liegt im Einladungsmodus und in der Verwaltung unserer Beiträge. Wir treffen uns auch schon mal in privater Atmosphäre wie Hochzeiten, Geburtstage oder Eröffnungen. Möchte ein Inhaberehepaar Mitglied bei uns werden, wird nach einer Vorstellungsrunde offen abgestimmt. Es darf nicht sein, dass jemand ein Problem mit einem Neuen hat, weil z.B. eine Filiale in der Nähe ist.

    ERFA-Kreis, das bedeutet Geben und Nehmen. Wer nur „nimmt“ wird schnell erkannt. Der jährliche Preisvergleich in unserem Kreis von 12 – 15 Betrieben ist immer eine spannende Sache. Wer steht auf den 1. Platz, wer hat welchen Preis für ein bestimmtes Produkt und wer hebt sich deutlich ab…

    Besonders hervorheben möchte ich noch die geführten Telefongespräche im Kollegenkreis, wenn z.B. eine neue Wurstsorte gut angekommen ist oder eine Marketingaktion besonders erfolgreich war. Wir helfen uns ganz offen und sagen auch deutlich, was uns nicht gefällt. Nur so können wir von einander lernen und uns vom Markt abgrenzen.

    Ein ERFA-Kreis ist gerade jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders wertvoll, weil wir uns gemeinsam weiter helfen. So lebt der ERFA-Geist. Ich möchte darauf nicht mehr verzichten und kann nur jeden Fleischermeister Mut machen sich einem Kreis anzuschließen. Fragen zu ERFA-Kreise beantwortet auch gerne der “ ERFA-Kreis Präsident“ Volker Behrens aus Twistringen. Tel.: 04243-1838 Sprechen Sie einfach ihren Landesinnungsverband an oder Gründen Sie selber einen Kreis. Pioniere und Querdenker braucht unser Handwerk.

    Mit kollegialen Grüßen
    Ludger Freese

    Beitrag No. 3 der Serie: Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL – Heute: Strategie und Alleinstellungsmerkmale der Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG in 33334 Gütersloh-Isselhorst

    September 12, 2009

    Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser von Fleischer/Metzger-Blog,

    bei meiner telefonischen Kontaktaufnahme zu Fleischermeister Uwe Rau, Geschäftsführer in der Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG, Steinhagener Str. 16, 33334 Gütersloh-Isselhorst brauchte ich mich gar nicht erst vorzustellen. Uwe Rau ist seit Jahren begeisterter Leser der Fleischer/Metzgerblog-Beiträge von derzeit insgesamt 14 Autoren und besitzt zudem alle meine strategischen Sachbücher aus der „Fleischerei mit Fadenkreuz!“-Serie.

    Uwe Rau empfing mich am Mittwoch-Nachmittag dieser Woche gemeinsam mit seiner Frau Marita im Büro seines Anwesens mit einladend großem Parkplatz an der Steinhagener Straße mitten im Gütersloher Ortsteil Isselhorst. Während Uwe Rau am gleichen Standort die Produktion leitet, widmet sich Marita Rau gemeinsam mit ihrem Verkaufs-Team der verehrten Kundschaft im sympathisch und übersichtlich eingerichteten Ladengeschäft. Marita Rau äußerte bei meiner Ankunft Interesse, die „ersten Sätze der Unterhaltung“ kurz verfolgen zu wollen – und nahm dann stattdessen während der folgenden dreieinhalb Stunden, aktiv die Diskussion bereichend, am Gespräch teil.

    Uwe Rau leitet das Unternehmen in zweiter Generation, und die dritte mit Sohn André „steht schon in den Startlöchern“. Die Landfleischerei Rau hat eine eigene Website, die derzeit wöchentlich aktualisiert wird; ein Webshop ist in Vorbereitung.

    Herkunftsnachweis und innerbetriebliche Kontrollstufen im Interesse der Kundschaft
    Im Interesse seiner Kundschaft legt Uwe Rau größten Wert darauf, einen lückenlosen Herkunftsnachweis seiner handwerklich hergestellten Erzeugnisse erbringen zu können.
    Bei der Auswahl seiner Lieferanten vertraue er den Landwirten der Umgebung. So habe er im Laufe vieler Jahre persönlichen Kontakt zu bäuerlichen Kleinmastbetrieben der Region herstellen können, die – auch für den geschätzten Kunden einsehbar – namentlich auf seiner Website erwähnt seien. Bei den betreffenden Kleinmastbetrieben, so führt er des Weiteren aus, „passe die Ackerfläche zur Kopfzahl des Viehs“. Sämtliche der dort gelisteten Landwirte hätten sich darüber hinaus ihm gegenüber verpflichtet, antibiotikafrei und mastbeschleunigerfrei zu füttern. Rückstands-Untersuchungen der Schweine würden von einem neutralen Veterinär unangemeldet und in unterschiedlicher Frequenz durchgeführt.

    Uwe Rau legt zudem Wert darauf, selber zu schlachten. Einmal die Woche holt er die Tiere 24 Stunden vorher ab, um sie nach einem kurzen Transportweg persönlich in den Ställen unterzubringen. Durch den kurzen und relativ stressarmen Transport könnten die Tiere sodann problemlos regenerieren. Das Fleisch bliebe dadurch fester und „stünde beim Schneiden vor dem Messer“. Die Schweinehälften hole er am nächsten Morgen in seinen Betrieb und zerlege sie anschließend. Durch die „schlachtwarme Verarbeitung“ ermögliche er seiner Kundschaft bei seinen Produkten ein Geschmackserlebnis, das man seiner Überzeugung nach „mit keinem Gewürz hinkriege“.

    Die Wohlfühl-Atmosphäre im Ladengeschäft
    Laut Eigenaussage von Marita Rau stößt das Ladengeschäft derzeit an Kapazitätsgrenzen.
    Da nicht nur die Kunden/Kundinnen sondern auch das Verkaufs-Team von außen bereits deutlich sichtbar seien, wirke der Laden immer sehr schnell gut besucht. Das steigere die Attraktivität. Zudem sei die Kundenfläche größenmäßig gut überschaubar, was die Kommunikation auch unter den Kundinnen und Kunden ungewöhnlich steigere. Das sei im Übrigen auch einer der Faktoren, der die relativ hohe Anzahl von über 90% Stammkunden erkläre.

    Die kunden-orientierte Langzeit-Strategie der Landfleischerei
    Vor dem Hintergrund der geschilderten Wertschöpfungskette haben Uwe und Marita Rau ein Konzept, wie sie Ihre Kunden erfreuen und immer wieder aufs Neue begeistern können. Besonders motivierend wirke hierbei auch der Junior André, der bereits deutlich „mit den Hufen scharre“ und erfreuliche Anregungen und Anstöße liefere. So sei auf seine Anregung auch eine eigene Website in Auftrag gegeben worden, die seit einiger Zeit auch wöchentlich aktualisiert würde. Wie Marita Rau hierzu erläuterte, sei die Zahl der Kunden, die sich jeweils vor Besuch in der Landfleischerei bereits per Website über das aktuelle Angebot informiert habe, in jüngster Zeit signifikant gestiegen.

    Zurzeit setze man folgende Schwerpunkte:

    Unter den Stammkunden habe man vier besonders wichtige Zielgruppen:

    a) die Ernährungsbewussten
    b) die Bevorzuger regional-typischer Erzeugnisse aus OWL
    c) die Convenience-Liebhaber und
    d) die Partyservice-Kunden

    a) die Ernährungsbewussten
    man habe ein breites Sortiment an fettarmen oder fettreduzierten Produkten. Rohwürste und Brühwürste mit entsprechend nährwertverändertem Material würden in letzter Zeit verstärkt nachgefragt.

    Für die Teil-Zielgruppe der Allergiker unter den Ernährungsbewussten habe man z.B. einen allergenfreien Rohschinken im Angebot, der mit Steinsalz, ohne Nitrit und Geschmacksverstärker angeboten würde. Für die Teil-Zielgruppe der Cholesterin-Belasteten habe man innerhalb des großen Salami-Spektrums eine Walnuss-Salami kreiert.

    b) die Bevorzuger regional-typischer Erzeugnisse aus Ostwestfalen-Lippe
    Durch den Vorzug der unmittelbaren Kommunikationsmöglichkeit im Ladengeschäft sei es möglich, Wünsche und sinnvolle Anregungen aus der Kundschaft schnell zu erkennen und gegebenenfalls auch umzusetzen. „Dauerbrenner“ unter den regionalen Spezialitäten seien Wurstebrei, Möpkenbrot (Saison) und Hausmacher Leberwurst mit Mehl sowie westfälischer Schinken, westfälische Rohwurst und die Sonder-Kreation „Lutterwürmer“. Bei dem letzteren Wurstprodukt handelt es sich um eine Kreation, die einen deutlich wahrnehmbaren Regionalbezug über die durch die Region fließende Lutter herstellt. Insbesondere durch Kauf eines solchen Produktes könne sich ein Kunde deutlich als Regional- oder Lokalpatriot im Ladengeschäft zu erkennen geben und so seine Verbundenheit zu der Region verdeutlichen.

    c) die Convenience-Liebhaber
    Fleischerei Rau konzentriert sich hier auf einen Mittagstisch für Außer-Haus-Verzehr. Als Kunde profitieren Sie hier von der Einsiegelung der Menüs, wodurch diese die Wärme eine gute Weile konservieren. Bewährt habe sich hier ein Angebot, das die Wünsche der Liebhaber regional-typischer OWL-Spezialitäten mit dem Wunsch nach Convenience kombiniere. Dienstags und donnerstags gäbe es traditionell einen „Suppentag“. Einmal die Woche (freitags) liefere man auch mit eigenem (Kühl-)Fahrzeug aus.

    d) Partyservice-Kunden
    Auch die Zielgruppe der Partyservice-Kunden werde gepflegt. Hier habe sich das Konzept bewährt, zunächst die Anzahl und altersmäßige Zusammensetzung der zu bewirtenden Personen zu erfragen, und sodann Liefervorschläge zu unterbreiten. Hierdurch könne man der Gefahr begegnen, Unterlieferungen vorzunehmen. Denn nichts sei für einen Gastgeber peinlicher, „als wenn die Ware nicht reicht“.

    Sonder-Zielgruppe
    Nicht unerwähnt bleiben sollte hier meines Erachtens allerdings auch die Sonder-Zielgruppe Kinder. Denn für diese Gruppe hat die Landfleischerei Rau vor ca. zwei Jahrzehnten ein „gruppen-individuelles“ Produkt in Form von einer „Scheibe Fleischwurst mit Lolli“ entwickelt. Diese Kreation entstand durch Zufall, weil man bei einem Späteinkauf in einem Supermarkt seinen eigenen Einkaufswagen an der Kasse plötzlich mit einem Pack von 100 Stück Lollis „bestückt“ fand, die man gar nicht selber in den Wagen gelegt hatte. Bei der anschließenden Suche nach einer Verwendungsmöglichkeit kam man auf die Idee, jeweils einen Lolli in ein Stück Fleischwurst zu stecken und im Ladengeschäft anzubieten. Diese `zielgruppen-orientierte Produkt-Kombination’ ist auch heute noch im Angebot. Wie nachhaltig diese Art der Kundenorientierung wirkt, konnten Uwe und Marita Rau erst jüngst wieder feststellen, als sich ein inzwischen 25 Jahre alter Kunde mit Begeisterung daran erinnerte, wie er schon vor zwanzig Jahren mit „Fleischwurst und Lolli“ verwöhnt wurde.

    Kreativität

    Erfreulicherweise ist es Familie Rau bewusst, wie wichtig es für eine inhabergeführte, handwerklich strukturierte Fleischerei ist, bei der verehrten Kundschaft Wünsche zu wecken und sodann mit einem geeigneten Angebot auch zu erfüllen. So habe man im Laufe der Jahre das Salami-Sortiment auf insgesamt derzeit 14 Varietäten aufgestockt, um den entsprechenden Genießern innerhalb des Salami-Sortiments Abwechslung zu bieten. Anlässlich der 950-Jahrfeier des Gütersloher Stadtteils Isselhorst habe man in Eigen-Initiative eine „Isselhorster Ursalami“ auf den Markt gebracht Hierbei handele es sich um eine Salami “so wie sie früher während der Hausschlachtezeit produziert wurde“. Sie werde also mit Naturgewürzen und mit Honig als Zuckerstoff hergestellt und käme nach Langzeitreifung und Nachreifung in computergesteuerten Räumen in die Ladentheke.

    Man sei ein durch und durch handwerklich strukturiertes Unternehmen. Der Zukauf beschränke sich auf das gesamte Geflügelprogramm und Käse.

    Aktionen, Anlässe, Veranstaltungen
    Als weitsichtigem Unternehmer ist es Fleischermeister Uwe Rau natürlich bewusst, wie wichtig es ist, seinen Kunden gelegentlich auch Abwechslung zu bieten; sei es in Form von neuen Produkten oder neuen Dienstleistungen. Externe Anlässe wie christliche Feste, regionale Veranstaltungen durch die Stadt oder durch Vereine sind ihm stets willkommen, sich mit eigenen Ideen und Vorschlägen aktiv einzubringen. Unabhängig davon nutzt er die Kreativität seiner Familie, insbesondere auch Kindern Freude zu bereiten, indem er sie schon frühzeitig als Besucher an seine Fleischerei heranführt.

    Einmal im Jahr lädt er deshalb Kindergarten-Abgangsgruppen mit Erzieherinnen zu einem Rundgang durch seine Produktion ein. Auf dem Programm steht dann „Bratwurstfüllen“. Das Brät sei dann bereits im Kutter und könne von dort in die Füllmaschine verbracht werden. Die Kinder würden jedes Mal staunen, wie da die „Bratwürste raus geschossen kommen“; das sei für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis. Zur Belohnung und zwecks „Pflege des Kunden von morgen“ erhielten die Kinder dann eine Teilnahme-Urkunde, eine mit Wurst gut gefüllte Tasche sowie das Pixi-Kinderbuch „Ich hab einen Freund und der ist Fleischermeister“.
    Im Übrigen achte man darauf, durch Teilnahme an der Isselhorster Werbegemeinschaft den Gütersloher Stadtteil bekannt zu machen und an regionalen Veranstaltungen möglichst mit einem eigenen Stand präsent zu sein. Zu diesen regionalen Veranstaltungen zählen:

    Apfelblütenfest (in 2009 am 23./24. April)
    Passend zum Motto des Festes kreiert man hier eine „Apfelbratwurst“.

    Angrillen (alljährlich der letzte Freitag im April)
    Vorstellung und Verkostung neuer Grillspezialitäten
    Diese Veranstaltung habe sich also optimale Einstimmung der Kunden auf die Grillsaison bewährt.

    Alljährlicher Isselhorster Nachtlauf
    Ausrichter des Events ist die Veranstaltungsgemeinschaft Isselhorster Nacht.
    Der Bedeutung des Anlasses entsprechend bedient Uwe Rau auf seinem Bratwurststand mit insgesamt sieben Personen. Folge: „Das eingespielte Team konnte die Wünsche der Besucher nach Bratwurst und Pommes Frites jederzeit zur Zufriedenheit erfüllen.“

    Kirmes und Antikmarkt zu Fronleichnam
    Hier profitiert die Landfleischerei mit einem eigenen Bratwurststand auch von der guten Laune und positiven Grundstimmung der Besucher

    Weinfest (in 2009 am 30. August)
    Passend zum Motto offeriert man auf seinem Stand Flammkuchen – und trifft ins Schwarze

    Oktoberfest (dieses Jahr am 16. Oktober)
    Veranstalter: Landfleischerei Rau unmittelbar vor dem eigenen Ladengeschäft
    Der Erfolg des letzten Jahres beflügelt den Inhaber, in 2009 bereits zwei Spanferkel vorzuhalten, nachdem bei der entsprechenden Veranstaltung des letzten Jahres das einzige Spanferkel bereits nach wenigen Stunden ausverkauft war.

    Weihnachtsmarkt
    Hier ist Landfleischerei Rau traditionell stets mit einem eigenen Stand vertreten. Man kenne die Erwartungshaltung der Kunden und freue sich darauf, diese auch in der kommenden Adventszeit wieder zu erfüllen.

    Erfolgsgründe
    Offensichtlich ist es der Landfleischerei Rau bereits in der zweiten Generation gelungen, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, über die man von der Kundschaft deutlich wahrgenommen wird.

    Hierzu gehören

    Der nachweisbare Einkauf bei Kleinmastbetrieben, wodurch man sich deutlich von den allermeisten Supermärkten und Discountern unterscheidet.
    Der Sicherheit vermittelnde Einkauf bei namentlich genannten Landwirten der Region.
    Die Vertrauen schaffende Fleisch-Kompetenz der Inhaberfamilie.
    Die eigene schonende, Qualität steigernde Schlachtung inkl. schlachtwarmer Verarbeitung, die offensichtlich ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis ermöglicht

    Der Nachweis der Wertschöpfungskette vom Tier auf der Weide bis zum verkaufsfertigen (Wurst-)Produkt in der Theke
    Die eigene wöchentlich aktualisierte und übersichtlich gestaltete Website, die vornehmlich der so wichtigen Vorab-Information der Kundschaft dient.
    Nutzung und gewissenhafte Selektion der Werbeträger, unter denen derzeit die Radiowerbung mit einer Serie von insgesamt zwanzig Sechs-Sekunden-Spots favorisiert wird.

    Die gruppen-individuellen (Produkt-)Angebote für die wichtigsten Zielgruppen.
    Ein angemessenes Preis-Qualitätsverhältnis
    Die Wohlfühl-Atmosphäre inkl. Kommunikation im Ladengeschäft

    Die Präsenz auf den bedeutenden regionalen Veranstaltungen
    Erlebnis vermittelnde Kreativität bei der Entwicklung neuer Produkte (14 Salamisorten, sowie „Isselhorster Ursalami“ anlässlich der 950-Jahrfeier).
    Der nachweisliche Respekt vor dem Kunden, der ihm auch durch Fleischerei-Events (Angrillen etc.) entgegengebracht wird.

    Die Vermittlung von betrieblicher Kontinuität und Zuverlässigkeit durch Hinweis auf die heranwachsende, dritte Unternehmer-Generation

    und – ganz besonders weitsichtig:
    Image-Werbung für den Beruf (vgl. Kinderbuch „Ich hab einen Freund und der ist Fleischermeister“)

    Fleischermeister Uwe Rau ist überzeugt, mit einer Würdigung in der Fleischer/Metzgerblog-Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ Ihnen, dem fleischerei-typischen „qualitäts- und preisbewussten Verbraucher“ die Vorzüge eines Einkaufs in einer qualifizierten, inhabergeführten und handwerklich strukturierten Fleischerei ein weiteres Stück näher gebracht zu haben.

    Natürlich ließ es sich auch Uwe Rau abschließend nicht nehmen, mir als überzeugter Handwerksmeister voller Stolz seine blitzsauberen Produktionsräume zu zeigen und die einzelnen Produktionsstufen zu erläutern.

    Auch Uwe Rau sieht im Sinne seiner Kundschaft weiteren Fleischer/Metzgerblog-Beiträgen aus der Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ mit Interesse entgegen.

    Nachstehend sehen Sie als qualitäts- und preisbewusster Kunde die Kontaktdaten der Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG

    Landfleischerei Rau GmbH & Co. KG
    Steinhagener Str. 16
    33334 Gütersloh-Isselhorst
    Telefon: 05421-67360
    Website: www.landfleischerei-rau.de

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Link zu Beitrag No. 1 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei A. und B. Goldbecker, Borgholzhausen )
    Link zu Beitrag No. 2 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei Wolfgang Müller, Paderborn)
    Link zu Beitrag No. 4 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei E. Grämmel, Detmold)

    Beitrag No. 2 der Serie: Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL – Heute: Struktur und Philosophie der Fleischerei Wolfgang Müller in Paderborn

    August 31, 2009

    Zu meiner großen Freude zeigt sich auch Wolfgang Müller, Inhaber der Fleischerei Wolfgang Müller, Seskerbruch 9 in 33100 Paderborn meiner Bitte gegenüber aufgeschlossen, mir im Interesse seiner verehrten Kundschaft für die neue Fleischer/Metzgerblog-Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ einen Einblick in seine Unternehmens-Kultur und Verkaufs-Philosophie zu gewähren.

    Einen heißeren Tag (37° C) hätte ich mir für die Unterhaltung in diesem Jahr allerdings wohl kaum aussuchen können.

    Mit gespannter Erwartung fahre ich zum vereinbarten Standort, nämlich zur Produktion Seskerbruch 9. Von dort aus steuert Wolfgang Müller zusammen mit seinem Sohn 22 Jahre alten Sohn Sebastian (der bereits mit 21 Jahren Fleischermeister ist) die zentrale Produktion für die Belieferung seiner insgesamt vier Paderborner Verkaufs-Filialen.

    Schon bei den ersten einleitenden Sätzen wird mir klar:

    Hier steht nicht nur ein qualifizierter Fleischermeister mit großer emotionaler Verbundenheit zum Fleischerhandwerk vor mir, sondern auch ein Geschäftsmann mit einem kunden-orientierten Konzept und einem feinen Gespür für den Markt.

    Die Produktion

    Wolfgang Müller nutzt die Vorzüge seiner ostwestfälisch-lippischen Heimat, seine Schweine und Bullen in unmittelbarer, regionaler Nachbarschaft einkaufen zu können. Er kenne, so führt er aus, seine Bauern persönlich und arbeite zurzeit vorwiegend mit zwei Lieferanten. Von dem einen Landwirt erhalte er die Schweine und von dem anderen die Bullen. Durch Kenntnis der jeweiligen Fütterungsmethoden könne er eine solide und von ihm vor Ort überprüfbare Qualitäts-Konstanz erwarten und es sei zudem ein Herkunftsnachweis dem Kunden gegenüber möglich.  Das schaffe Vertrauen.

    Die Filialen

    Die Fleischerei Müller ist in vielerlei Hinsicht unverwechselbar. Bemerkenswert ist hier zum einen die Anzahl von insgesamt vier Paderborner Filialen. Zum anderen ist die unterschiedliche Struktur dieser Niederlassungen von Bedeutung. Denn

    Die beiden Filialen in der Paderborner Kernstadt

    Im Schildern 12  – geleitet von Ehefrau Cornelia Müller
    sowie Ingolstädter Weg 13

    entsprechen jeweils der Vorstellung vom klassischen Ladengeschäft mit Bedientheke.

    Im Unterschied dazu liegen die beiden anderen Filialen außerhalb der Kernstadt jeweils in einem der Supermärkte der Rewe-Gruppe in der

    Driburger Straße 44
    bzw. Elsener Straße 18

    Was auf den ersten Blick hier ein wenig überraschend erscheint, entspricht jedoch  einem offenbar sorgfältig durchdachten und stimmigen Konzept. Denn der Fleischermeister erläutert seine diesbezügliche Strategie wie folgt:

    Die kunden-orientierte Geschäfts-Philosophie

    Während seine Kundschaft im Falle seiner beiden Ladengeschäfte Im Schildern 12 sowie Ingolstädter Weg 13 von der exzellenten fußläufigen Erreichbarkeit Nutzen ziehe, könne seine Kundschaft außerhalb der Kernstadt von der Erreichbarkeit per Auto und dem hervorragenden Parkplatz-Angebot der Supermarkt-Filialen profitieren.

    Da man im Hause Müller konsequent auf Service setze, gäbe es in allen vier Filialen ausschließlich Verkauf mit Bedientheke.

    Und dann erläutert der Fleischermeister seine Entscheidung, neben den zwei „klassischen“ Ladengeschäften auch zwei eigene Fleischtheken in Rewe-Märkten zu betreiben wie folgt:

    Er sei überzeugt, rechtzeitig die Strategie im Hause Rewe erkannt zu haben, im Unterschied zu vielen anderen Supermarkt-Ketten die Fleischtheken durch Filialen selbständiger Fleischereien betreiben zu lassen. So habe er auf entsprechende Angebote der Kette positiv reagiert, da man sich auf nachstehende Konditionen einigen konnte:

    Bei Fleischerei Müller gibt es ausschließlich Verkauf mit Bedienung – und folglich keinerlei SB-Ware
    Das Fachgeschäft Fleischerei Müller wird als solches deutlich gekennzeichnet
    Das Verkaufs-Team der Fleischerei trägt typische, unverwechselbare weiß-blaue Kleidung,
    Fleischerei Müller verpackt in eigenen Tüten mit eigenem Logo
    Fleischerei Müller bestimmt exklusiv über ihr Sortiment und ihre Preise

    Wolfgang Müller sieht in diesem Shop-in-Shop-System der Supermarkt-Kette ein sinnvolles und tragfähiges Konzept. Denn zum einen könne er so auch in nicht zentral gelegenen Standorten von der Attraktivität und Kunden-Frequenz eines gut beleumundeten Supermarkts profitieren. Zum anderen könne er dabei insbesondere solchen Kunden besonderen Nutzen stiften, die u. a. auf folgende Angebots-Merkmale Wert legen:

    regional-typische Produkte aus OWL
    fleischerei-typische Frische
    und
    kompetenter, freundlicher Service

    Durch die besondere Lage der vier Filialen – hier Fußläufigkeit in 1A-Lage und dort Attraktivität durch Supermarkt-Niederlassungen – könne man sich voll auf das Tagesgeschäft konzentrieren.

    Die Wahrnehmung durch die Kundschaft

    Hierzu erläutert der Fleischermeister wie folgt:

  • Durch das Grundprinzip, nur Filialen mit Bedienung zu betreiben, habe er an allen Standorten einen ausgesprochen hohen Prozentsatz an Stammkunden.
  • Fleischerei Müller sei bekannt für herausragende Service-Leistungen. Folge: Wenn ein Kunde eine besondere Beratung brauche, käme er zu ihr. So habe jüngst eine Dame acht Rouladen bestellt, die möglichst alle gleich groß sein sollten. Es sei ihm eine Freude gewesen, auch einen solchen Wunsch zufrieden stellend zu erfüllen.Im Übrigen würde er in seiner Überzeugung, mit besonderem SERVICE am Kunden auf dem richtigen Wege zu sein immer wieder durch entsprechendes Kunden-Feeedback bestärkt. Ohnehin könne man die Bedeutung, die in Deutschland inzwischen generell dem Thema Service beigemessen würde, auch Branchen übergreifend feststellen. So habe eine große Tankstellen-Kette sogar den „Tankwart wieder eingeführt“.
  • Bei der Erfüllung der Wünsche der Convenience-Liebhaber konzentriere man sich erfolgreich auf den Mittagstisch. Man habe eine Gaststätten-Lizenz für alle vier Filialen. Mittags-Menüs in Menüschalen für Außer-Haus-Verzehr würden in allen Filialen gleichermaßen gut angenommen. Der Kunde habe die Wahl zwischen täglich wechselnden Angeboten – jeweils zwischen Eintopf und Menü. Viele Kunden machten auch gern von der Möglichkeit Gebrauch, sich ihr Menü selber zusammenzustellen.
  • Die mit Abstand bedeutendste Teil-Zielgruppe sei jedoch die Gruppe der Liebhaber regional-typischer Spezialitäten, die man primär mit Hausmacher Angeboten bediene. Hierbei habe es sich in seinen Filialen bewährt, Spezialitäten der ostwestfälisch-lippischen Region anzubieten. Das Geschmacksempfinden sei in Deutschland in den einzelnen Bundesländern nun einmal unterschiedlich, was man als Fleischermeister in seinen Überlegungen beachten solle. Ein Fleisch- oder Leberkäse habe in südlichen Regionen der Republik nun einmal eine andere Wertschätzung als nördlich des Mains. Abgesehen von besonderen saisonalen Events konzentriere man sich deshalb auf Spezialitäten der eigenen Region. So seien diese regional-typischen Spezialitäten insbesondere auch im Winterhalbjahr stark nachgefragt.Der Kohlwurst und des Wurstebreis wegen kämen die Kunden dann sogar aus einem Umkreis von bis zu 40 Kilometern aus Bielefeld und Wünnenberg. Ähnliches gälte für Leberwurst, Blutwurst und Sülze. Auch die Salami sei hausgemacht. Hier habe man inzwischen sieben verschiedene Varianten, die sich zur Freude der auf Abwechslung bedachten Genießer unter den Kunden deutlich wahrnehmbar voneinander unterschieden.Zudem habe sich ein begrenzter Zukauf solcher Spezialitäten der Region bewährt, die „jeder kennt“.Stark nachgefragt würde alljährlich ab „Mantelsonntag“ (dieses Jahr am 15. November) bis Weihnachten auch die außer-regionale Schlesische Weißwurst.
  • Alle zwei bis drei Jahre veranstalte man einen besonderen Event in Form eines Hoffestes. Darüber hinaus habe man kürzlich die begeisterte Kundschaft mit einem „Show-Kochen“ in der Filiale Im Schildern 12 erfreut.
    Auch sei Fleischerei Müller traditionell auf dem Paderborner Frühlingsfest vertreten.
    Des Weiteren partizipiere man am traditionsreichen Paderborner Libori
    Alljährlich freue sich die Kundschaft auf den Paderborner Weihnachtsmarkt in der Paderborner Kernstadt. Hier profitiere man von der 1A-Lage des Ladengeschäftes Im Schildern 12.
  • Neben dem hochgeschätzten Endverbraucher bediene man auch ebenso gern den Kollegen-Betrieb mit handwerklicher Spitzenqualität. Hier seien insbesondere solche Qualitätsprodukte bei ihm nachgefragt, die manch ein Fleischermeister aufgrund zu kleiner Abverkaufsmengen selber nicht kostengünstig herstellen könne.
  • Die Erfolgsgründe der Fleischerei Müller sind offensichtlich vielfältig.

    Zum einen profitieren Sie als Kundin oder Kunde von der zentralen Lage oder guten Erreichbarkeit sämtlicher vier Verkaufs-Standorte.

    Des Weiteren hat die Fleischerei Müller offenbar ein deutlich wahrnehmbares Profil, das durch

    Qualität
    Auswahl
    Frische

    regional-typische Spezialitäten
    Kompetenz
    und
    Service

    umschrieben werden könnte.

    Gefragt nach dem Haupt- oder KERN-Nutzen, den die Fleischerei Müller ihrer Kundschaft stifte, braucht Wolfgang Müller nicht lange zu überlegen. Sein Alleinstellungsmerkmal sei der ganz besondere SERVICE, den er dem Kunden biete. So sei eine große Vielzahl der Beschäftigten bei der Fleischerei Müller auch ausgebildet worden und habe den Nachdruck, der dort auf SERVICE am Kunden gelegt wird, von Anfang an vermittelt bekommen. Man pflege mit dem Kunden ein hohes, respektvolles Kommunikations-Niveau, das zur nachhaltigen Kundenbindung und zum Erzielen Kauf entscheidender Emotionen beitrüge.

    Die derzeitige Betriebsgröße von vier Filialen ließe sich zudem gut überschauen. Für die Zukunft gälte es deshalb, nicht unbedingt zu wachsen, sondern das Niveau zu optimieren.

    Ein ganz entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens ist jedoch die außergewöhnliche Kommunikationsbereitschaft des Inhabers. So gelingt es Wolfgang Müller immer wieder problemlos, Aufmerksamkeit bei den Medien zu erzielen. So habe er zum Beispiel jüngst den persönlichen Einkauf des Erz-Bischofs in seiner Fleischerei in die regionale Presse lancieren können.

    Darüber hinaus gilt Wolfgang Müller als ausgesprochen gesellig. Er ist im Paderborner Schützenverein aktiv, was ihm die Aufmerksamkeit und Wertschätzung von 4.000 Mitgliedern sichert. Auf dortigen Versammlungen würde er immer wieder aufs Neue „angesprochen“, auch wenn es um die Ausrichtung von privaten Feiern der Mitglieder geht.

    Im Übrigen freue auch er sich, hier auf Fleischer/Metzger-Blog als einer der Ersten eine Würdigung erfahren zu haben. Denn auch Wolfgang Müller ist von dem besonderen Nutzen der Fleischer/Metzgerblog-Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ für den fleischerei-typischen „qualitäts- und preisbewussten Verbraucher“ überzeugt. Und das umso mehr, je mehr qualifizierte und kommunikative Fleischereien der Region hier vorgestellt werden.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Link zu Beitrag No. 1 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei A. und B. Goldbecker, Borgholzhausen)
    Link zu Beitrag No. 3 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei Rau, Gütersloh-Isselhorst)
    Link zu Beitrag No. 4 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei E. Grämmel, Detmold)

    Ein Event mit nachhaltiger Wirkung: ‘Bauer Otte öffnet Tür und Tor’

    Juli 13, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

    am 15. Juni 2009 auch auf Fleischer/Metzger-Blog groß angekündigt – am Sonntag, den 05. Juli 09 ist es dann endlich wieder soweit: Bauer Otte aus dem niedersächsischen Uslar-Schönhagen öffnet Tür und Tor für das traditionelle, inzwischen vierte Hoffest.

    Offensichtlich haben es die Familien Heinrich und Daniel Otte hervorragend verstanden, das im Zweijahres-Rhythmus stattfindende Hoffest zu einem kleinen Dorffest weit überregionaler Akzeptanz zu machen. Denn schon bei unserer Ankunft haben meine Frau und ich den Eindruck, als sei Halb-Niedersachsen zeitgleich auf den Beinen.

    Großverpflegung und Unterhaltung mit vielseitigem Rahmenprogramm locken auch dieses Mal wieder mehrere tausend Besucher. Das Faszinierende daran: Obschon das riesige Gelände schon frühzeitig voll ist von Besuchern, wirkt es nicht überfüllt. Heinrich und Daniel Otte haben gemeinsam mit ihren Ehefrauen Irmgard und Susanne sowie ihrem Team die Organisation fest im Griff. Jeder fühlt sich wohl, von Hektik trotz der Fülle keine Spur.

    Hier die ersten zwei eindrucksvollen Fotos:

    Otte Hoffest 2009 Teilansicht

    ‘Hier fühlt man sich so richtig wohl’

    Foto: Mit freundlicher Freigabe durch die Landfleischerei Otte

    Hoffest Otte . für Stimmung wird gesorgt

    ‘Auch hier wird für die richtige Stimmung gesorgt!’

    Foto: mit freundlicher Freigabe durch die Landfleischerei Otte

    Unter dem Motto „Schauen Sie hinter die Kulissen“ kann jedermann die Landfleischerei und den landwirtschaftlichen Betrieb inkl. der Tiere des Hofes besichtigen. Museums-Planwagenfahrten stehen ebenso auf dem Programm wie eine Präsentation von alten Landmaschinen und neuen Fendt-Traktoren inkl. Probefahrt. Ein Floh- und Handwerkermarkt mit vierzig! Ständen sowie ein Karussell inspirieren die Besucher.. Regionale Musikgruppen (darunter die Solling-Blaskapelle Schönhagen) unterhalten die Gäste. Wenn dann Heinrich Otte an einem solchen Tag auch noch Geburtstag hat, dann spielt natürlich auch das Wetter mit. Er herrschen hochsommerliche Temperaturen. Schattige Plätze unter riesigen Zelten laden zum Verweilen und Verzehr der angebotenen Speisen ( u. a. Würstchen und Steaks) sowie der Getränke. Die Präsentation von Spanferkel wird geradezu zelebriert.

    Um zwölf Uhr hält Heinrich Otte eine launige Ansprache via Mikrofon. Die Blaskapelle intoniert „Happy Birthday to you“. Es herrscht Volksfeststimmung. Ich komme mit vielen Besuchern ungezwungen ins Gespräch. Der Tenor ist einhellig positiv. Bei meinem Rundgang treffe ich in einem der Räume den Fachberater Christoph Bobbert der Hagesüd Interspice Gewürzwerke, die traditionell das Hoffest der Landfleischerei Otte aktiv begleiten. Er präsentiert Fertiggerichte und stellt Pfannengerichte  her, die frisch zubereitet werden. Auch dieser Stand ist umlagert, denn der Fachberater gibt Endverbrauchern Tipps und wertvolle Hinweise über die Zubereitung.

    Im Nachbarhaus unterhält Daniel Otte am frühen Nachmittag die Gäste mit seinen ungewöhnlichen Kunstfertigkeiten im Eisschnitzen. Die Skulpturen sind ästhetisch und eine Bereicherung für das Partyservice-Angebot der Landfleischerei.

    Gruppenbild mit Eisskulptur(2)

    ‘Gruppenbild mit Eisskulptur’ -

    Von links: Fleischermeister Daniel Otte, Blog-Moderator Hans-Jürgen Schmidt, Fleischermeister Heinrich Otte, Fachberater Christoph Bobbert aus dem Hause Hagesüd

    Foto: Mit freundlicher Freigabe durch die Landfleischerei Otte

    Im persönlichen Gespräch mit mir bringt anschließend Heinrich Otte die erfolgreiche Philosophie des Hoffestes auf den Punkt. „Man muss das gerne machen; dann bekommt man auch viel zurück. Die eigenen Leute ziehen begeistert mit, wenn man fröhlich ist und gute Laune verbreitet. Das Hoffest wird seit Jahren von der Wohnbevölkerung hervorragend angenommen. Wir haben von Mal zu Mal mehr Besucher. Viele kombinieren das Fest mit dem von uns angebotenen „Urlaub auf dem Bauernhof“. Andere kommen schon früh morgens mit ihrer ganzen Familie, fahren abends zurück und legen dabei gegebenenfalls auch schon mal mehrere hundert Kilometer zurück. Alles soll informativ, unterhaltend und auch schon mal überraschend sein.“

    Es ist bereits 19 Uhr abends, als der Besucherstrom merklich nachlässt und auch wir uns auf den Heimweg machen.

    Fazit:

    Die Familien Heinrich und Daniel Otte nutzen ihr Areal in vorbildlicher Weise, um das so wichtige Vertrauen des Endverbrauchers zu gewinnen und zu pflegen, indem sie einen Blick hinter die Kulissen ihres Betriebes ermöglichen. Durch die zeitliche Begrenzung des Events auf einen einzigen Tag und die gewählte Hoffest-Frequenz von zwei Jahren verleihen sie dem Hoffest den Charakter des Besonderen oder gar der Einmaligkeit. Hierbei verdeutlichen sie die Nutzen-Sitftung für den Kunden (Information, Unterhaltung, Überraschendes). Folge:

    Jeder Besucher freut sich schon jetzt wieder auf das nächste Fest. UND: Die Wirkung auch des diesjährigen Events wird nachhaltig sein.

    Nun werden Sie als Fleischer/Metzgermeister vielleicht argumentieren, Sie persönlich hätten nicht die räumlichen Möglichkeiten der Landfleischerei Otte. – Das ist aber nicht der entscheidende Punkt: Wichtig ist vielmehr, Ihre eigenen Möglichkeiten zu überdenken und sich die Fragen zu beantworten:

    Durch welches zeitlich befristete Angebot könnte ich meine Kundschaft besonders erfreuen?

    Welches wäre hierzu meine bestgeeignete Zielgruppe?

    Unter welches Motto könnte ich eine Sonder-Aktion oder ein Event stellen?

    Welches wäre die größte Nutzen-Stiftung (Erlebnis, Vertrauen etc.), die ich meinem Kunden dadurch ermöglichen könnte?

    Sicherlich deckt ein Event in den seltensten Fällen die anfallenden Kosten. Entscheidend ist jedoch etwas anderes. Auch Ihr Unternehmen könnte anders oder deutlicher wahrgenommen werden als bisher. Denn Sie könnten durch ein Event vorübergehend zum Stadt- oder Ortsgespräch werden. UND Sie könnten für eine ganze Weile eine regelrechte „Automatisierung der Kundenbeziehungen“ herstellen, da nichts effektiver wirkt als Mund-zu-Mund-Propaganda.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    P. S. Ich freue mich, Daniel Otte auch in Zukunft als begeisterten und aktiven Autor und Kommentator auf Fleischer/Metzger-Blog begrüßen zu können.

    Das alljährliche Großereignis im niedersächsischen Raume Uslar: Das traditionelle Hoffest der Fleischerei Otte

    Juni 15, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

    sicherlich sind auch Ihnen die verschiedensten Methoden zur Kundenbindung vertraut wie z. B. Kundenkarten, Wettbewerbe, Goodwill-Aktionen, Image-Aktionen, Sponsoring und Events wie „Haus der offenen Tür“ o. ä. Und vielleicht haben sich auch bei Ihnen einige wenige Aktivitäten als ganz besonders wirkungsvoll erwiesen.

    Im Falle der Landfleischerei Otte in 37170 Uslar-Schönhagen im Solling hat sich die inzwischen vierte Ausgabe des Hoffestes am 5. Juli 2009 ab 10 Uhr mit „Open End“ gegen 19 bis 20Uhr zu einem überregional bedeutsamen Event gemausert. Laut Aussagen von Heinrich und Daniel Otte sollen „Großverpflegung“ und „Unterhaltung mit vielseitigen Rahmenprogramm“ auch dieses Jahr wieder viele tausend Besucher und auch etliche Berufskollegen locken.

    Nachstehend sehen Sie eins der auf das Ereignis hinweisenden Plakate:

    Otte plakat2009hoffest
    Das obige Plakat wurde mit freundlicher Erlaubnis der Fleischerei Otte von deren Website www.fleischerei-otte.de übernommen

    Fazit:
    Da das diesjährige Ereignis mit viel Werbepower, Website-Aktualisierung und auf das Ereignis aufmerksam machenden regionalen Zeitungsberichten avisiert wird, werde ich mir dieses Mal die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die freundliche Einladung der Landfleischerei anzunehmen. Denn: Ich bin überzeugt, dort neben aufschlussreichen Gesprächen und neuen Kontakten auch Bestätigungen für meine nachfolgende These zu erhalten:

    Zwar sind die meisten (Fleischerei-)Events dieser Art für den betreffenden Veranstalter zunächst allenfalls kostendeckend – die Nachhaltigkeit der entsprechenden Kundenbindung wird im Laufe der Folgewochen und –Monate jedoch für die Mühen und den Aufwand mehr als entschädigen.

    Ich bin sehr gespannt und grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Serien-Beitrag! Das Querdenk-Modell No. 3: Der Cospudener See bei Leipzig

    Mai 30, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
    da meine Tochter schon vor Jahren Leipzig als Domizil gewählt hat, konnte ich bei meinen alljährlichen Besuchen mit Freude die stetige Entwicklung der Stadt beobachten. Hierbei blieb mir natürlich auch die Rivalität zwischen Leipzig und Dresden nicht verborgen, die ähnlich groß zu sein scheint wie diejenige zwischen Düsseldorf und Köln. Während Dresden neben seinem einmaligen Stadtbild auch von der umliegenden Elblandschaft profitiert, hatte Leipzig neben seinem legendären Ruf als Handelsmetropole auch viele Jahre nach der Wende auf dem Freizeit-Sektor nur wenig zu bieten. Vielmehr wurden die umliegenden Regionen vielfach durch Braunkohlegruben und –Bagger dominiert.
    Nach Auslaufen der „Braunkohle-Ära“ stand deshalb die Entscheidung an, wie es mit der brach liegenden Industrielandschaft weiter gehen sollte. Man entschied sich, in den Freizeit-, Erholungs- und Erlebnissektor zu investieren. Hierzu wurden im Laufe der letzten Jahre mehrere ehemalige Braunkohlegruben geflutet, und die ersten Bagger wurden demontiert. So entstanden unmittelbar vor den Toren der Stadt mehrere Badeseen von zig Kilometern Länge und Breite. Zum Schmuckstück hat sich inzwischen der Cospudener See entwickelt, den ich als begeisterter Segler jetzt besonders schätzen gelernt habe, da er nicht nur zum Baden (mit aufgeschüttetem Sandstrand) sondern auch zum Segeln frei gegeben ist. Er ist rundum durch Wander- und Radfahrwege erschlossen, und es haben sich auch Gastronomie-Betriebe angesiedelt. An einem der Nachbarseen, dem Markkleeberger See stehen die ersten Ferienhäuser. Dort ist auch Deutschlands „einzigartige Attraktion für Wildwassersport“, der Kanupark Markkleeberg. Weitere Braunkohlegruben werden derzeit geflutet. Hier entsteht offenbar ein Gebiet mit Zukunft, das neben seiner Erholungsqualität auch Arbeitsplätze schafft.

    Fazit:
    Es gibt immer einen Weg. Kein (vermeintlicher) Nachteil ist groß genug, um nicht irgendwie oder irgendwann auch einmal zum Vorteil zu gereichen. Der Großraum Leipzig hat die (Industrie-)Brache genutzt, durch Flutung von Braunkohlegruben die Attraktivität und Lebensqualität der Stadt und der Region auf ein weit überregional beachtetes Niveau hochzuziehen. Retrospektiv betrachtet hat man wohl fast alles richtig gemacht.

    Entscheidend war jedoch, die Möglichkeiten, die eine (Industrie-)Brache bot, a) zu erkennen und b) auch zu nutzen.

    Vielleicht haben auch Sie in Ihrer Fleischerei/Metzgerei ungenutzte Kapazitäten, die durch einen einzigen entscheidenden Schwenk in der Denkrichtung zu einer neuen Verwendung geführt werden könnten. Vieles ist nur eine Frage des Vorstellungsvermögens. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist der entscheidende. Alles bis zum Schluss durchdenken oder gar planen zu wollen, ist vielfach nicht nötig. Auch am Cospudener See konnte man die Attraktivität und Eigen-Dynamik, die die Seenlandschaft entwickelte, bestenfalls erahnen.

    In diesem Sinne grüße ich Sie Herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Die Änderung der Konsumgewohnheiten: VAN HEES antizipiert den Wunschwandel mit der neuen Flüssigproduktion!

    Mai 19, 2009

    Die Änderung der Konsumgewohnheiten: Die VAN HEES GmbH antizipiert den Wunschwandel mit der neuen Flüssigproduktion!

    Walluf, 15. Mai 2009 Pünktlich um 10 Uhr liegt die Begrüßung der zur Informationsrunde geladenen Gäste in den bewährten Händen von Robert Becht (Leiter Marketing VAN HEES). Es herrscht gespannte Aufmerksamkeit, als er Jürgen Georg Hüniken bittet, bei Präsenz der geschäftsführenden Gesellschafterin Julia van Hees die Pressekonferenz zu eröffnen. Unterstützt durch ein Power-Point-System erläutert der Vorsitzende der Geschäftsführung die Strategie, die zu einer Investition in eine neue Flüssigproduktion geführt hat.

    van-hees-jurgen-georg-huniken Jürgen Georg Hüniken

    Foto: VAN HEES GmbH

    Man habe, so der Referent, aufgrund der VAN-HEES-typischen Art des Know-How-Transfers zwischen Hersteller und Zielgruppe schon frühzeitig einen

    Wandel der Konsumgewohnheiten

    festgestellt.

    Durch die besondere Art der Kundenpflege sei zwischen VAN HEES einerseits und den Hauptzielgruppen Fleischerhandwerk und Fleischwarenindustrie andererseits ein gegenseitiges Vertrauen entstanden. Denn die VAN HEES Außendienstler seien in erster Linie Berater und nicht Verkäufer. Und dieses Vertrauensverhältnis sei ein wesentlicher Faktor, frühzeitig Konsum-Tendenzen und –Trends des Endverbrauchers aufzuspüren.

    So sähe man derzeit im Bereich der Convenience-Produkte eine große Zukunft.

    Folgerichtig habe man sich im Hause VAN HEES die Frage gestellt, wie man auch für die Hauptzielgruppen Fleischerhandwerk und Fleischwarenindustrie noch „convenienter“ arbeiten und anbieten könne als bisher.

    Zwar habe man aus den Bereichen „Wässrige Produkte“, „Emulsionen“ sowie „Würzöle und Öl-Marinaden“ schon bisher Erzeugnisse hergestellt. Im bisherigen Produktionsgebäude hätten jedoch vor allem Trockenprodukte die Majorität. Auch um die Trockenprodukte weiter optimieren zu können, habe man entschieden, die Flüssigproduktion herauszunehmen und hierfür ein eigenes Werk zu errichten.

    Die Fünf-Millionen-Investition (Gebäude und Anlage mit je 50%) fiele derzeit zwar in eine konjunkturell schwierige Landschaft; man habe jedoch trotz der sich andeutenden Konjunkturdelle Ende letzten Jahres beschlossen, die Kapazität der Anlage auf derzeit 8.000 Tonnen pro Jahr aufzustocken, um den Flüssiganteil am Absatz signifikant zu erhöhen.

    Getreu der Philosophie des Firmengründers Kurt Van Hees „Man kann nur ausgeben, was man zuvor verdient hat“ sei auch diese Investition zu 100 Prozent aus Eigenmitteln finanziert.

    Mit der Anlage wolle man auch industriell wieder neue Maßstäbe setzen, um sich technologisch an die Spitze setzen.

    Eine Umsatz-Grafik visualisiert sodann die besondere Entwicklung des letzten Jahrzehnts. Extrapoliere man die Entwicklung seit dem Jahre 2000 bis ins Jahr 2010, sei eine Verdoppelung des Umsatzes innerhalb des laufenden Jahrzehnts realistisch. Den Flüssigen Marinaden werde dabei ein entscheidender Anteil zukommen

    Sorge bereite die jährlich um derzeit ca. 300 Betriebe schrumpfende Anzahl deutscher Fleischereien/Metzgereien. Zudem sieht Jürgen Georg Hüniken einen Trend „Weg von der Bedienware – hin zur SB-Ware“.

    In den ersten drei Monaten dieses Jahres hätten insbesondere einige inhabergeführte, handwerklich strukturierte Fleischereien/Metzgereien durchaus Einbußen gehabt, da viele Endverbraucher die Discounter favorisiert hätten. Allerdings ebbe diese Tendenz derzeit wieder ab.

    In Deutschland mache man zurzeit etwa zwei Drittel des Umsatzes mit dem Handwerk und ein Drittel mit der Industrie. Die Berater im Hause VAN HEES würden nach diesen Zielgruppen differenziert. Man achte darauf, Überschneidungen möglichst zu vermeiden, da jede Zielgruppe Ihre eigene Philosophie und Mentalität habe.

    Die stärksten Absatzmärkte nach Deutschland seien Frankreich, die Benelux-Länder und Russland.

    Soweit Jürgen Georg Hüniken

    Der zweite Referent des Tages ist Dr. Fred Siewek. Er ist seit neun Jahren Mitglied der fünfköpfigen Geschäftsführung, die sich außerdem aus den Gesellschafterinnen Brigitte, Ilonka und Julia van Hees sowie Jürgen Georg Hüniken (Vorsitzender) rekrutiert.

    Der Lebensmittelchemiker hat den Bau des Produktionsgebäudes von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Flüssigproduktion verantwortlich geleitet.

    005 Dr. Fred Siewek

    Foto: VAN HEES GmbH

    Mit berechtigtem Stolz auf das Erreichte erläutert er wie folgt:

    Die produzierten Flüssiglinien seien

    1. für wässrige Produkte  wie Lakezusätze und Kutterhilfsmittel
    2. für Emulsionen wie Saucen, Schlemmermarinaden und Mayonnaise
    3. für Würzöle, Öl-Marinaden

    Technologisch gesehen sehr anspruchsvoll sei die dritte Linie mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Farben. Für die letztere nähme man heutzutage bei allen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen den roten Farbstoff der Paprika, „weil der Verbraucher es so wolle“. Durch die neue Anlage könne man bei VAN HEES diesem Wunsch in einem größeren Ausmaß und variantenreicher entsprechen.

    Die Produktionskapazität von derzeit 8.000 Tonnen pro Jahr könne in der geplanten zweiten Ausbaustufe auf 16.000 Tonnen pro Jahr erhöht werden.

    Zu dem Topic „Produktsicherheit“ im Zusammenhang mit der so wichtigen „Chargen-Rückverfolgung bei Flüssigprodukten“ führt er aus:

    Ein Höchstmaß an Sicherheit sei insofern geleistet, als man bei VAN HEES unter „Reinraumbedingungen“ arbeite. Die ganze Produktion werde mit leichtem Überdruck gefahren. Folglich könnten von außen durch die Luft keine Mikro-Organismen in die Produktion gelangen. Zudem hätten ausschließlich die Mitarbeiter Zugang, die nur über eine Hygiene-Schleuse das Werk betreten und verlassen könnten. Die Chargen-Rückverfolgung bei Flüssigprodukten vollziehe sich analog zu der Trockenverarbeitung. Das Endprodukt sei daher vom Anbauer eines Rohstoffes bis zum Verbraucher zu verfolgen – schließlich sei das auch eine gesetzliche Vorgabe.

    Die Palette an Flüssigprodukten, die derzeit etwa 150 bis 170 Artikel wie Lakezusätze, Schinken-Spritzmittel, Emulsionen und Marinaden umschließe, würde sich durch die Kapazitäten der neuen Anlage in den nächsten Monaten und Jahren signifikant erhöhen.

    Das beträfe nicht nur den Absatz in Deutschland sondern auch in Exportländern des Unternehmens wie in Frankreich und den Benelux-Staaten, in denen VAN HEES mit eigenen Werken vertreten ist. Die Produktion fände ausschließlich in Walluf statt.

    Ganz besonderen Nachdruck legte der Referent auf die Feststellung, wie ungewöhnlich flexibel die Anlage in der Verwendbarkeit sei. Alle möglichen Produkte könnten ohne große Material-Verluste nach Produktwechseln hergestellt werden.  Die Prozessbehälter variierten zwischen 1.000 und 3.000 Liter und böten damit eine ideale Größe für die sehr unterschiedlichen Auftragsgrößen des Geschäfts. Zudem seien die Reinigungsverluste durch technische Maßnahmen gering.

    Die Erläuterungen werden durch einen Sieben-Minuten-Film ergänzt.

    Auch Fred Siewek sieht die Hauptabsatzgebiete der Flüssigproduktion im Fleischerhandwerk, in der Fleischwarenindustrie und in der Versorgung der eigenen europäischen Tochterfirmen, die „sich schon darauf freuten, mit wohlschmeckenden Marinaden aus Walluf versorgt zu werden“.

    Soweit Dr. Fred Siewek

    Als Fleischer/Metzgerblog-Moderator konnte ich sodann die Gelegenheit nutzen, um im persönlichen Gespräch mit beiden Referenten meine Vermutung bestätigt zu finden, eine wie große Wertschätzung die Beiträge verschiedener Autoren auf Fleischer/Metzger-Blog auch im Hause VAN HEES genießen.

    Es liegt sodann in den Händen von Caroline Scat (Geschäftsleitungs-Sekretariat VAN HEES), die Gäste in einem Bus zum Mittagessen in das Restaurant „Burg Crass“ in Eltville am Rhein zu begleiten. Dort werden wir köstlich bewirtet.

    Der Nachmittag steht im Zeichen der Eröffnungsfeier. Ich bekomme die Gelegenheit, die Damen Brigitte, Ilonka und Julia van Hees persönlich zu begrüßen. Jetzt feiert das Unternehmen mit Gästen, Freunden, Mitarbeitern und deren Familien, um gemeinsam mit leckeren Speisen und Getränken, sowie mit viel Musik und Unterhaltung ein paar schöne Stunden zu erleben.

    Da die Flüssigproduktion wie erwähnt unter „Reinraum-Bedingungen“ mit leichtem Überdruck gefahren wird, ist eine „Besichtigung“ der Betriebsstätte natürlich tabu.

    Es ist wiederum an Dr. Fred Siewek, das nun wesentlich größere Auditorium auf das Ereignis „Eröffnung der neu erbauten Flüssigproduktion“ einzustimmen.

    Vor der neuen Produktionshalle ist ein breites rotes Band gespannt. Hier soll symbolisch die Produktion freigegeben werden. Unter dem Beifall der Anwesenden gelingt es den Damen Brigitte, Ilonka und Julia van Hees sowie Jürgen Georg Hüniken, das rote Band durchzuschneiden. Die Produktion ist frei gegeben.

    Soweit die Pressekonferenz zur Eröffnung der neuen Flüssigproduktion

    Was bedeutet das nun für Sie als Fleischer/Metzgermeister:

    1)      Mit Investition in ein Fünf-Millionen-Objekt zur Flüssigproduktion setzt VAN HEES eindeutig Zeichen, wie man auch künftig dem „Wandel der Konsumgewohnheiten“ entsprechen möchte.

    2)      Eine derart weit tragende Unternehmer-Entscheidung eines bedeutenden Familienbetriebes könnte eine wertvolle Anregung für Sie sein, Ihre eigene Marktstellung auf dem Sektor Convenience-Produkte zu überprüfen.

    3)      Entsprechend dem bei VAN HEES gepflegten „bilateralen Know-How-Transfer“ sind sicherlich auch Ihre Vorschläge und Empfehlungen stets willkommen, um auch im Bereich der Flüssigprodukte weiterhin innovative Lösungen zu erarbeiten.

    4)      Gemäß Angabe VAN HEES wird sich die ohnehin schon umfangreiche Palette von derzeit 150 bis 170 Artikeln signifikant erhöhen.

    5)      Auch kleine und kleinste Chargen könnten günstig hergestellt werden, da die Anlage eine große Flexibilität aufweise und man deshalb die Erzeugnisse ohne große Materialverluste produzieren könne.

    6)      Die Abfüll-Linien umschlössen eine große Bandbreite, die in den niedrigen Bereichen mit Eimern ab 2,5 Liter Inhalt und Flaschen ab 1,0 Liter Inhalt auch den Wünschen kleinerer Abnehmer im Fleischerhandwerk entgegenkäme

    7)      Insbesondere die technologisch anspruchsvolle Linie, die Herstellung von Würzölen und Ölmarinaden, könnte künftig aufgrund der großen Anlageflexibilität zur Freude auch Ihrer Kundschaft noch variantenreicher realisiert werden.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)