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Erfolgsmodell “Fleischwurst-’Entenring’ für wohltätige Zwecke!” – Teil zwei: Eine kritische Bestandsaufnahme aus Fleischermeister-Sicht

Mai 6, 2008

Die besondere Form der Beteiligung unserer Fleischerei Haag an einem „Entenrennen für wohltätige Zwecke“ wurde auf Fleischer/Metzger-Blog am 18. April 08 vom Blog-Moderator vorgestellt. Wie dort erläutert wurde, hatten wir unserer Kundschaft ermöglicht, bei Kauf unseres besonderen „Fleischwurst-Entenrings“ über gratis ausgegebene Patenscheine eine Teilnahme-Berechtigung an einem „Entenrennen auf der Mosel“ zu erwerben. (Ausrichter: Nestwärme e. V. Deutschland mit Sitz in Trier). Dieses „Rennen“ hat jetzt am Sonntag, den 4. Mai statt gefunden. Nachstehend hierzu eine Bestands-Aufnahme:

Startort: Schweicher Fährturm, 54338 Schweich

Startzeit: Sonntag, 04. Mai, 12.00 Uhr

Starter: TV-Redakteur Alexander Houben

Teilnehmer-Enten: geschätzte Anzahl : ca. 8.000

Besucher/Zuschauer: geschätzte Anzahl: ca. 3.000 an der Strecke; zusätzlich war der Ortskern außergewöhnlich gut besucht.

Zielort: Rennstrecken-Länge von 300 Metern, vom Fährturmranleger bis zur Schweicher Brücke, großräumig von der Feuerwehr abgesperrt

Dauer des Rennens: ca 15 Minuten

Sieger:

Die Sieger-Ente ermöglichte ihrem Paten, einen Preis in Form einer Griechenlandreise entgegen zu nehmen.

Begeisterung des Publikums:

Ein Ereignis, das passend zum „Fest der Römischen Weinstraße“ Jung und Alt, Touristen gleichermaßen wie Einheimische zu begeistern wusste.

Fazit:

Aus unserer Sicht als Fleischerei ziehen wir folgenden Schluss:

Wir haben den „Fleischwurst-Entenring“ vier Wochen vom 01. bis zum 30. April 08 in unseren beiden Niederlassungen in Trier-Ruwer und Schweich vorgehalten.

Die in den Verkaufs-Theken vor den Fleischwurst-Ringen platzierten „Renn-Enten“ erregten kontinuierlich Aufmerksamkeit.

“Fleischwurst-’Entenringe’ und ‘Renn-Enten’ in unserer Theke”
Foto: Fleischerei Haag

In unseren Ladengeschäften erzielten wir dadurch eine ausgesprochen positive Stimmung, da wir mit dem Verkauf unserer Fleischwurst diese Aktion unterstützten, und der Kunde den Patenschein für die Enten bei uns kostenlos dazu bekam. Dadurch stieg das Interesse an diesem Produkt stark, das im April in beiden Ladengeschäften zum best verkauften Artikel wurde. Das Gewicht des Fleischwurst-Rings haben wir für die Aktion von 750g auf 1.000g erhöht. Den Patenschein gab es nur dann gratis, wenn ein kompletter „Entenring“ = 1 Kg in einem Stück erworben wurde.

Eine Gegenüberstellung der Absatzmengen (in Kg) mit den Vorjahreswerten brachte folgende Ergebnisse

Fleischwurst-Absatz April 2008 bzw. April 2007

Trier-Ruwer

April 2008: 261 Kg

April 2007: 150 Kg

Schweich

April 2008: 231 Kg

April 2007: 158 Kg

Das heißt: der Absatz an Fleischwurst steigerte sich in den Vergleichsmonaten in Trier-Ruwer um 74% und in Schweich um 46%.

Das Entenrennen ist seit Montag Stadt-Gespräch. Wir haben in unseren beiden Ladengeschäften weiterhin eine ausgesprochen heitere Atmosphäre. Obschon wir anfänglich dachten, die Zahl von zweihundert von uns erworbenen Patenscheinen sei recht hoch gegriffen, haben wir nicht einen einzigen Schein übrig behalten. Wir sind sicher, unsere Fleischwurst hat auch für die Zukunft an „Wertigkeit“ in der Sicht unserer Kundschaft weiter zugelegt, da sie weiterhin mit einem ganz besonderen regionalen Ereignis in Verbindung gebracht werden wird. Viele Kunden haben sich bei uns für die „wundervolle Anregung“, am Entenrennen teilzunehmen bedankt.

Besonderheit:

Wir nehmen seit Jahren erfolgreich an den „Markttagen“ in Schweich mit einem eigenen Marktstand teil. Die „Markttage“ finden drei Mal pro Jahr statt und umschließen i. d. R. neben einem verkaufsoffenen Sonntag auch den anschließenden Montag. Dieses Jahr profitierte während des „Mai-Markts“ insbesondere der Sonntag, (4. Mai) von der enormen Anziehungskraft des „Entenrennens“. Und auch der Montag war überdurchschnittlich gut besucht.

“Birgit Haag und Monika Reiter beim Aufbau unseres Marktstandes”
Foto: Fleischerei Haag

Nach meinen gesammelten Erfahrungen kann ich meinen Kolleginnen/Kollegen nur empfehlen, auch in ihrer Region sich in ein geeignetes Event mit einer „Wurst-Sonderkreation“ einzubringen. Für uns ist es jedenfalls keine Frage, auch im nächsten Jahr im Falle einer Neuauflage des Entenrennens wieder mit dabei zu sein.

Ich grüße Sie herzlich von der Mosel

Stellv. Obermeister Marco Haag

Links:
Erfolgsmodell “Fleischwurst-’Entenring’ für wohltätige Zwecke”! – Teil eins

“Volksfreundtv”-Video auf clipfish.de

Die 24-Stunden-Fleischerei

Februar 3, 2008

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Überschrift ist etwas provokant, ich wollte nur mal fragen, wie Sie sich Zeit für Ihre Erholung und zum Ausspannen verschaffen?!

Denn seit geraumer Zeit fällt mir auf, dass wir kaum einen Sonntag mehr ohne PTS-Auftrag haben. Die Organisation und die Verwaltungsarbeit im Betrieb wächst auch ständig. In den letzten Jahren kamen immer wieder neue Geschäftsfelder hinzu, wie z. B. unser Mittagstisch, Großhandel für Wiederverkäufer, Hotels und Gaststätten sowie Mietherstellung von Wurstwaren für Jäger und Landwirte. Unser neustes Geschäftsfeld ist der Mittagstisch, der mit dem Wurst-Taxi ausgeliefert wird.

Wir lieben unseren Beruf sehr, sonst würden wir dies nicht alles tun; nun kommt aber der Punkt, wo man aber auch mal eine Auszeit braucht, um wieder neue Kraft zu sammeln. Wir denken, wir müssen unsere Mitarbeiter so weit qualifizieren und weiterbilden, dass sie uns in wichtigen Funktionen ersetzen können. Welche Erfahrungen haben Sie in diesen Bereichen? Ich bin sehr gespannt, wie es hier meinen Kollegen ergeht, oder welche Maßnahmen Sie ergreifen, um sich etwas Freizeit zu verschaffen.

Viele kollegiale Grüsse

Birgit und Marco Haag

Küchenfeen funktionieren Wursttaxi um !

Januar 18, 2008

Unsere Küchenfeen Valentina und Vera hatten vor sechs Wochen eine tolle Idee. Sie dachten, unser Mittagstisch könnte ja auch mit unserem neuen Wursttaxi ausgeliefert werden. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt. Vor einer Woche erschien die erste Werbung für unseren neuen Service. Eine Woche später haben wir schon im Durchschnitt 14 Essen pro Tag in Richtung Schweich ausgeliefert.

Ich denke, wenn die nächsten Werbeaktionen unsere Kunden auf diesen Service aufmerksam gemacht haben, ist die Anzahl der Essen noch ausbaufähig. Ich möchte mich auch auf diese Weise bei den zwei Küchenfeen bedanken, die diese Idee hatten. Dies zeigt mir, dass unsere Mitarbeiter eine Vielzahl an Ideen haben.

Eine Frage an alle Kollegen wäre:

wie nutzen Sie die Ideen Ihrer Mitarbeiter

wie belohnen Sie diese,

machen Sie regelmäßig Workshops,

trauen sich Ihre Mitarbeiter, ihre Ideen zu äußern, auch wenn diese am Anfang noch so verrückt klingen mögen?

Viele Grüsse

Marco Haag