Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
neben Neuheiten in Schauvitrinen und dem Thekendisplay mit besonderen Spezialitäten ist eine Frontcooking-Station ein besonderer Anziehungspunkt für die Besucher des VAN HEES-Standes in Halle 8 auf der SÜFFA 09 in Stuttgart.

„Impressionen vom VAN HEES-Messestand in Halle 8 B 21 auf der Stuttgarter SÜFFA“
Foto: VAN HEES GmbH
Das offene helle Standkonzept mit übergroßen Bildmotiven bietet viel Platz für Informationen und ausgiebige Fachgespräche. Wie das Foto zeigt, wird das Angebot an innovativen Neuentwicklungen des Wallufer Gewürzunternehmens während der Messelaufzeit interessiert aufgenommen. Bereits früh am Morgen des Eröffnungstages (Sonntag, 18. Oktober 2009) jedoch macht sich das Unternehmen selber Konkurrenz.
Denn es soll der „Sonderpreis für innovative Nachwuchsförderung“ aus den Händen von Staatssekretär Drautz und Landesinnungsmeister Matthes in der Halle 6 entgegengenommen werden.
Und deshalb haben sich schon frühzeitig am Sonntagmorgen um 9 Uhr die ersten Gäste im Forum der Halle 6 eingefunden, um dort auch ganz sicher einen Platz zu ergattern. Sie alle wollen genau wie ich dabei sein, wenn die diesjährigen Preisträger des SÜFFA-Innovationspreises vorgestellt wurden. Der Preis steht für „innovative, zukunftsweisende Produkt- und Arbeitslösungen“ und wird vom Landesinnungsverband Baden-Württemberg des Fleischerhandwerks ausgeschrieben. Er wird anlässlich der Stuttgarter SÜFFA 2009 erst zum zweiten Mal verliehen. Gemäß Information der SÜFFA-Pressesprecherin hatten sich dieses Jahr insgesamt 15 Betriebe in den drei Kategorien Technik, Produkte und Marketing mit 18 Ideen beworben.
Sonderpreise
Zudem werden in diesem Jahr Sonderpreise durch die Jury vergeben, deren einer, nämlich der „Sonderpreis für innovative Nachwuchsförderung“ an die VAN HEES GmbH geht Das Wallufer Gewürzunternehmen soll für sein Seminar-Konzept „Lust auf Erfolg – das Auge isst mit“, das später zur DSDFD-Show „Deutschland sucht den Food-Designer“ erweitert wurde, ausgezeichnet werden.
Der Bedeutung der Veranstaltung entsprechend wird das Auditorium offensichtlich hochkarätig besetzt sein. Mein erster Blick auf die reservierten Plätze erkennt dort u. a. die Namen Dr. Reinhard von Stoutz, Kurt Matthes, Heinz-Werner Süß und Manfred Rycken.
Die Begrüßung der Gäste und Würdigung der Preisträger liegt in den bewährten Händen von Staatssekretär Richard Drautz. Und es ist sodann Dr. Reinhard von Stoutz vom DFV vorbehalten, den Begriff Innovation eingängig zu erläutern. Er sieht in einer Innovation einerseits einen „Rückkopplungsprozess, der Anregungen in Neuerungen umsetzt, die nachhaltig Veränderungen nach sich ziehen.“ – Eine Innovation, so fährt er fort, sei andererseits aber erst dann gegeben, wenn eine Neuerung auch wirtschaftlich erfolgreich sei.
Um zehn Uhr ist es dann soweit: VAN HEES Marketing-Leiter Robert Becht kann den diesjährigen „SÜFFA-Sonderpreis für innovative Nachwuchsförderung“ entgegen nehmen. Er wird an VAN HEES verliehen für das von Fleischer-Innungen unterstützte Seminar-Konzept „Lust auf Erfolg“, das in vielen Veranstaltungen bundesweit junge Menschen als Nachwuchs für Berufe im Fleischerhandwerk begeistern konnte.
Am Nachmittag bekommen die Messebesucher Gelegenheit, unter dem Motto „Deutschland sucht den Food-Designer“ am selbem Standort eine Kurzfassung einer solchen Veranstaltung live zu erleben. Hierzu hatten auch an diesem Tag 160 Auszubildende in einem separaten Raum der Halle die Gelegenheit genutzt, unter der fachmännischen Leitung von VAN-HEES-Convenience-Produktmanager Sven Tholius und seiner Frau Neslihan Tholius Näheres über das Berufsbild des Fleischers zu erfahren und zudem ihre Kreativität bei der Herstellung und Präsentation von Convenience-Produkten gemäß prüfungsrelevanter Aufgaben voll zu entfalten.
Obschon ich auch hier wieder überpünktlich bin, habe ich Schwierigkeiten, überhaupt einen Sitzplatz im Forum zu bekommen; denn der Andrang ist unglaublich. Denn jetzt ist das Forum auch Anlaufstelle für Jugendliche, die die Zielgruppe der Show sind.
Nach einleitenden Worten von DFV-Präsidiumsmitglied Heinz-Werner Süß gelingt es VAN-HEES-Convenience-Produkmanager Sven Tholius und seiner Frau Neslihan, auch die Jugendlichen innerhalb weniger Minuten in ihren Bann zu ziehen.

„Sven Tholius in voller Konzentration!“
© BILDNACHWEIS: MESSE STUTTGART SÜFFA 2009
Ein Film über die Veranstaltung in Rothenburg wird gezeigt, der vermitteln soll, „welche Begeisterung man bisher auslösen konnte“.
Die eigentliche Show beginnt mit einem anschaulichen Vergleich zwischen den Berufen Fleischer und Koch; Sven Tholius demonstriert hierzu exemplarisch einige der vielfältigen Möglichkeiten, die insbesondere ein Fleischer habe, seine Kreativität umzusetzen. Hierbei wird er kompetent von Neslihan Tholius unterstützt.
Unter der Aufforderung „Jetzt wird Atmosphäre geschaffen“ gelingt es sodann den Azubis, die Bühne innerhalb kürzester Zeit komplett zu verändern. Jetzt beginnt das auf die Großleinwand übertragene Show-Kochen; es gilt, Begeisterung zu wecken. Die akustische Beschallung in Disco-Lautstärke gibt der Show zusätzliche Impulse. Derartiges muss man wirklich einmal live erlebt haben, um die besondere Faszination zu spüren, die von einer solchen Veranstaltung ausgeht.
Ein Fleischer-Ehepaar und zwei Jugendliche können als Test-Esser gewonnen werden.

„Sven Tholius serviert!“
© Bildnachweis: MESSE STUTTGART SÜFFA 2009
Ein Wettbewerb zweier Gruppen Jugendlicher im „Schnitzel-Machen“ hebt die Stimmung.
Ein Clip mit dem Titel „Eine Reise in die Vergangenheit“ demonstriert sodann unter der fachkundigen Erläuterung des Sven Tholius, wie sich Optik, Produkte und Warenpräsentation im Fleischergeschäft im Laufe der Zeit verändert haben. Es wird veranschaulicht, wie sich der Convenience-Trend manifestiert. „Die Spezialitäten“, so Sven Tholius, „hätten sich verändert, weil sich der Mensch verändert habe“.
Dann servieren Azubis, von Musik und aktuellen Filmclips begleitet, ihre Fingerfood-Produkte, die von Hostessen an das Auditorium gereicht werden. Das schafft Atmosphäre, denn jetzt ist plötzlich ein Jeder „Testesser“.
Den Abschluss der Show bildet ein Catwalk der von Neslihan Tholius gestylten Azubis, die voller Stolz und unter Applaus der Besucher die Bühne verlassen.
Abschließend lüftet Jürgen Georg Hüniken, der Vorsitzende in der Geschäftsführung der VAN HEES GmbH ein Geheimnis: Er sei ursprünglich ein wenig skeptisch gewesen, als ihm die Idee der Show erstmals vorgetragen worden sei. Er sei sogar anfänglich dagegen gewesen. Sven Tholius jedoch habe mit einem gewissen „zivilen Ungehorsam“ letztlich auch ihn überzeugt.
Fazit:
Hier ist es VAN HEES in vorbildlicher Weise gelungen, die Möglichkeiten der SÜFFA zu nutzen, gleichermaßen Fachpublikum und Jugendliche zu begeistern.
Auch auf der SÜFFA konnte VAN HEES wiederum wertvolle Akzente setzen, das Berufsbild des Fleischers ins rechte Licht zu rücken.
Die Jugend konnte erkennen, wie interessant und vielseitig der Beruf des Fleischers ist. In dem Zusammenhang betonte Jürgen Georg Hüniken anlässlich eines Gesprächs mir gegenüber, wie wichtig es sei, dem Kunden Neues zu zeigen. Hierzu sei die Kreativität des Einzelnen gefordert. Bei den Azubis müsse man dabei ganz bewusst über anfängliche geschmackliche „Irrungen“ hinwegsehen. Entscheidend sei vielmehr, bei den Auszubildenden die Bereitschaft und den Willen zu fördern, kreativ zu sein.
Für ein Fleischer-Fachgeschäft ist ein weiterer Aspekt entscheidend.
VAN HEES gelingt es hier offenbar mit seinen Open-Air-Veranstaltungen, die Wahrnehmung einer Fleischerei/Metzgerei beim Endverbraucher Stück für Stück zu verbessern.
VAN HEES denkt hier ganz offensichtlich über seine unmittelbar vorgelagerte Zielgruppe, die Fleischer/Metzger hinaus und kümmert sich um das Erscheinungsbild des Fleischers/Metzgers beim Endverbraucher. Die entsprechenden Show-Aktivitäten kommen folglich nach und nach der gesamten Branche zu gute, indem sie dazu beitragen,
das generelle Image der Fleischerei (und folglich auch der Ihrigen) zu erhöhen
und sich gegenüber Supermärkten und Discountern abzugrenzen.
Das Besondere daran ist:
VAN HEES hat aufgrund seiner Weitsichtigkeit und Kapitalkraft die Möglichkeit und die Bereitschaft, hier Dinge anzustoßen und umzusetzen, die sie als Einzelner sicherlich schon des Öfteren angedacht haben, aber mangels Zeit und Möglichkeiten nicht verwirklichen konnten.
Vielleicht könnten auch Sie die obigen Anregungen nutzen, sich immer wieder zu fragen: Welche der vielen Möglichkeiten, die ich sowohl als kreativer Handwerker wie auch als Dienstleister habe, könnte ich als nächste zielgruppenkonform nutzen?
In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)