Archiv für August 2009

Beitrag No. 2 der Serie: Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL – Heute: Struktur und Philosophie der Fleischerei Wolfgang Müller in Paderborn

August 31, 2009

Zu meiner großen Freude zeigt sich auch Wolfgang Müller, Inhaber der Fleischerei Wolfgang Müller, Seskerbruch 9 in 33100 Paderborn meiner Bitte gegenüber aufgeschlossen, mir im Interesse seiner verehrten Kundschaft für die neue Fleischer/Metzgerblog-Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ einen Einblick in seine Unternehmens-Kultur und Verkaufs-Philosophie zu gewähren.

Einen heißeren Tag (37° C) hätte ich mir für die Unterhaltung in diesem Jahr allerdings wohl kaum aussuchen können.

Mit gespannter Erwartung fahre ich zum vereinbarten Standort, nämlich zur Produktion Seskerbruch 9. Von dort aus steuert Wolfgang Müller zusammen mit seinem Sohn 22 Jahre alten Sohn Sebastian (der bereits mit 21 Jahren Fleischermeister ist) die zentrale Produktion für die Belieferung seiner insgesamt vier Paderborner Verkaufs-Filialen.

Schon bei den ersten einleitenden Sätzen wird mir klar:

Hier steht nicht nur ein qualifizierter Fleischermeister mit großer emotionaler Verbundenheit zum Fleischerhandwerk vor mir, sondern auch ein Geschäftsmann mit einem kunden-orientierten Konzept und einem feinen Gespür für den Markt.

Die Produktion

Wolfgang Müller nutzt die Vorzüge seiner ostwestfälisch-lippischen Heimat, seine Schweine und Bullen in unmittelbarer, regionaler Nachbarschaft einkaufen zu können. Er kenne, so führt er aus, seine Bauern persönlich und arbeite zurzeit vorwiegend mit zwei Lieferanten. Von dem einen Landwirt erhalte er die Schweine und von dem anderen die Bullen. Durch Kenntnis der jeweiligen Fütterungsmethoden könne er eine solide und von ihm vor Ort überprüfbare Qualitäts-Konstanz erwarten und es sei zudem ein Herkunftsnachweis dem Kunden gegenüber möglich.  Das schaffe Vertrauen.

Die Filialen

Die Fleischerei Müller ist in vielerlei Hinsicht unverwechselbar. Bemerkenswert ist hier zum einen die Anzahl von insgesamt vier Paderborner Filialen. Zum anderen ist die unterschiedliche Struktur dieser Niederlassungen von Bedeutung. Denn

Die beiden Filialen in der Paderborner Kernstadt

Im Schildern 12  – geleitet von Ehefrau Cornelia Müller
sowie Ingolstädter Weg 13

entsprechen jeweils der Vorstellung vom klassischen Ladengeschäft mit Bedientheke.

Im Unterschied dazu liegen die beiden anderen Filialen außerhalb der Kernstadt jeweils in einem der Supermärkte der Rewe-Gruppe in der

Driburger Straße 44
bzw. Elsener Straße 18

Was auf den ersten Blick hier ein wenig überraschend erscheint, entspricht jedoch  einem offenbar sorgfältig durchdachten und stimmigen Konzept. Denn der Fleischermeister erläutert seine diesbezügliche Strategie wie folgt:

Die kunden-orientierte Geschäfts-Philosophie

Während seine Kundschaft im Falle seiner beiden Ladengeschäfte Im Schildern 12 sowie Ingolstädter Weg 13 von der exzellenten fußläufigen Erreichbarkeit Nutzen ziehe, könne seine Kundschaft außerhalb der Kernstadt von der Erreichbarkeit per Auto und dem hervorragenden Parkplatz-Angebot der Supermarkt-Filialen profitieren.

Da man im Hause Müller konsequent auf Service setze, gäbe es in allen vier Filialen ausschließlich Verkauf mit Bedientheke.

Und dann erläutert der Fleischermeister seine Entscheidung, neben den zwei „klassischen“ Ladengeschäften auch zwei eigene Fleischtheken in Rewe-Märkten zu betreiben wie folgt:

Er sei überzeugt, rechtzeitig die Strategie im Hause Rewe erkannt zu haben, im Unterschied zu vielen anderen Supermarkt-Ketten die Fleischtheken durch Filialen selbständiger Fleischereien betreiben zu lassen. So habe er auf entsprechende Angebote der Kette positiv reagiert, da man sich auf nachstehende Konditionen einigen konnte:

Bei Fleischerei Müller gibt es ausschließlich Verkauf mit Bedienung – und folglich keinerlei SB-Ware
Das Fachgeschäft Fleischerei Müller wird als solches deutlich gekennzeichnet
Das Verkaufs-Team der Fleischerei trägt typische, unverwechselbare weiß-blaue Kleidung,
Fleischerei Müller verpackt in eigenen Tüten mit eigenem Logo
Fleischerei Müller bestimmt exklusiv über ihr Sortiment und ihre Preise

Wolfgang Müller sieht in diesem Shop-in-Shop-System der Supermarkt-Kette ein sinnvolles und tragfähiges Konzept. Denn zum einen könne er so auch in nicht zentral gelegenen Standorten von der Attraktivität und Kunden-Frequenz eines gut beleumundeten Supermarkts profitieren. Zum anderen könne er dabei insbesondere solchen Kunden besonderen Nutzen stiften, die u. a. auf folgende Angebots-Merkmale Wert legen:

regional-typische Produkte aus OWL
fleischerei-typische Frische
und
kompetenter, freundlicher Service

Durch die besondere Lage der vier Filialen – hier Fußläufigkeit in 1A-Lage und dort Attraktivität durch Supermarkt-Niederlassungen – könne man sich voll auf das Tagesgeschäft konzentrieren.

Die Wahrnehmung durch die Kundschaft

Hierzu erläutert der Fleischermeister wie folgt:

  • Durch das Grundprinzip, nur Filialen mit Bedienung zu betreiben, habe er an allen Standorten einen ausgesprochen hohen Prozentsatz an Stammkunden.
  • Fleischerei Müller sei bekannt für herausragende Service-Leistungen. Folge: Wenn ein Kunde eine besondere Beratung brauche, käme er zu ihr. So habe jüngst eine Dame acht Rouladen bestellt, die möglichst alle gleich groß sein sollten. Es sei ihm eine Freude gewesen, auch einen solchen Wunsch zufrieden stellend zu erfüllen.Im Übrigen würde er in seiner Überzeugung, mit besonderem SERVICE am Kunden auf dem richtigen Wege zu sein immer wieder durch entsprechendes Kunden-Feeedback bestärkt. Ohnehin könne man die Bedeutung, die in Deutschland inzwischen generell dem Thema Service beigemessen würde, auch Branchen übergreifend feststellen. So habe eine große Tankstellen-Kette sogar den „Tankwart wieder eingeführt“.
  • Bei der Erfüllung der Wünsche der Convenience-Liebhaber konzentriere man sich erfolgreich auf den Mittagstisch. Man habe eine Gaststätten-Lizenz für alle vier Filialen. Mittags-Menüs in Menüschalen für Außer-Haus-Verzehr würden in allen Filialen gleichermaßen gut angenommen. Der Kunde habe die Wahl zwischen täglich wechselnden Angeboten – jeweils zwischen Eintopf und Menü. Viele Kunden machten auch gern von der Möglichkeit Gebrauch, sich ihr Menü selber zusammenzustellen.
  • Die mit Abstand bedeutendste Teil-Zielgruppe sei jedoch die Gruppe der Liebhaber regional-typischer Spezialitäten, die man primär mit Hausmacher Angeboten bediene. Hierbei habe es sich in seinen Filialen bewährt, Spezialitäten der ostwestfälisch-lippischen Region anzubieten. Das Geschmacksempfinden sei in Deutschland in den einzelnen Bundesländern nun einmal unterschiedlich, was man als Fleischermeister in seinen Überlegungen beachten solle. Ein Fleisch- oder Leberkäse habe in südlichen Regionen der Republik nun einmal eine andere Wertschätzung als nördlich des Mains. Abgesehen von besonderen saisonalen Events konzentriere man sich deshalb auf Spezialitäten der eigenen Region. So seien diese regional-typischen Spezialitäten insbesondere auch im Winterhalbjahr stark nachgefragt.Der Kohlwurst und des Wurstebreis wegen kämen die Kunden dann sogar aus einem Umkreis von bis zu 40 Kilometern aus Bielefeld und Wünnenberg. Ähnliches gälte für Leberwurst, Blutwurst und Sülze. Auch die Salami sei hausgemacht. Hier habe man inzwischen sieben verschiedene Varianten, die sich zur Freude der auf Abwechslung bedachten Genießer unter den Kunden deutlich wahrnehmbar voneinander unterschieden.Zudem habe sich ein begrenzter Zukauf solcher Spezialitäten der Region bewährt, die „jeder kennt“.Stark nachgefragt würde alljährlich ab „Mantelsonntag“ (dieses Jahr am 15. November) bis Weihnachten auch die außer-regionale Schlesische Weißwurst.
  • Alle zwei bis drei Jahre veranstalte man einen besonderen Event in Form eines Hoffestes. Darüber hinaus habe man kürzlich die begeisterte Kundschaft mit einem „Show-Kochen“ in der Filiale Im Schildern 12 erfreut.
    Auch sei Fleischerei Müller traditionell auf dem Paderborner Frühlingsfest vertreten.
    Des Weiteren partizipiere man am traditionsreichen Paderborner Libori
    Alljährlich freue sich die Kundschaft auf den Paderborner Weihnachtsmarkt in der Paderborner Kernstadt. Hier profitiere man von der 1A-Lage des Ladengeschäftes Im Schildern 12.
  • Neben dem hochgeschätzten Endverbraucher bediene man auch ebenso gern den Kollegen-Betrieb mit handwerklicher Spitzenqualität. Hier seien insbesondere solche Qualitätsprodukte bei ihm nachgefragt, die manch ein Fleischermeister aufgrund zu kleiner Abverkaufsmengen selber nicht kostengünstig herstellen könne.
  • Die Erfolgsgründe der Fleischerei Müller sind offensichtlich vielfältig.

    Zum einen profitieren Sie als Kundin oder Kunde von der zentralen Lage oder guten Erreichbarkeit sämtlicher vier Verkaufs-Standorte.

    Des Weiteren hat die Fleischerei Müller offenbar ein deutlich wahrnehmbares Profil, das durch

    Qualität
    Auswahl
    Frische

    regional-typische Spezialitäten
    Kompetenz
    und
    Service

    umschrieben werden könnte.

    Gefragt nach dem Haupt- oder KERN-Nutzen, den die Fleischerei Müller ihrer Kundschaft stifte, braucht Wolfgang Müller nicht lange zu überlegen. Sein Alleinstellungsmerkmal sei der ganz besondere SERVICE, den er dem Kunden biete. So sei eine große Vielzahl der Beschäftigten bei der Fleischerei Müller auch ausgebildet worden und habe den Nachdruck, der dort auf SERVICE am Kunden gelegt wird, von Anfang an vermittelt bekommen. Man pflege mit dem Kunden ein hohes, respektvolles Kommunikations-Niveau, das zur nachhaltigen Kundenbindung und zum Erzielen Kauf entscheidender Emotionen beitrüge.

    Die derzeitige Betriebsgröße von vier Filialen ließe sich zudem gut überschauen. Für die Zukunft gälte es deshalb, nicht unbedingt zu wachsen, sondern das Niveau zu optimieren.

    Ein ganz entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens ist jedoch die außergewöhnliche Kommunikationsbereitschaft des Inhabers. So gelingt es Wolfgang Müller immer wieder problemlos, Aufmerksamkeit bei den Medien zu erzielen. So habe er zum Beispiel jüngst den persönlichen Einkauf des Erz-Bischofs in seiner Fleischerei in die regionale Presse lancieren können.

    Darüber hinaus gilt Wolfgang Müller als ausgesprochen gesellig. Er ist im Paderborner Schützenverein aktiv, was ihm die Aufmerksamkeit und Wertschätzung von 4.000 Mitgliedern sichert. Auf dortigen Versammlungen würde er immer wieder aufs Neue „angesprochen“, auch wenn es um die Ausrichtung von privaten Feiern der Mitglieder geht.

    Im Übrigen freue auch er sich, hier auf Fleischer/Metzger-Blog als einer der Ersten eine Würdigung erfahren zu haben. Denn auch Wolfgang Müller ist von dem besonderen Nutzen der Fleischer/Metzgerblog-Serie „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ für den fleischerei-typischen „qualitäts- und preisbewussten Verbraucher“ überzeugt. Und das umso mehr, je mehr qualifizierte und kommunikative Fleischereien der Region hier vorgestellt werden.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Link zu Beitrag No. 1 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei A. und B. Goldbecker, Borgholzhausen)
    Link zu Beitrag No. 3 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei Rau, Gütersloh-Isselhorst)
    Link zu Beitrag No. 4 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei E. Grämmel, Detmold)

    Herbst-Saison

    August 28, 2009

    Die Grillsaison hat ihren Zenith überschritten. Und auch in den südlichen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern rückt das Ferienende näher. Bundesweit freuen sich Daheimgebliebene und heimkehrende Urlauber auf die saisonalen Gaben, mit denen der Herbst uns verwöhnt. Für Sie als Fleischer/Metzgermeister bietet sich hier die besondere Gelegenheit, den fleischerei-typischen „qualitäts- und preisbewussten Verbraucher“ besonders zu erfreuen und das Profil Ihrer Fleischerei/Metzgerei zu stärken.

    Bestens geeignete Aufhänger hierzu sind saisonale Bräuche und Feste, die Sie in Ihre Aktivitäten einbinden könnten. Sicherlich haben auch Sie längst entsprechende Planungen vorbereitet und freuen sich auf deren Umsetzung. Vielleicht checken Sie einfach mal, welche Anregungen Sie bereits in Ihrer herbstlichen Vierteljahres-Planung aufgenommen haben.

    Dieses Jahr gibt es ein besonderes Hochzeitsdatum, das von vielen Paaren favorisiert wird.
    Es ist der 09. 09. 09.
    Ferner könnten Sie den Erstverkaufstag vom „Beaujolais Primeur“ nutzen.
    Des Weiteren könnten Sie sich an kulinarische Festtage Ihrer Region „anhängen“, wie sie zum Beispiel in Augsburg in Form der „Augsburger Kulinaria & Vinum“-Messe bzw. ihrem Dresdner (Frühjahrs-)Pendant der „Dresdner Kulinaria & Vinum“-Messe gewürdigt werden.

    Das Weinfest Ihrer Region könnte entsprechende Beachtung finden.
    Das Oktoberfest ist schon lange nicht mehr nur auf Bayern konzentriert.
    Das Erntedankfest schafft Emotionen.

    Die Walpurgisnacht ist nicht nur im Harz ein Motiv für Umtriebigkeit.
    Auch Halloween, richtig in Szene gesetzt, erhöht für einen begrenzten Zeitraum die Wertigkeit Ihrer Erzeugnisse.
    Die Jagdsaison inspiriert zu besonderen Genüssen.

    Vielleicht fällt gar ein diesjähriger Jubiläumsverkauf Ihrer Fleischerei in die Herbstsaison.
    Der Mantelsonntag könnte Sie zu einem befristeten Sonder-Angebot inspirieren.
    Und vielleicht haben Sie ja ohnehin seit Jahren Ihr ganz spezifisches kleines Fest, dem Ihre Kundschaft schon seit längerem wieder entgegenfiebert.

    Überlassen Sie die Möglichkeiten, die sich Ihnen im Herbst bieten, nicht allein den Supermärkten!

    Weitere Empfehlungen von Fleischermeistern für Fleischermeister sowie auch von Ihnen, dem hochgeschätzten Endverbraucher sind unter Kommentare unterhalb dieses Beitrags willkommen.

    In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Aktive Vereinsmitgliedschaft und Reichweite Ihres Unternehmens

    August 24, 2009

    Ohne jede Frage liegen die geschäftlichen und privaten Interessen oder Vorlieben eines Menschen oftmals weit auseinander. Und so ist es auch längst nicht Jedermanns Sache, Mitglied in einem Verein zu sein, obschon man insbesondere uns Deutschen gerne diesbezüglich eine gewisse Neigung nachsagt.

    Fakt ist jedoch: Es ist auf kaum einer gesellschaftlichen Ebene so einfach, ungezwungen privaten wie geschäftlichen Kontakt aufzunehmen wie in einem (Sport-)Verein. Sofern in einem solchen Verein zusätzlich auch noch die Traditionspflege, Brauchtum und eine gewisse Bereitschaft zur Pflege der ungezwungenen Geselligkeit eine Rolle spielen (wie beispielsweise in Schützenvereinen oder Faschingsvereinen), dann ist hier eine gute Basis vorhanden, die Reichweite Ihres Unternehmens zu erhöhen. –

    Sicherlich wird Ihre Fleischerei/Metzgerei durchaus einen gewissen Bekanntheitsgrad in Ihrer Region haben; – es ist jedoch ein Unterschied, ob man Ihren Betrieb nur kennt oder ab man ihn auch tatsächlich aufsucht. Insbesondere in inhaber-geführten Betrieben wie einer handwerklichen Fleischerei jedoch entscheidet vielfach auch der persönliche Bekanntheitsgrad des Inhabers über die Reichweite und die Besuchsintensität und –Frequenz des Betriebes. Denn insbesondere im persönlichen Gespräch können Sie die Vorteile eines Einkaufs in Ihrem Unternehmen deutlich machen. Es ist deshalb sicherlich auch kein Zufall, wenn insbesondere auch viele Ärzte, Notare und Steuerberater die Vereinsmitgliedschaft und das Vereinsleben nicht nur aus privaten Gründen schätzen. Für einen Fleischermeister ergibt sich hierbei gar ein doppelter Effekt: Zum einen könnten Sie sich und Ihren Betrieb aktiv in die Ausrichtung von Feierlichkeiten des jeweiligen Vereins einbringen – zum anderen ergibt sich insofern ein viraler Effekt, als Vereinsmitglieder auch bei deren eigenen privaten oder beruflichen Feiern mit umso größerer Selbstverständlichkeit auf Sie zukommen – und gegebenenfalls an ihre Gäste gern weiterempfehlen.

    Mir sind in der Region OWL (Ostwestfalen/Lippe) gleich mehrere Fleischermeister persönlich bekannt, die sich beispielsweise um die Acquirierung von Party-Service-Aufträgen kaum zu bemühen brauchen, da die Interessenten gerne auf den bekannten und kollegialen „Schützen-Oberst“ zukommen.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Beitrag No. 1 der Serie: Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL – Heute: Ein Besuch bei der Landfleischerei Goldbecker in Borgholzhausen

    August 20, 2009

    Dieser Beitrag könnte für Fleischerei-Kunden und Fleischermeister gleichermaßen aufschlussreich sein. Denn:

    In der Landfleischerei Goldbecker, Im Uphof 9  im ostwestfälischen Borgholzhausen ist so manches anders als üblich oder gar außergewöhnlich.

    Meine erste Überraschung erlebte ich nämlich bereits am Telefon, als ich Bernd Goldbecker meine Idee vorstellen wollte, hier auf Fleischer/Metzger-Blog die Serie mit dem Titel „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ aufzulegen.

    Während ich bei meinen ersten zwei diesbezüglichen Kontakten mit anderen Fleischereien zunächst nur auf „gesunde Skepsis“ oder bestenfalls auf „verhaltene Freude“  gestoßen war, lud mich Bernd Goldbecker schon nach meinen ersten Sätzen ein, ihn doch einfach zu besuchen. Die geplante Aktion schien ihn offenbar zu interessieren.

    Die Produktion

    Vereinbart wurde ein Dienstag-Nachmittag mit Treffpunkt in der Produktion (Produktion und Ladengeschäft liegen ca. sechs Kilometer voneinander entfernt). Für die Unterhaltung erklärte sich der Fleischermeister bereit, mir eine Stunde zur Verfügung zu stellen. – Um es vorweg zu nehmen: Es wurden dreieinhalb Stunden.

    RIMG0172 ‘Fleischermeister Bernd Goldbecker’

    (zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken)

    Foto freigegeben durch: Landfleischerei A. und B. Goldbecker GbR

    Unverkennbarer Stolz schwang in seiner Stimme mit, als Bernd Goldbecker mir vor Ort die Vorteile der eigenen bäuerlichen Landwirtschaft (das Unternehmen hält zurzeit durchschnittlich 120 eigene Schweine und durchschnittlich 25 eigene Rinder), des Einkaufs von weiterem Vieh aus der unmittelbaren Umgebung sowie der eigenen Schlachtung und fachgerechten Zerlegung (auch für Kollegenbetriebe) erläuterte. Durch diese Geschäftsphilosophie habe er gar Einfluss auf die Fütterung der Tiere. Denn er unterstütze mit seiner Einkaufspolitik im Interesse seiner Kundinnen und Kunden solche landwirtschaftlichen Kleinbetriebe mit besonderer Zucht, die ihm die Verwendung von Futter aus eigenem Anbau garantierten. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Produktionstiefe habe er bis zum verkaufsfertigen (Wurst-)Produkt in seiner Theke weitestgehend Kontrolle über den gesamten Prozess der Wertschöpfung.

    Im Verlauf der weiteren Unterhaltung wurde schnell deutlich, wie sich die Überlegungen des Fleischermeisters auch darauf konzentrieren, die Vorteilhaftigkeit eines Einkaufs in seinem Unternehmen seiner verehrten Kundschaft auch immer wieder aufs Neue bewusst zu machen. Insbesondere hierbei träfe er auf die volle Unterstützung seiner Frau Annemarie.

    Das Ladengeschäft

    Wenige Tage später hatte ich die Gelegenheit, die Umsetzung einer kunden-orientierten Geschäftsphilosophie im Ladengeschäft Am Uphof 9 in der Borgholzhausener Innenstadt zu erleben.

    Geleitet und gelenkt wird das Ladengeschäft durch Bernd Goldbecker und Frau Annemarie, die durch ein Verkaufs-Team unterstützt werden.

    Das Ladengeschäft der Fleischerei Goldbecker liegt gut zugänglich im Vorkassenbereich eines Supermarkts (Supermarkt der Gruppe Markant, hier unter der Leitung von Thomas Salzwedel und Frau Monika) Im Uphof 9 – und zwar reingehend links vom gemeinsamen Eingang.

    Und zwei bedeutsame Unterschiede zu dem diesbezüglich bekannten Geschäftsmodell „Supermarkt mit Fleischtheke und Bedienung“ sind auf den ersten Blick auffällig:

    a)      der Kunde erkennt unmittelbar nach Durchschreiten des Eingangs aufgrund eindeutiger Beschriftung auf den ersten Blick, hier auf eine selbständige Fleischerei zu treffen.

    b)      Der Zugang zu der Fleischerei ist architektonisch geradezu genial gestaltet.

    Denn er ist einerseits breit genug, keinerlei Hemmschwelle zum Betreten des Ladengeschäfts aufzubauen. Andererseits ist er schmal genug, um durch das umgebende Mauerwerk nach Betreten des Kundenbereichs immer noch ein eindeutiges „Raum“-Gefühl zu vermitteln.

    Die Vorzüge dieses Standorts für den Kunden erläutert Bernd Goldbecker des Weiteren wie folgt:

    Ein Kunde profitiere von einem großen Angebot „unter einem Dach“. Durch die „räumliche Atmosphäre seines Ladengeschäfts“ fühle sich der Kunde besonders respektiert und es würde die „ladentypische, persönliche Unterhaltung“ ermöglicht

    Man habe ferner bei der jeweiligen Sortiments-Gestaltung (hier Supermarkt, dort Fleischerei) darauf geachtet, so wenige Überschneidungen wie möglich zu haben, um dem Kunden folglich auf begrenztem Raum so viel Auswahl wie nur irgend möglich zu bieten.

    Die erfolgreiche Geschäfts-Philosophie

    Die Zufriedenheit des Kunden stünde im Zentrum aller Überlegungen. Abgesehen von dem Grundsortiment, das man als handwerkliche Fleischerei vorzuhalten habe, konzentriere man sich insbesondere auf die bestmögliche Wunscherfüllung bedeutsamer Kundengruppen.

    Hierbei genieße man als Landfleischerei einen besonderen Vertrauensvorschuss bei den Genießern regionaler Spezialitäten, den man intensiv kultiviere. Hierbei unterstütze selbstverständlich die eigene Schweine-Haltung und der Regional-Einkauf in unmittelbarer Umgebung sowie die Bekanntheit des traditionellen Familien-Betriebes in zweiter Generation die Wertschätzung durch den Kunden.

    Ferner pflege man die Gruppe der Liebhaber von Theken-Spezialitäten oder Fertig-Gerichten. So habe diese Gruppe auch dienstags und donnerstags die Wahl  zwischen einem (regelmäßig wechselnden) Menü und Eintopf. Man strebe danach, insbesondere den Erwartungen solcher Kundinnen und Kunden zu entsprechen, die auf Zeit sparenden „Außer-Haus-Verzehr“ Wert legten.

    Und es seien auch diese Kundengruppen (hier die Genießer regionaler Spezialitäten, dort die Liebhaber-Gruppe von Theken-Spezialitäten oder Fertig-Gerichten), deren Wünsche sich durch ein entsprechendes Produkt-Angebot sehr gut miteinander kombinieren ließen. So wären auch Saison-Produkte wie Wurstebrei, Wurstebrei in Ringen und Möpkebrot gleichermaßen bei beiden Kundengruppen beliebt.

    Die Kundengruppe der Ernährungsbewussten bediene man aufgrund der Einkaufsphilosophie nahezu automatisch, da auch das eingekaufte Fleisch relativ fettarm sei.

    Auch pflege man den Party-Service. Allerdings könne man hier vielfach den immer individueller werdenden Wünschen einzelner Interessenten nur so lange entgegenkommen, wie sich die Wünsche-Individualisierung noch rechne.

    Meine Frage nach der derzeitigen Wahrnehmung durch die Kundschaft beantwortete der Fleischermeister wie folgt:

    „Neben unseren besonderen Stärken als „Landfleischerei für regional-typische Produkte“ sowie als „Spezialbetrieb für Außer-Haus-Verzehr“ sind wir auch bekannt als „Event-Fleischerei für regional-kulinarische Wochen im Stile einer ausgewählten Region“.“ Als Beispiel wurde eine bayerische, italienische oder Schweizer Woche genannt.

    Als Kauf entscheidender KERN-Nutzen, den er seiner Kundschaft stifte und der von seiner Kundschaft besonders geschätzt würde, wurde vom Fleischermeister hervorgehoben:

    • Die ganz besondere fleischerei-typische Frische seiner Produkte
    • Die handwerkliche Qualität und besicherte, regionale Herkunft seiner Erzeugnisse
    • Die beliebten Theken-Spezialitäten zum einfachen Aufwärmen für Zeit sparenden Außer-Haus-Verzehr
    • Der besondere Kundenservice – zum Beispiel in Form persönlicher Beratung (auch durch den Chef)
    • Die besondere Wohlfühl-Atmosphäre verbunden mit einem hohen Kommunikations- Niveau in seiner Fleischerei
    • Der besondere Rezept-Service in Form von Pflege und Vermittlung entsprechender Zubereitungs-Ideen

    Einer verstärkten Einbindung von Fleischer/Metzger-Blog zur Vermittlung seiner Aktivitäten steht auch Fleischermeister Bernd Goldbecker aufgeschlossen gegenüber. Seine Anregung im Interesse der Fleischerei-Kundschaft: Die Fleischereien sollten im Interesse Ihrer Kundschaft gezielt auf ihre Aktionen aufmerksam machen (lassen). Im Blog sollten Aktionen nicht nur rechtzeitig angekündigt sondern auch nachträglich gewürdigt werden. Schließlich könne doch ein Fleischermeister selber am besten beurteilen, wie eine Aktion von seiner Kundschaft aufgenommen worden sei. So habe man in der Landfleischerei Goldbecker während der diesjährigen Spargelzeit für die Kunden eine Spargelschälmaschine aufgestellt. – Die Kunden seien begeistert gewesen.

    Nachstehend die Kontakt-Daten der Landfleischerei Goldbecker

    Landfleischerei A. und B. Goldbecker GbR, Wellenstraße 8, 33829 Borgholzhausen (Produktion) sowie Im Uphof 9 (Ladengeschäft)

    Telefon: 05425 – 5500 (Produktion); 05425 – 933158 (Ladengeschäft)

    Fax: 05425 – 933742 (Ladengeschäft)

    Ich danke für Ihr Interesse und grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Link zu Beitrag No. 2 der Serie: „Kunden-orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei Wolfgang Müller, Paderborn)
    Link zu Beitrag No. 3 der Serie: „Kunden-Orientierte Erfolgsmodelle aus OWL“ (Landfleischerei Rau, Gütersloh-Isselhorst)

    Link zu Beitrag N0. 4 der Serie: „Kunden-orientierte ERfolgsmodelle aus OWL“ (Fleischerei E. Grämmel, Detmold)

    Das ‘Shop-in-Shop’-System in Supermärkten – Gefahr, Ansporn oder künftige Alternative?

    August 17, 2009

    Als qualifizierter Fleischer/Metzgermeister beobachten Sie selbstverständlich Ihren Wettbewerb. Es ist einerseits der „Wettbewerb auf Augenhöhe“, der Ihnen durch andere handwerklich strukturierte und inhabergeführte Fleischereien bereitet wird. Es ist andererseits aber auch die Konkurrenz, die Ihnen durch Supermärkte mit ihren in Eigenregie betriebenen Bedientheken widerfährt.


    Als Kundin/Kunde bevorzugen Sie in aller Regel zum Einkauf den Betrieb, der Ihnen am deutlichsten und überzeugendsten die bestmögliche Erfüllung Ihrer Wünsche und Erwartungen durch sein Produkt- und Dienstleistungs-Angebot verspricht. Viele, wenn nicht gar die meisten unter Ihnen haben eine „Fleischerei Ihres Vertrauens“, in der Sie gegebenenfalls gar zu den Stammkunden zählen.

    Als Inhaber einer handwerklich strukturierten Fleischerei wissen Sie längst, wo Ihre ganz besonderen Stärken im Verhältnis zur „Konkurrenz auf Augenhöhe“ und insbesondere gegenüber den Supermärkten mit Bedientheken liegen, die überwiegend durch Industrieware bestückt werden.


    Als Kundin/Kunde wissen Sie handwerklich-individuelle Qualität, Sicherheit im Einkauf (Herkunfs-Nachweis), die typische Wohlfühl-Atmosphäre und hohes Kommunikationsniveau in einer stationären Fleischerei zu schätzen.

    Bei einem derartigen Grad an Übereinstimmung zwischen Fleischerei-Angebot und Kunden-Nachfrage herrscht ein hohes Maß an Harmonie, das von den in Eigenregie betriebenen Supermarkt-Bedientheken nur schwer unterlaufen werden könnte.

    In jüngster Zeit jedoch gehen einige Supermarkt-Ketten verstärkt dazu über, Ihre bisherigen Bedientheken für Fleisch und Wurst von selbständigen Fleischereien betreiben zu lassen. Diese Fleischereien betreiben Ihre Bedientheken entweder als einzige Niederlassung oder aber als eine eigene Filiale. Und je nach „Gestaltung“ des Verkaufsraums lässt sich in einer solchen Filiale vielfach durchaus eine ähnliche Atmosphäre erzeugen wie in einem typischen Fleischerfachgeschäft traditioneller Prägung.

    Sie als Kundin/Kunde könnten somit Ihre Supermarkt-Einkäufe mit den Fleisch- und/oder Wursteinkäufen in der dort stationierten Fleischerei-Filiale mit Bedientheke verknüpfen und dabei auch noch von der bequemen Erreichbarkeit („alles unter einem Dach“) profitieren.

    Als Fleischermeister jedoch, der bisher ausschließlich ein stationäres Ladengeschäft traditioneller Prägung betreibt, sollten Sie die Möglichkeiten dieser Tendenz durchaus einmal ausloten. Denn:

    Sofern einer Ihrer bisherigen „Konkurrenten auf Augenhöhe“ eine erste Filiale in einem Supermarkt Ihrer Nähe eröffnet, hätte er nicht nur eine deutlichere Wahrnehmung beim Endverbraucher zu verzeichnen, (jetzt hätte er nämlich eine Niederlassung mehr), sondern er würde auch von der generell höheren Frequenz des Supermarktes profitieren. Und hierin liegt die Gefahr für Sie als externen Konkurrenten, da eine gewisse Vielzahl der Kundinnen und Kunden durch den bequemen Einkauf unter einem Dach fortan Ihren „Wettbewerber auf Augenhöhe“ im Supermarkt bevorzugen könnte.

    Die gesteigerte Wettbewerbs-Intensität könnte Sie allerdings anspornen, nach Auswegen bzw. Kontermöglichkeiten zu suchen. Diese würden sich in einem massiven Innovationsdruck manifestieren. D. h. Sie müssten die Attraktivität Ihres Angebots steigern, um die Vorteile des „bequemen Einkaufs“ bei Ihrem Konkurrenten zu kompensieren.

    Schließlich böte sich auch bei Ihnen an, Ihrerseits die Möglichkeiten einer Fleischerei-Filiale mit Bedientheke in einem Supermarkt der Nachbarschaft zu erkunden, bevor dort einer Ihrer Konkurrenten Fuß fasst. Denn: selbst in Mittelstädten sind inzwischen Fleischereien bekannt, die erfolgreich in bis zu acht Supermärkten eigene Filialen betreiben. Und: Die Vorteilhaftigkeit der Kombination Supermarkt und Fleischerei-Bedientheke ist offenbar auch einigen Supermarkt-Ketten bewusst, da die Vielzahl entsprechend betriebener Niederlassungen signifikant geworden ist.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Der ‘Wochenend-Einkauf’

    August 13, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

    sicherlich kreisen auch bei Ihnen die Gedanken stets um das Thema, wie Sie Woche für Woche Ihre verehrte Kundschaft immer wieder aufs Neue überraschen und erfreuen könnten. Viele unter Ihren Kolleginnen und Kollegen versorgen hierbei ihre Kunden stets rechtzeitig mit Informationen zu ihrem nächsten „Wochenprogramm“, das dann in aller Regel den Zeitraum „Montag bis Sonnabend“ umfasst.

    Es gibt jedoch bundesweit auch einige Fleischer/Metzgermeister, die ihr wöchentliches (Sonder-)Angebot stets von

    Mittwoch bis Dienstag

    auflegen und entsprechend aktualisieren. Man legt somit den jeweiligen Wochenprogramm-Start ganz bewusst auf die Wochenmitte, da „viele Kundinnen und Kunden bereits gern am Mittwoch ihren Wochenend-Einkauf tätigen“.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    ‘Einschulung ist für uns Fleischer wie Weihnachten!’

    August 9, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
    erfolgreich ist in Zukunft der Betrieb, der es am besten versteht, beim Endverbraucher in angemessener Weise neue Wünsche zu wecken, die er dann mit seinem Produkt- und Dienstleistungsangebot zu erfüllen vermag. Durch ein entsprechend zielgerichtetes Angebot erhält der Anbieter ein Alleinstellungsmerkmal als besonders kreativer Betrieb. Darüber hinaus erwirbt er auch gegenüber dem Wettbewerb einen Vorsprung; denn: Er ist zeitlich Erst-Anbietender und macht zumindest vorübergehend ein unvergleichliches Produkt- oder Service-Angebot.

    Eine bedeutsame Situation liegt im Falle des Wünsche-Weckens immer dann vor, wenn das diesbezügliche „Schüren von Emotionen“ ohne eigene Initiative, nämlich schon allein durch alljährlich wiederkehrende Feste und/oder Anlässe – und somit extern – verursacht wird. Christliche Feste wie Ostern oder Weihnachten sind in aller Regel deshalb auch für Fleischereien/Metzgereien Umsatzbringer, auf die sich einzustellen auch für Sie sicherlich eine Selbstverständlichkeit ist.


    Zurzeit wurde für viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen in Bundesländern mit kürzlichem Ferien-Ende besonders deutlich, wie sich das Topic „Einschulung“ in diesem schwierigen Jahr zu einem besonders deutlich erkennbaren Umsatzträger entwickelt hat. So hörte ich zum Beispiel bei meinen Gesprächen mit Ihren Kollegen in Niedersachsen (Ferien-Ende am 05. 08. 2009) am Samstag vielfach folgenden O-Ton: „Partyservice ist ausgebucht“ oder „wir hätten doppelt oder dreimal so viele Partyservice-Aufträge entgegennehmen können“. Zum Thema „Ladengeschäft“ teilte man mir mit: „Die Kunden stehen Schlange bis auf die Straße“ oder „so voll wie heute wird es erst wieder zu Weihnachten“ oder „bei uns ist Land unter“. Selbst Fleischermeister, die samstags normalerweise kontinuierlich mit einem mobilen Verkaufsstand auf (Tages-)Märkten stehen, hatten sich, den voraussichtlichen Andrang im Ladengeschäft spürend, rechtzeitig entschieden, statt dessen persönlich im Ladengeschäft präsent zu sein.

    Fazit: Wenn auch Sie wie die meisten Ihrer Kollegen in einem Bundesland tätig sind, in dem das Ferien-Ende zurzeit noch bevorsteht, sollten Sie die geschilderten Erfahrungen Ihrer niedersächsischen Kollegen nutzen, sich rechtzeitig auf den sicherlich auch bei Ihnen zu erwartenden Ansturm zur Einschulung einzurichten.

    In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Top-Beiträge und Seiten, veröffentlicht auf Fleischer/Metzger-Blog im Verlauf eines Jahres

    August 6, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
                                                                                                                                                                    es könnte Sie als regelmäßigen Leser der Blog-Beiträge und Seiten sicherlich interessieren zu erfahren, wie denn einzelne auf Fleischer/Metzger-Blog veröffentlichte Beitrage und Seiten wohl wahrgenommen werden.
    Ein Indikator sind hierbei durchaus die Anzahl und der Gehalt der zum jeweiligen Beitrag veröffentlichten Kommentare, die Sie unterhalb des jeweiligen Beitrags erkennen und gegebenenfalls aufrufen können.
    Ein anderer Indikator für die Wertschätzung einzelner Beiträge oder Sites ist ohne Frage jedoch die jeweilige Anzahl der Aufrufe pro Titel. Und hierzu gebe ich Ihnen nachstehend ein Ranking der Top-Fünf der letzten 365 Tage.

    Ranking der Top-Fünf-Beitrage und Seiten im Verlauf eines Jahres

    Erfolgreich in der dritten Generation: Das Café Möller in Bielefeld
    Autor: Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Das Fernseh-Team des Bayerischen Rundfunks bei der Hofmetzgerei Höfermühle Alfons Gierl, 94244 Geiersthal
    Autor: Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Den Fleischer-Nachwuchs im Visier: die VAN HEES Convenience-Show „Lust auf Erfolg – das Auge isst mit!“
    Autor: Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Fleischer/Metzger-Tops
    Autor: Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    „Denke einfach und trotzdem korrekt!“ – HACCP aus der Sicht eines Fleischermeisters – Teil 1
    Autor: Fleischermeister Daniel Otte

    Allen fünf Beiträgen bzw. Seiten ist eins gemeinsam: Sie geben Anregungen zu bestmöglicher Profilierung eines handwerklich strukturierten, inhabergeführten Betriebes.
    Ich danke für Ihr Interesse und grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Was Sie nicht verpassen sollten: Der Online-Shop der Metzgerei Claus Böbel kommt ins Fernsehen!

    August 2, 2009

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

    soeben erhielt die Fleischer/Metzgerblog-Moderation eine Nachricht der Metzgerei Claus Böbel aus dem fränkischen 91166 Georgengmünd-Rittersbach, die ich hier unmittelbar weiterleite.


    Der Online-Shop der Metzgerei Claus Böbel kommt ins Fernsehen.

    Wie der mir seit Jahren persönlich bekannte Metzgermeister Claus Böbel hierzu mitteilt, besucht das Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks die Metzgerei, um dem dortigen Produktionsteam beim Packen der Wurstpakete über die Schulter zu schauen. Im Rahmen einer Beitrags-Serie widme sich der Fernseh-Report auch solchen fränkischen Metzgerei-Online-Shops, die traditionelle Artikel im Internet vertreiben.

    Der Termin: Sonntag, 09. August 2009, ab 18 Uhr 05 in der „Frankenschau“ (Bayerisches Fernsehen)

    Fazit:
    Es ist erfreulich zu sehen, wie inzwischen so manch eine Fleischerei/Metzgerei neben der Pflege ihrer handwerklichen Produktion auch ganz bewusst modernes Marketing betreibt und hierbei auch Kontakt zum Fernsehen aufnimmt. Über entsprechende Aktivitäten ist hier auf Fleischer/Metzger-Blog Anregung zur kreativen Nachahmung gebend bereits mehrfach berichtet worden. Nachstehend die diesbezüglich jüngsten Beiträge über

    Fleischerei Freese,
    Hofmetzgerei Gierl
    und heute Metzgerei Claus Böbel

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)