Halbzeit 2009 – ein Moment der Besinnung

By Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Pixelio Ruhe (Bank)

Foto: ‚Lizenz Uli Carthäuser/Pixelio’ „Ruhe“
All rights reserved; Quelle: www.pixelio.de

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
das erste Halbjahr 2009 ist geschafft – auch die Juni-BWA liegt Ihnen sicherlich vor.

Vielleicht haben auch Sie den Eindruck, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres etwas ganz Besonderes geleistet zu haben. Und zwar insofern, als Sie zusätzlich zu den ständigen Herausforderungen eines Unternehmers auch noch die Folgen der Bankenkrise und Konjunkturflaute abzufedern und zu bewältigen hatten.

Vor diesem Hintergrund ist es deshalb insbesondere in diesem Jahr von Bedeutung, einmal inne zu halten und eine Zwischenbilanz zu ziehen:

a) Welche Anforderungen an eine inhabergeführte, handwerkliche Fleischerei/Metzgerei sind nach Ihrer Meinung signifikant gestiegen? Ist das Zusammengehörigkeitsgefühl unter Kollegen gewachsen? Ist man in Ihrer Region  krisenbedingt „enger zusammengerückt“?

b) Wie haben sich Umsatz, Ergebnis und Cash-Flow im Verhältnis zum Vergleichs-Zeitraum des Vorjahres entwickelt? Wie hat sich die MAQ (Material-Aufwands-Quote) verändert?

c) Wie haben sich die zehn Bestläufer Ihrer Renner-Penner-Liste entwickelt?
Gibt es dort bedeutsame Verschiebungen – welche bisherigen Favoriten haben sich „verabschiedet“ – welche sind neu hinzugekommen? Können Sie die Gründe vermuten? Was könnte krisenbedingt sein?

d) Welche Unternehmer-Entscheidung oder welche Innovation im Produkt- oder Dienstleistungsbereich hat bei Ihnen eine überraschende Eigen-Dynamik entwickelt?

e) Welche Produkt-Kategorie hat bei Ihnen im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum besonders zugelegt? Grillwaren, Regionales, Wellness, Convenience – oder gar eine Kombination von Allen?

f) Welche Änderung der Verbraucherwünsche ist im Jahresvergleich (1. Halbjahr 2009 zu 1. Halbjahr 2008) besonders auffällig? Könnten Sie darin gegebenenfalls gar einen Trend erkennen?

Wagen Sie hier auf Fleischer/Metzger-Blog als einer der ersten per Kommentare eine Prognose für die zweite Jahreshälfte? – Sie könnten eine fruchtbringende Diskussion in Gang setzen, die jedem Einzelnen der Fleischer/Metzerbranche im Wettbewerb mit Supermärkten und Discountern nutzen könnte. Ihre Kolleginnen und Kollegen sind bundesweit gespannt auf Ihre Einschätzung.

Herzliche Grüße sendet
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Schlagworte: , , , , , , , , ,

Eine Antwort zu „Halbzeit 2009 – ein Moment der Besinnung“

  1. Marco Haag sagt:

    Das erste Halbjahr ist im Gegemsatz zum Vorjahr von der Kostenseite wesentlich besser verlaufen. Die Einkaufspreise für das Material waren gleichbleibend, bei uns in der Region sogar rückläufig, dieshalb sieht die Gewinnsituation wesentlich besser aus.
    Das Jahr 2009 wird weiterhin durch die E-Registratur geprägt, es sind bei uns nur noch kleinere Dinge zu erledigen, dann bekommen wir endlich die Nummer. Wir haben seit Juni 2008 hierfür 68.000 Euro investiert.
    In der Innung Trier sind wir nun an einer Gemeinschaftswerbung, die wir über das ganze Jahr laufen lassen möchten am Arbeiten.
    Meiner Meinung nach müssen die Fleischereibetriebe noch mehr zusammen
    rücken und gemeinsam in den Medien Ihre Qualität und Leistungen nach
    außen darstellen.
    Wir haben dieses Jahr mit „Arbeit und Leben“ eine intensive Mitarbeiterschulung gestartet. Man wird dort die Geschäftführung und Mitarbeiter über ein Jahr betreuen und in vielen Bereichen schulen. Die Schulung enthält keine fachlichen Azpekte, sondern eine Verbesserung des Miteinander, und die Hauptkonzentration liegt auf dem besseren Service für unsere Kunden.

    Wir hoffen, dass das zweite Halbjahr genau so positiv verläuft und die Geschäftsleitung etwas mehr Zeit für das Familienleben sich erarbeiten kann.

    Viele Grüsse von der Mosel

    Birgit und Marco Haag

Eine Antwort schreiben