Verkaufsoffener Sonntag

By Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Metzger-/Fleischermeister,

unter bestimmten Voraussetzungen gewähren Städte und Gemeinden zu besonderen Anlässen Einzelhändlern die Möglichkeit, auch sonntags ihre Geschäfte zu öffnen. Kunden individueller Fachgeschäfte, Besucher von Warenhäusern sowie Liebhaber kulinarischer Spezialitäten kommen gleichermaßen auf ihre Kosten, – vermittelt doch ein weitestgehend stressfreies Einkaufen an einem Sonntag in Verbindung mit Sonder-Aktionen eine entspannte Atmosphäre.

Städte und Gemeinden, die das begrenzte Kontingent an verkaufsoffenen Sonntagen dieses Jahr noch nicht ausgeschöpft haben, werden die dunkle Jahreszeit zu nutzen verstehen, Kaufkraft aus den umliegenden Gemeinden zur Stärkung des heimischen Einzelhandels über entsprechend genutzte Sonntage abzuziehen.

Die Frage lautet:

In welcher Form könnten oder sollten Sie als Fleischerei/Metzgerei sich an derartigen sonntäglichen Events beteiligen?
Vielleicht haben Sie schon des öfteren die Teilnahmebedingungen auf die Möglichkeit hin überprüft, Ihre Kunden bei einer solchen Gelegenheit mit einem eigenen (Bratwurst)-Grillstand zu erfreuen. Möglicherweise liegt Ihre Fleischerei/Metzgerei mitten in dem Stadtgebiet oder Stadtteil, der für ein sonntägliches Einkaufen frei gegeben wird. So könnten Sie den Grill gegebenenfalls direkt vor Ihrem Fachgeschäft positionieren.

Wie sind Ihre bisherigen diesjährigen Erfahrungen mit verkaufsoffenen Sonntagen? Wie werden diese von der Wohnbevölkerung angenommen? In welcher Form konnten Sie bisher von einem solchen Event profitieren? Gibt es Erkenntnisse, die sich gar auf die diesjährige Adventszeit übertragen lassen? Was sollte ein Fleischer/Metzgermeister auf jeden Fall beachten?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar und grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

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3 Antworten zu „Verkaufsoffener Sonntag“

  1. Ludger Freese sagt:

    Wir haben uns in diesem Jahr auf dem Oktoberfest am Bauernmarkt beteiligt. Dort wurden regionale Produkte verkauft und Handwerkskunst angeboten.
    Wir hatten dort einen Stand mit Wurstkonserven und haben sehr gut verkauft. Die Käuferschicht wollte kaufen und kam überwiegend aus dem Umland. Mit kleinen Probierhäppchen haben wir die Besucher gelockt. Alles war sehr einfach und rustikal gestaltet. Eine sehr gute Sache, auf die wir nicht mehr verzichten möchten.

  2. Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt sagt:

    Eine bemerkenswerte Initiative, Herr Freese, die Sie da beschreiben – zeigt sie doch, wie man mit dem richtigen Sortiment (regionale Produkte, Wurstkonserven) den Erwartungen der Zielgruppe gerecht werden kann.
    Auch bei einer Teilnahme an einem verkaufsoffenen Sonntag haben einige Ihrer Kollegen mit Snacks, Salaten und dem im Beitrag erwähnten (Bratwurst-)Grillstand gute Erfolge erzielt, während Frischfleisch am Sonntag weniger stark nachgefragt wurde.

  3. Gütelhöfer i. sagt:

    Hier in Siegen finden häufig verkaufsoffene Sonntage und Nightshopping statt. Da dann erfahrungsgemäß Lebensmitteleinkäufe, auch unsere Frischware weniger gefragt sind, versuchen wir mit einem kleinen Sonderstand in der Mall Fingerfood, warme Panfoccia, Sandwichs oder ähnlichen Leckereien „aus der Hand“ die Besucher zu „versorgen“. Die Events sind regelmäßig riesige Kundenmagnete meist unter bestimmtem Motto, die Stadt ist ÜBERVOLL, unsere 1300 Dach-Parkplätze sind meist schon vor der offiziellen Öffnungszeit vergeben.
    Unser erfolgreichste Aktion war ein Elsäßer-Flammkuchen-Backen, ein befreundete Pizzeria hatte uns einen Ofen geliehen, die Zutaten natürlich von uns und ab gings … reißender Absatz! Es sprechen uns regelmäßig noch Kunden drauf an – so dass wir es in Kürze wiederholen werden.
    Kolleg. Grüsse inGO gütelhöfer

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