Archiv für Oktober 2008

Landfleischerei Neumeier und die Messegesellschaft Alsfeld laden zum Pressegespräch

Oktober 30, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

vom 28. – 30. November 2008 ist es soweit:

Die mehrere Bundesländer übergreifende Bio-Verbrauchermesse mit weit über 100 Ausstellern findet im Messezentrum Hessenhalle Alsfeld statt.

Im zeitlichen Vorfeld dieses Events haben die Messegesellschaft Alsfeld (Messezentrum Hessenhalle Alsfeld GmbH) und die Landfleischerei Neumeier aus dem Hessisch-Lichtenauer Ortsteil Walburg  heute am 30. Oktober 2008 ab 14 Uhr zu einem Pressegespräch in die Landfleischerei Neumeier geladen.

Anlässlich einer Verkostung wird Carsten Neumeier dabei persönlich von

der handwerklichen Herstellung nach dem „Reinheitsgebot“ der nordhessischen Hauschlachtung

und der Qualität der „Ahlen Wurscht“

vor geladenen Gästen überzeugen.

Gemäß Mitteilung des Carsten Neumeier werden neben Pressevertretern sowie dem Fleischer/Metzgerblog-Moderator auch das RTL-Fernsehen erwartet.

Ich erachte des Pressegespräch als eine bemerkenswerte cooperative Initiative zwischen einer handwerklich strukturierten Fleischerei und der Messegesellschaft Alsfeld. Ich danke für die Einladung und freue mich darauf, persönlich teilzunehmen. Ich werde in Kürze ausführlich auf Fleischer/Metzger-Blog meine Eindrücke schildern.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Verkaufsoffener Sonntag

Oktober 26, 2008

Sehr geehrter Herr Metzger-/Fleischermeister,

unter bestimmten Voraussetzungen gewähren Städte und Gemeinden zu besonderen Anlässen Einzelhändlern die Möglichkeit, auch sonntags ihre Geschäfte zu öffnen. Kunden individueller Fachgeschäfte, Besucher von Warenhäusern sowie Liebhaber kulinarischer Spezialitäten kommen gleichermaßen auf ihre Kosten, – vermittelt doch ein weitestgehend stressfreies Einkaufen an einem Sonntag in Verbindung mit Sonder-Aktionen eine entspannte Atmosphäre.

Städte und Gemeinden, die das begrenzte Kontingent an verkaufsoffenen Sonntagen dieses Jahr noch nicht ausgeschöpft haben, werden die dunkle Jahreszeit zu nutzen verstehen, Kaufkraft aus den umliegenden Gemeinden zur Stärkung des heimischen Einzelhandels über entsprechend genutzte Sonntage abzuziehen.

Die Frage lautet:

In welcher Form könnten oder sollten Sie als Fleischerei/Metzgerei sich an derartigen sonntäglichen Events beteiligen?
Vielleicht haben Sie schon des öfteren die Teilnahmebedingungen auf die Möglichkeit hin überprüft, Ihre Kunden bei einer solchen Gelegenheit mit einem eigenen (Bratwurst)-Grillstand zu erfreuen. Möglicherweise liegt Ihre Fleischerei/Metzgerei mitten in dem Stadtgebiet oder Stadtteil, der für ein sonntägliches Einkaufen frei gegeben wird. So könnten Sie den Grill gegebenenfalls direkt vor Ihrem Fachgeschäft positionieren.

Wie sind Ihre bisherigen diesjährigen Erfahrungen mit verkaufsoffenen Sonntagen? Wie werden diese von der Wohnbevölkerung angenommen? In welcher Form konnten Sie bisher von einem solchen Event profitieren? Gibt es Erkenntnisse, die sich gar auf die diesjährige Adventszeit übertragen lassen? Was sollte ein Fleischer/Metzgermeister auf jeden Fall beachten?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar und grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Ideen für mehr Umsatz (Teil 7)

Oktober 23, 2008

Kleine Präsente erhalten die Freundschaft. Warum nicht auch bei Ihren Kunden? Seien Sie kreativ! Überraschen Sie Ihre Kunden an der Kasse. Sie erzählen es tausendmal weiter.

Muttertag: Jede Frau erhält eine Rose geschenkt.

Vatertag: Rasierschaum für den Mann!

Nikolaus: Kinder geben ihre Stiefel ab und holen diese am Folgetag wieder ab. (Kunden 2 x im Laden)

Ostern: 1 Paket Färbungsmittel für Eier überreichen. (oder ein Ei)

Herbst: Einen Bioapfel für den Kunden

Saft: Jeder Kunde bekommt ein Glas Saft zum Trinken

Glühbirne: Der Kunde erhält eine Glühbirne geschenkt. (Gedanke: Licht aufgehen, nicht im Dunkel stehen lassen, helle Freude…)

Praline: Überreichen Sie eine Praline an der Kasse. (Pralinen sind hochwertig – wie ihre Ware)

Und welche besondere Idee haben Sie? Sie dürfen gerne eine Antwort schicken! :-) Ihr Ludger Freese

Foto: Ludger Freese

Info in eigener Sache

Oktober 22, 2008

Der Blog-Betreiber Bastian Schmidt Verlag ist in eine Personengesellschaft mit dem Namen Strategie-Verlag Schmidt KG umgewandelt worden. Der Fleischer/Metzgerblog-Moderator und Sachbuch-Autor Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt ist Komplementär/Geschäftsführer der Gesellschaft. Bastian Schmidt ist Kommanditist. Fleischer/Metzger-Blog wird somit auch in Zukunft mit der gleichen Umsicht und Verantwortung moderiert wie bisher.
Mit herzlichen Grüßen
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Abgepacktes – Groß-Portionen – Preisvorteil?

Oktober 19, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

viele Ihrer Kundinnen und Kunden werden mir zustimmen, wenn ich behaupte, es sei für keinen Haushalt so schwierig einzukaufen wie für einen Einpersonen-Haushalt. Denn ein Single-Haushalt möchte neben Qualität auch Frische zu angemessenen Preisen kaufen; – er erwartet in einer Idealvorstellung Klein-Portionen zum gleichen 100g-Preis wie sie überwiegend in den abgepackten Groß- oder Mega-Portionen der Supermärkte und Discounter vorliegen.

Wie jedoch sieht die Praxis aus? – Bei vergleichbaren Angeboten aus Ihrer Fleischerei/Metzgerei und aus einem Supermarkt Ihrer Nachbarschaft könnte die Großportion des Supermarkts durchaus einmal den niedrigeren 100g-Preis ausweisen. Ein preiskritischer Kunde, für den der (niedrigere) Preis das Kauf entscheidende Kriterium ist, übersieht jedoch beim Kauf von Großportionen im Supermarkt häufig nachstehende Faktoren

A Die Groß-Portion erfordert vielfach einen Verzehr über mehrere Tage (und nicht jeder Single hat einen Kühlschrank mit Gefrierfach oder gar eine Tiefkühltruhe).
B Die Ware verliert somit mit zunehmender Lagerhaltung an Frische
C Vielfach wird ein gewisser Teil der Ware gar am Ende schlicht entsorgt, weil der Genuss zwischenzeitlich beeinträchtigt worden ist oder man sich die Übermengen leid gegessen hat.

Folge:
Bei eingeschränktem Verzehr (Restmenge wird entsorgt) wäre der 100g-Preis neu zu berechnen, da jetzt nämlich nur die effektiv verzehrte Menge ins Verhältnis zum ursprünglichen Kaufpreis pro 100g-Einheit zu setzen ist. Das heißt: Die Supermarkt-Ware „Groß-Portion“ verliert an preislichem Vorsprung gegenüber den zielgruppen-gerechten Klein-Portionierungen in Ihrem Fleischerfachgeschäft, da sich die Preise nunmehr zumindest angleichen könnten.

Die Konsequenz:
Sie könnten oder sollten versuchen, Klein-Portionen bei bestimmten handwerklich hergestellten Produkten Ihres Betriebes zu offerieren, die Sie aufgrund besonderer Betriebsstruktur herzustellen in der Lage sind.
Sie sollten diese Produkte möglichst klein herstellen können, um insbesondere einem Einpersonen-Haushalt zu ermöglichen, Ihr Angebot möglichst kurzfristig und somit besonders frisch zu konsumieren.
Je kleiner Sie dabei Ihre Portionierung technisch vorzunehmen in der Lage sind, d. h. je näher Sie beispielsweise bei der Portionierung einer Leberwurst einer sofortigen Komplett-Verzehrmöglichkeit kommen (z. B. eine Portion Leberwurst für zwei Scheiben Brot), umso stärker könnten Sie das Frische-Argument untermauern.
Frage:
Wie weit wären Sie denn bereit, sich hier anzupassen? Wie groß wäre die betreffende Hemmschwelle für einen Kunden, Kleinstmengen bei Ihnen überhaupt anzufragen? Könnten Sie sich vorstellen, eine einzelne Scheibe Wurst zu verkaufen, ohne beim Kunden das Gefühl zu erzeugen, bei einer solchen Bestellmenge nicht willkommen zu sein?

Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare und grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

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Ideen für mehr Umsatz (Teil 6)

Oktober 15, 2008

Besondere Aktionen erhöhen die Aufmerksamkeit für Ihr Geschäft. Damit setzen sie sich vom Mitbewerber ab. Sie können sich auf neue Kunden freuen und auf mehr Umsatz.

Folgende Aktionen könnten für ein Jubiläum Ihrer Fleischerei, ein Stadtfest oder ein anderes Event dienlich sein.
1. Gummistiefelweitwurf – Ein Event mit Volksfestcharakter. Sie als Fleischer (mit weißen Stiefeln) veranstalten in ihrer Stadt/Ort einen Wettbewerb, wer seine Stiefel am weitesten werfen kann. Verschiedene Altersklassen, ein Damenpokal und ein Firmenpokal (oder Verein) werden ausgelobt. Wer seine Stiefel mit fünf Meter Anlauf am weitesten wirft, kommt eine Runde weiter. Im Finale stehen ein Einkaufsgutschein, ein Spanferkel, ein Präsentkorb oder ein gefüllter Stiefel auf der Gewinnerliste…

2. Reinigung:  Wer bei uns im Monat für 200.- Euro (oder mehr) Fleisch und Wurst einkauft, wird von unserer Fleischerei mit einer „Saubermach.-Eingreif-Truppe“ belohnt. Wir putzen ihre Küche. (Externe Firma – oder selber) Wenn nur 50 Kunden mitmachen, haben sie 10.000. –Euro mehr Umsatz im Monat gemacht. Eine Aktion, von der die Lokalpresse sicherlich auch berichten wird.

3. „Man-Shopping“ – Verehrte Frauen! Am ersten Freitag im Monat ist großer Männertag in unserer Fleischerei. Unsere Damen kümmern sich ganz besonders um Ihre Männer. Sie, liebe Frauen werden begeistert sein, wie gut unsere Damen Ihre Männer verstehen und beraten. „Man-Shopping“ – jeder einkaufende Mann erhält ein Rasierwasser.
Als Inhaberin müssen Sie Ihre Damen ein wenig schulen, was Männer beim Einkauf besonders mögen, welche Tipps Sie geben können und welche „Wohlfühlatmosphäre“ Sie an diesemTag bieten können. Nur Mut meine Damen – Männer kaufen gerne und viel ein!

Viel Erfolg wünscht Ihnen: Ludger Freese

Foto: Ludger Freese

Investieren in stürmischen Zeiten

Oktober 11, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
die Finanzmarktkrise könnte ihren Höhepunkt in absehbarer Zeit überschritten haben, da sich wichtige Nationalstaaten wohl entschlossen haben, gemeinsam mit Konzept zu handeln. Die Wirtschaftskrise hingegen könnte nachhaltiger wirken, zumal auch durch ausufernde mediale Panikmache die Märkte überreagiert haben. Die derzeitige Folge: Der Endverbraucher leistet Konsumverzicht; er „spart“.

Es stellt sich somit für die Fleischer/Metzgerbranche und folglich für Sie die Frage:

Würden von einem eventuell fortdauernden „Angst-Sparen“ des Endverbrauchers primär preisaggressive Discounter profitieren?

Sicherlich wird das Preisbewusstsein des Endverbrauchers angesichts einer Krise geschärft.
Und ein Fleischer/Metzgermeister, der längst überfällige Preisanpassungen, die aufgrund von Kostensteigerungen notwendig waren, nicht vorgenommen hat, könnte nunmehr angesichts des derzeitigen Szenarios Schwierigkeiten bekommen, diese noch am Markt durchzusetzen.

Ein Ansatzpunkt für Sie als Fleischer/Metzgermeister ist jedoch auch hier wieder wie schon so oft in der Ebene der Nutzenstiftung. Vor allem in schweren Zeiten ist hierzu Ihre besondere Kreativität gefordert. Während diesbezüglich zur Zeit Obermeister Ludger Freese hier auf Fleischer/Metzger-Blog in der derzeit laufenden Top-Serie „Ideen für mehr Umsatz“ überwiegend Methoden zur regionalen Kunden-Gewinnung und Kunden-Bindung vorstellt, möchte ich Ihr Augenmerk zusätzlich auf

die überregionale Kunden-Akquise mittels Geschenk-Ideen

lenken.

Hierbei sollten Sie insbesondere in diesem kritischen Jahr die Möglichkeiten ausschöpfen, die das so wichtige Weihnachtsgeschäft nun einmal bietet.

Richten Sie hierzu zum ersten einmal Ihr Augenmerk auf Ihre Produkte:

Ihre Spezialität, nämlich handwerklich hergestellte Qualitätsprodukte mit Regional-Bezug und gegebenenfalls auch mit Saison-Bezug erfreuen sich beachtlichen nationalen Interesses, was ich u. a. auch an den steigenden Zugriffszahlen auf der Fleischer/Metzgerblog-Site Fleischer/Metzger-Tops täglich ablesen kann.

Überlegen Sie sodann in einem zweiten Schritt, welche Ihrer Spezialitäten Sie in welcher Form kombinieren oder präsentieren könnten, damit sie außergewöhnlich genug sind, um als besondere Geschenkidee überregional vermarktet zu werden. (Schon durch ein Fleischerei-Logo auf geeigneten Delikatessen könnten Sie die Wertigkeit Ihres Angebots erhöhen)

Und checken Sie des weiteren, inwieweit Sie bereits vorbereitet oder eingerichtet sind, Ihre Website selber kontinuierlich pflegen bzw. aktualisieren zu können. Denn nicht nur der „überregionale Kunde“ nutzt Ihre Site zur Vorab-Information oder zu einer eventuellen Kontaktaufnahme oder Bestellmöglichkeit. Eine neue „Internetlösung für Metzger“ der Fabian Krumbholz und Christian Ruffer GbR, 81541 München (www.concarnet.de) zum Beispiel verspricht , folgende Bereiche ständig selber anpassen zu können:

Ihre aktuellen Angebote
Ihre Mittagsmenüs
Die Neuigkeiten auf der ersten Seite
Kochrezepte und Tipps

Je aktueller Sie Ihre Site -selber- gestalten können, je schneller Sie Ihre – jetzt stark eingeforderte – Kreativität umzusetzen bzw. Ihrer Kundschaft zu vermitteln in der Lage sind, um so besser können Sie die besondere Gelegenheit nutzen, die Ihnen die vorweihnachtliche Saison trotz Konsumkrise bietet. Sicherlich stellt eine solche „Internetlösung für Fleischer/Metzger“ bei hoher Innovationsqualität im Augenblick eine „Investition in stürmischen Zeiten“ dar. – Ihre Aufgabe besteht jedoch darin, etwaige Investitions-Ausgaben gegen die vorteilhaften Folgen einer kontinuierlichen Website-Aktualisierbarkeit, einer größeren Unternehmens-Reichweite und Kundenbindung abzuwägen.

In vielen Betrieben entscheiden vielfach „die letzten fünf Prozent vom Umsatz“ darüber, ob in einem Geschäftsjahr mit Gewinn oder Verlust gearbeitet wird. Und ein nicht unbeträchtlicher Teil des Jahres-Umsatzes wird auch bei Ihnen im Advents- und im Weihnachtsgeschäft erzielt. Es ist deshalb eine Überlegung wert, inwieweit Sie insbesondere das so wichtige (Vor-)Weihnachtsgeschäft ankurbeln können, indem Sie prüfen, ob Sie dem Sektor „Geschenk-Ideen“ schon genügend Aufmerksamkeit gewidmet haben bzw. ob Sie alle Möglichkeiten, wie sie z. T. oben geschildert worden sind, hierzu bereits genutzt haben.
Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Ideen für mehr Umsatz (Teil 5)

Oktober 7, 2008

Auch im Party-Service ist der Markt zunehmend umkämpfter. Es gibt Dumpingpreise, die völlig unrealistisch sind. Damit wird man immer leben müssen. Wichtig ist, dass der Gastgeber zufrieden ist. Die Speisen und der Service sollten sich abheben vom Wettbewerb. Ich möchte Ihnen gerne einige Ideen vorstellen, wie sie garantiert auf der Party „weiter gereicht“ werden.

Bieten sie Ihren Kunden eine „Art Super-Kinderservice“ an. Wie sie auch Buffetkräfte stellen, könnten sie auch Personal für die Kinderbetreuung während der Feier stellen. Der Gastgeber möchte feiern, hat aber Probleme eine Person zur Betreuung der Kinder zu finden. Wenn sie als Lieferant auch dieses „Problem“  als Lösung anbieten, haben sie einen großen Servicevorsprung gegenüber ihrem Mitbewerber.

Ein „Meeting-Butler,“ der zum Empfang die Gäste auf humorvolle Weise begrüßt, kann die Feier erheblich aufwerten. Eine solche Person könnte als zusätzlicher Service mit angeboten werden.  Die Mund-zu-Mund Propaganda ist ihnen sicher.

Die Teilnahme an einer lokalen Hochzeitsmesse ist eine Möglichkeit, in der Region gezielt diese Gruppe anzusprechen. Hochzeitsgesellschaften sind in der Regle große Gruppen, die für den schönsten Tag im Leben gerne etwas Geld ausgeben. Auf einer Hochzeitsmesse haben sie gezielt diese Gruppe komprimiert vor sich. Eine tolle Chance.

Bieten Sie ihren Kunden eine Auftragsannahme in seiner Wohnung an. Dieser Beratungsbesuch hat viele Vorteile. 1. Sie können einen kleinen Snack mitbringen, mit dem sie die Kunden überraschen. 2. Sie sehen die Wohnung und können abschätzen, welchen sozialen Status der Auftraggeber hat. Ich achte dabei auf Bilder, auf Möbel, die Einrichtung und auf den Garten. So kann ich den Kunden viel besser einschätzen. 3. Sie wissen schon, wo das Buffet aufgebaut werden soll. 4. In heimischer Atmosphäre kann der Kunde leichter beraten werden. 5. Sie bauen ein persönliches Vertrauensverhältnis auf.
Ein kleiner Nachteil ist, dass sie erheblich mehr Zeit für die Auftragsannahme benötigen.

Versetzen Sie sich in die Lage des Kunden. Nur so entdecken Sie noch viele weitere Möglichkeiten sich vom Wettbewerber abzuheben.
Viel Spaß dabei wünscht Ihnen: Ludger Freese

Foto: Ludger Freese

Kundenkarte in der Metzgerei

Oktober 4, 2008

Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen

kürzlich rief mich eine Agentur an, um mir die Vorteile ihres Kundenkartensystems zu erläutern.  Diese Firma bietet ein erschwingliches Kundenbindungssystem und innovative Marketingideen rund um die Kundenkarten. Die dazugehörige Software informiert genauestens über das Einkaufsverhalten des treuen Kunden. Es lässt sich ermitteln wieviel, wann und was gekauft wurde. Zudem stehen die Daten der Kunden zur Verfügung. Sinnvoll für: Geburtstagskarten, Gezielte Werbung etc.

Im Netz konnte ich außerdem erfahren, dass wirklich schon sehr viele Firmen mit Kundenkartensystemen arbeiten, zu meinem Erstaunen auch der kleine Bäcker von nebenan.

Momentan arbeiten wir mit einem sehr einfachen System: Wir lassen uns alle paar Wochen kleine Kärtchen drucken, die wir ab einem Einkauf von 5€ abstempeln und beim 21. Einkauf erhält der Kunde einen Warengutschein. Dieses „einfache“ System ist „einfach“ erfolgreich.
Meine Frage nun an Sie werte Kollegen: Halten Sie diese Investition für sinnvoll? Will der Metzgermeister überhaupt alles über seine Kunden wissen? Lassen wir Metzger uns gleichsetzen mit den Datenjägern, um auch den letzten Cent zu erhaschen?

Mein Opa (Metzgermeister) pflegte immer zu sagen: „Das was alle machen, war noch nie etwas!“ Ich denke, dass er auch in diesem Fall recht behalten wird, denn bei 150 Kundenkarten im Geldbeutel verliert wohl der letzte „Bonuskartensammler“ irgendwann den Überblick.

Gibt es andere, bessere Ideen um den treuen Kunden zu belohnen?

Grüße Verena Hahn, Metzgermeisterin

Franziskaner Platz 7

84307 Eggenfelden

Die Belieferung der regionalen Supermarkt-Konkurrenz aus Fleischer/Metzgermeister-Sicht: Fluch oder Segen?

Oktober 2, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
handwerklich herstellte Fleischerei-Produkte haben ihren Stellenwert auf der Wünsche-Skala des qualifizierten, anspruchsvollen Verbrauchers. Als handwerklicher Fleischer/Metzgermeister könnten Sie darüber hinaus durch regionalen Fleisch-Einkauf sowie lokale Namensgebung Ihrer Produkte den Lokal-Patrioten unter Ihren Kunden einen oder mehrere Zusatz-Nutzen bieten. Hierdurch werden Ihre Erzeugnisse nicht nur unverwechselbar, sondern sie erfahren auch einen Mehrwert in der Wahrnehmung der Endverbraucher.

Wichtig:
Je enger Sie dabei den Regional- bzw. Lokal-Bezug eingrenzen, umso weniger kann ein Supermarkt hier kontern.

Warum:
Ein Supermarkt müsste nämlich bei seinen Eigenmarken aus Kosten-Degressionsgründen eine Region stets weiter fassen als Sie.

Folge:
Ihnen verbleibt somit stets ausreichend Spielraum, sich durch eng gefasste (lokale) Namensgebung Ihrer Erzeugnisse gegen die Eigenmarken der Supermärkte abzugrenzen bzw. zu profilieren.

Jedoch:

Wie beurteilen Sie die Bestrebungen einzelner Supermärkte in Ihrem Einzugsbereich, ihrerseits bei Ihrer regionalen „Konkurrenz auf Augenhöhe“ handwerklich hergestellte, regional-typische Produkte einzukaufen und vorzuhalten?

Denn das heißt: Auch Ihr typischer Fleischerei-Kunde, der „qualifizierte, anspruchsvolle Verbraucher mit Regional-Bewusstsein“, der „Liebhaber handwerklicher Produkte mit Provenienz-Nachweis“ wird hier fündig.

Hinzu kommt: Ihre regionale, handwerkliche „Konkurrenz auf Augenhöhe“ hat mit jedem Supermarkt, den sie beliefert, eine Verkaufsstelle zusätzlich.

Wie also sollten Sie sich verhalten?

Einerseits:
Wenn Sie die Supermarkt-Regale Ihren Fleischer/Metzger-Kollegen überlassen, könnte die Folge eine stärkere Wahrnehmung der betreffenden Konkurrenz-Produkte sein.

Andererseits:
Wenn auch Sie die Supermarkt-Regale mit Ihren handwerklichen, regional-typischen Produkten füllen, stärken auch Sie die Marktposition der Supermärkte.

Ich bin gespannt auf Ihren Kommentar und sende Ihnen herzliche Grüße

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)