Serie: Die Zielgruppe 50plus – welchen Stellenwert sollte sie künftig in Ihrer Fleischerei haben? – Teil drei

By Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

die derzeitige und künftige Bedeutung der Zielgruppe 50plus für die Entwicklung Ihrer Fleischerei ist in verschiedenen Beiträgen hier auf Fleischer/Metzger-Blog dargestellt worden.

Das Wünsche-Spektrum dieser Kundengruppe wurde umrissen: „Kommunikation, Gesundheit und Lokal-Patriotismus“. Ansatzpunkte zur entsprechenden Wunsch-Erfüllung durch Ihr (Produkt-)Angebot und Ihre Dienstleistung wurden in Teil zwei erläutert.

Auffällig ist dabei: Wenn auch Sie in Ihrer Fleischerei/Metzgerei den generellen Trend zu Convenience-Produkten erkannt und umgesetzt haben, werden Sie folgendes feststellen:

Je übersichtlicher Sie den SB-Convenience-Bereich gestaltet haben, umso häufiger wird dieser auch von der Zielgruppe 50plus angenommen. Die Übersichtlichkeit bezieht sich dabei sowohl auf eine überschaubare Anzahl von Produkt-Varietäten wie auch eine spezielle Präsentationsform einzelner Varianten, die jeweils in einer bestimmten Mindest-Breite vorgehalten werden sollten, um auf den ersten Blick als in sich identische Varietät wahr genommen zu werden. Das ist das eine. Das andere: Je größer die Präsentationsfläche dieser Varietät, das heißt je mehr Einheiten ein und derselben Varietät en bloc vorgehalten werden, als umso „preiswerter“ wird das Objekt eingestuft. Insbesondere Discounter sollen sich diesen Wahrnehmungs-Effekt seit längerem zunutze machen.

Der Nachteil jedoch: Da das Convenience-Angebot wahrscheinlich auch bei Ihnen überwiegend als SB-Bereich geführt wird, – der Kunde hier also wenig verbal kommunizieren kann – kommt einem Element in Ihrem Ladengeschäft eine besondere Bedeutung bezüglich der Kundenbindung zu: Es ist Ihre Kasse bzw. die Person an der Kasse. Denn erfahrungsgemäß speichert auch ein älterer Mensch insbesondere den ersten Eindruck beim Betreten Ihres Ladengeschäfts und den letzten vor dem Verlassen besonders intensiv. Und seine letzte Handlung während des Einkaufs ist in aller Regel das Bezahlen. Je sympatischer und kommunikativer somit Ihre Kassiererin ist, umso positiver ist das Gefühl, mit dem der Kunde Ihr Ladengeschäft verlässt. Je näher zudem die Kassiererin altersmäßig der Zielgruppe 50plus kommt, umso vorteilhafter ist das für Ihren Betrieb.

Trotz des fortgeschrittenen Alters ihrer Mitglieder ist somit auch die Zielgruppe 50plus insbesondere im Falle Convenience durchaus als Trendsetter einzustufen.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Links:
Serie: Die Zielgruppe 50plus – Teil eins
Serie: Die Zielgruppe 50plus – Teil zwei

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Eine Antwort zu „Serie: Die Zielgruppe 50plus – welchen Stellenwert sollte sie künftig in Ihrer Fleischerei haben? – Teil drei“

  1. Ludger Freese sagt:

    Die Ladenkasse ist wirklich sehr wichtig. (gut gefüllt natürlich :-) ) Ein kleiner Plausch, ein nettes Wort und eine Empfehlung – so werden aus Kunden schnell Stammkunden. Persönlich versuche ich mit vielen Kunden zu sprechen. Das reicht von einer Begrüßung bis zum „Hausbesuch“.

    Ein weiterer Vorteil entsteht automatisch. Der Kunde erzählt mir, was ihm gefällt und was weniger gut ist. Das erreiche ich durch eine Fragestellung oder mit kleinen Proben. Die Kasse ist da ein guter Punkt.

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