Convenience-Produkte – Ihre Antwort auf steigende Lebensmittelpreise?

By Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

die Medienberichte überschlagen sich:
„Biosprit treibt Lebensmittelpreise in die Höhe.“ – „Der Liter Super kokettiert mit der 1,60 Euro-Marke.“ – „’Gefühlte Inflation’ zwingt Endverbraucher zum Sparen.“

So in etwa lauten die jüngsten Schlagzeilen in regionalen und überregionalen Tageszeitungen.

Fakt ist:

Die Nachfrage nach Energie steigt weltweit.

Ein Großteil der Getreideproduktion in den USA und der EU wird für die Ethanol-Herstellung verwandt.

Ein Großteil des Pflanzenöls fließt in Bio-Diesel.

Folge:

Bio-Energie und Nahrungsmittelproduktion bilden eine große Kontroverse (vgl. Fleischerblog-Beitrag vom 03. April 2008 „Aspekte der Stromversorgung“) und schüren die Verbraucher-Angst vor weiterer (Lebensmittel-)Preisinflation.

Bei aller Kreativität und Innovationsbereitschaft können aber auch Sie als Fleischermeister die Preissteigerungen auf dem Einkaufs-Sektor nicht so ohne weiteres auf den Endverbraucher überwälzen. Steigende Einkaufspreise und nachlassende Konsum-Neigung des Kunden könnten auch Sie veranlassen, nach Auswegen aus der Lebensmittelkrise zu suchen.

Deshalb folgende Überlegung:

Sicherlich gehören auch Sie längst zu den weitsichtigen Fleischer/Metzgermeistern, die den Megatrend Convenience beobachten oder längst aufgegriffen haben. Handwerklich hergestellte „Fertig-Gerichte in Dosen“ oder eigen-produzierte „Wurst in Gläsern“ gehören längst zu Ihrem Sortiment.

Wurden diese Erzeugnisse bisher primär aus Gründen der Bequemlichkeit und Einfachheit bei der Verwendung gekauft, so schiebt sich jetzt vor dem Hintergrund der (Lebensmittel)-Preissteigerungen ein anderer Aspekt in den Vordergrund:

die (jahrelange) Haltbarkeit bei größtmöglicher Frische

Wenn es Ihnen gelingt, durch kompetenten Hinweis auf moderne, schonende Verfahren den Verbraucher von der Schmackhaftigkeit und konservierten Frische Ihrer Convenience-Produkte auch bei zeitlich um Monate hinaus geschobenem Genuss zu überzeugen, hätten auch Sie ein hervorragendes Argument, eine eventuelle Kaufzurückhaltung zu durchbrechen:

Denn:

Es sind Ihre Convenience-Produkte, die dem Endverbraucher ermöglichen, sich durch

monatelange Bevorratung

der derzeitigen Preisspirale zu entziehen.

Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare und grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

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