Die Innovationsquote Ihrer Fleischerei/Metzgerei

By Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sicherlich ist es auch für Sie manchmal erstaunlich festzustellen, wie „unberechenbar“ der Kunde ist. Vorlieben der Kunden wechseln, – was gestern noch trendy war, ist heute schon nicht mehr aktuell. Der Kunde von heute und morgen wünscht Abwechslung, er wünscht Neues, er wünscht Überraschendes – allerdings nicht zu viel auf einmal. Ein gewisses Grundsortiment sollte also von Ihnen stets vorgehalten werden.

Ein wichtiger Ansatzpunkt, auf dem Produkt-Sektor Wachstum zu generieren, besteht darin, einige Ihrer bisherigen handwerklich hergestellten Erzeugnisse für den Kunden deutlich wahrnehmbar rezeptorisch weiter zu entwickeln. Des weiteren könnten Sie die Varietäten-Zahl (zum Beispiel bei einer Salami) erhöhen und/oder gar eine ganz neue Wurstsorte (= eine neue Produkt-Kategorie) kreieren. Kurzum: Kunden- oder zielgruppen-orientierte Produkt-Innovation ist nötig, um steigendem Konkurrenzdruck zu entgehen und die Ertragskraft Ihrer Fleischerei zu stärken.

Die Frage ist: In welchem Umfang sollte die Produkt-Innovation erfolgen, – in welchem Verhältnis sollte der Anteil der Produkt-Innovationen zum Gesamtumsatz stehen?

Was also wäre eine sinnvolle Innovationsquote? Drei, fünf oder gar zehn Prozent?

Hierzu einige Beispiele:

Die „OpenPR, das offene PR-Portal“ hat die Innovationsquote der Melitta Unternehmensgruppe wie folgt veröffentlicht:

Innovationsquote 2003: 4,6%

Innovationsquote 2004: 6,9%

Innovationsquote 2005: 8,2%

Die Innovationsquote zeigt über die Jahre einen Aufwärtstrend.

Ferner:

So soll die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co KG, 54567 Gerolstein gemäß einer von der KHS AG, 44143 Dortmund veröffentlichten Mitteilung für das Jahr 2005 eine

Innovationsquote von 15% angedacht haben.

Vielleicht überprüfen Sie einmal anhand Ihrer Renner-Penner-Liste, wie viel Umsatz Sie im letzten Jahr mit Produkten gemacht haben, die Sie in den letzten zwei Jahren entwickelt haben. Und betrachten Sie ferner Ihr Umsatz-Wachstum und Ihren Gesamt-Ertrag. Sollten der Umsatz und Gesamt-Ertrag c. p. keine Steigerung zum davor liegenden Jahr aufweisen, ist möglicherweise Ihre Innovationsquote zu niedrig.

Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare und grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

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