Wir geben unseren Kunden schon seit einigen Jahren ein kleines Wochenmagazin mit. Dieses Blättchen wird von einer zentralen Druckerei in großer Auflage gedruckt und dann mit unserem Logo und Adresse etc. versehen. In unserem „Feinschmecker Journal“ werden Rezepte, Urlaubsorte, Kreuzworträtsel und Rätsel/Witze vorgestellt.
Seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, ob solche „Kundenzeitschriften“ noch wichtig sind. Verlangen die Kunden nach diesem Magazin? In vielen Fleischereien werden diese Magazine ausgelegt. Doch wie wertvoll ist das „FREESE Feinschmecker Magazin“ noch, wenn es das gleiche Heft in jeder anderen Fleischerei auch gibt?
Mit dieser Frage gehe ich schon seit einiger Zeit „schwanger“ und möchte hier im Fleischerblog von meinen Kollegen/innen einmal wissen, welche Erfahrungen Sie mit einer „Kundenzeitschrift“ gemacht haben. Haben sie eine „Standardversion“ oder ein Magazin, das auf Ihren Betrieb zugeschnitten ist? Oder bieten sie keine kostenlose „Kundenzeitschrift“ mehr an?
Für mich ist Service am Kunden sehr wichtig und wir möchten uns schon ein wenig von den „anderen“ abheben. Daher bin ich über zahlreiche Meinungen sehr dankbar.
Internette Grüße von: Ludger Freese
Bildquelle: Die Kundenzeitschrift „Freeses Feinschmecker-Journal“ (Foto: Ludger Freese)
März 31, 2008 um 12:51 |
Hallo Herr Freese,
wir hatten auch ein solches Magazin mit eigenem Eindruck. Wir hatten dieses vor 4 Jahren abgeschafft. Es gab aber einigen Ärger mit dem Verlag, als wir gekündigt hatten, wir waren an Abnahmemengen gebunden (dies stand im Kleingedruckten!).
Unseren Kunden hat das Magazín nicht weiter gefehlt;- wir konnten aber das eingesparte Geld in unser eigenes Monatsblatt investieren, welches dank Hans-Jürgen Schmidt erheblich aufgewertet und verbessert wurde.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Viele Grüsse aus Trier
Marco Haag
März 31, 2008 um 3:16 |
Hallo Herr Freese,
auch wir haben so ein Blättchen, ich glaube bei uns im Laden gibt es das schon seit 30 Jahren, als neutrale Kundenzeitung.
Würde gern was anderes machen, aber mir ist noch nichts passendes eingefallen, was sich auch mit wenig Zeitaufwand umsetzen lässt.
Ca. 10 Kunden in der Woche fragen nach der Zeitung(Lukullus),-
der Rest muss dem Kunden eingepackt werden , sonst wird sie nie alle.
Liebe Grüße aus Nordhessen
Carsten Neumeier
haben am Wochenende einen Messestand auf der Slow Food in Stuttgart,
da werden wir auch einige Exemplare verteilen.
April 1, 2008 um 6:39 |
Hallo Herr Freese,
wir hatten vor ca. 9 Jahren die Kundenzeitungen vom ÄL-Verlag. Diese lagen schon seinerzeit wie Blei und man musste die Kunden regelrecht nötigen … daraufhin mussten wir uns mit dem Verlag „einigen“. Aufgrund von sehr klein gedruckten Bedingungen eine nicht ganz unschmerzhafte Angelegenheit. Aus diesen Verträgen kann man, wenns annähernd schmerzfrei geschehen soll, nur langfristig aussteigen!
Gerade von einem der Leader der web-fleischer ist doch auch hier ein innovatives Medium Programm. Interessant wenn auch noch nicht ganz zu Ende gedacht (und recht teuer) von 3M/Gerdemann mit informativen TFT-Bildschirmen im Kundenraum, connected an kleine Linux-Boxen via web, worüber auch die Rezeptur-Pflege usw. betrieben wird. Bietet dem Kunden sicherlich einen hohen Nutzen während des Besuchs (Unterhaltungs- + Informationswert) sowie auch zu Hause beim Zubereiten anhand der ausgedruckten, Rezeptvorschläge. Es ist ein ähnliches, jedoch preiswerteres und noch informativeres Medium, auch mit Groß-Bildschirmen, einer anderen Firma in Planung.
Meine persönliche Meinung ist, das wir in Zeiten von Spam im email- sowie im Haus-Briefkasten nicht noch unseren „Senf“ hinzugeben müssen (bei uns 5 kostenlose Zeitungen, davon 2 am Sonntag über und über voll mit Beilagen ein Ärgernis für vieleviele). Wir machen seit längerem keine Postwurf- oder Beilagenwerbung mehr, sondern konzentrieren uns auf das Direktmarketing mit mgl. wenig Streuverlusten und GUTEM Umweltgewissen.
So könnte ich mir eine Web-Plattform vorstellen bei der sich unsere VIP-Kunden (wer ist nicht schon gerne VIP?) einloggen und entsprechend der Präferenzen anhand der Lieblingsrezepte usw. weiteren Nutzen erfahren.
Amazon macht das doch im großen Stil vor …
Kollegiale Grüße aus dem Siegerland
inGO gütelhöfer
April 2, 2008 um 1:35 |
@Marco Haag,
ich denke auch, ein persönliches Magazin ist viel wertvoller. Ihre Kunden werden das sicherlich schätzen und würdigen.
Schreiben Sie das Magazin selber oder lassen Sie es über eine Agentur fertigen?
@Carsten Neumeier,
wir müssen die Kundenzeitungen auch über die Einkaufstaschen „entsorgen“. Die Kunden nehmen einfach das Blatt nicht mehr mit, weil auch der Inhalt erheblich schlechter geworden ist. Die restlichen Zeitungen werden dann über den Papiercontainer beseitigt. Dafür ist das einfach zu teuer…
@Herrn Gütelhöfer,
Ihre Idee mit der Bildschirmwerbung im Laden habe ich auch im Hinterkopf. Da wird sich in naher Zukunft einiges tun und der Markt sich hier kräftig bewegen.
Wie machen Sie Ihr Direktmarketing? Verschicken Sie gezielt Briefe an Kunden?
April 3, 2008 um 5:03 |
Hallo Herr Freese,
bei unserem Magazin handelt es sich um ein Din A3 Blatt einmal gefaltet, wir haben also 4 Seiten zur Verfügung. Wir haben einen festen Rahmen, in den wir Angebote mit kleineren Produktbildern einfügen können, des weiteren haben wir Platz für 3 größere Bilder mit ausreichend Textfeld; dort kommen immer interessante Sachen um und über unseren Betrieb hinein. Des weiteren steht uns die ganze Rückseite zur freien grafischen Verfügung, wobei uns die Agentur hilft. Das ganze Blatt wird in einem Internetportal erstellt, von wo aus es auch sofort an die Zeitung zum Verteilen geschickt wird.
Viele Grüsse
Marco Haag
April 4, 2008 um 6:34 |
@Ludger Freese
@Marco Haag
der Monitor im Ladengeschäft ist tatsächlich eine Alternative; – haben Sie als Fleischermeister doch bei entsprechender „Bestückung“ gleich mehrere Möglichkeiten, den Kunden zu informieren und zu erfreuen. Ich habe mich schon seit längerem intensiv mit Präsentationsmöglichkeiten via Flachbild-Monitor befasst.
Hierzu habe ich hier auf Fleischer/Metzger-Blog eine Serie von drei Folgen zu dem Thema aufgelegt:
„Die Wertschöpfungskette Ihrer Fleischerei auf dem Flachbild-Monitor im Ladengeschäft“.
Einzelheiten hierzu können Sie gleich hier auf Fleischer/Metzger-Blog (nach-)lesen, indem Sie auf nachstehende Links der jeweiligen Serien-Folge klicken:
Folge eins: Einzelne Schritte der Produkt-Präsentation
Folge zwei: Verzehr-Situationen und Zusatznutzen
und -ganz wichtig unter dem Gesichtspunkt der Kostenminimierung-:
Folge drei:
Refinanzierungsmöglichkeiten der Spotkosten.
Eine solche Spot-Serie könnte ein überaus sinnvoller Anfang für eine Fleischerei/Metzgerei sein. An der Reaktion der Kundschaft direkt vor Ort ist schnell abzulesen, in welcher Form mit welchem Inhalt weitere Spots aufzulegen sind, um Kundenwünsche zu wecken und zu erfüllen.
Werbe-Agenturen, die insbesondere die Anforderungen der Fleischerbranche im Focus haben, könnte ich Ihnen gern benennen.
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)
April 5, 2008 um 6:30 |
@Herrn Freese
wir sammeln schon seit Jahren bei jeder Weihnachts-, Oster-, Büffet- und was-weiß-ich Bestellung, Vorbestellung UND Reklamation Adressen in unserer Datenbank. Unsere Kunden werden nach ihrer Einwilligung über direkte Werbung gefragt und NUR wenn sie DORT zustimmen, nutzen wir die Adressen.
Zudem ist geplant, auch Ergebnis unserer letzten Kundenumfrage, ein Bonus-“Treue“-System anzuschaffen. Dadurch erwarten wir nochmal Adressdaten im 5-stelligen Bereich durch unser riesiges Einzugsgebiet. Angedacht ist das Bizerba-Kundenkarten-System in Zusammenarbeit mit einem Kollegen, allerdings in abwandelter Form.
Wie belohnen Sie die Treue Ihrer Kunden?
Gruss aus Mudersbach
inGO gütelhöfer
April 7, 2008 um 3:18 |
Sehr geehrter Herr Freese,
wir vertrauten zur Kundenbindung auf die Kundenzeitschrift Lukullus. Dabei kommt uns zugute, dass wir die Rückseite
für unsere wöchentliche Angebotswerbung nutzen. Sie geben wir unseren Stammkunden am Wochendende die Empfehlungen
für die nächste Woche mit. Der LukullusPLUS-Dienst versorgt uns zusätzlich mit grafisch aufbereiteten Unterlagen.
Faszit:
Mit Lukullus binden wir Kunden und erhöhen und unseren Umsatz.
April 10, 2008 um 7:33 |
@Herrn Gütelhöfer,
wir haben eine Kundenkarte, auf der bei jedem Einkauf ein Stempel versehen wird. Das volle Buch wird dann gegen Wurst eingetauscht. In unserer EDV sind fast 7000 Adressen, die wir nach Orten, PLZ, Gruppen und Jahr ausdrucken können. Dadurch können wir die Kunden sehr gezielt anschreiben. (was wir jedoch noch nicht oft gemacht haben)
@Michael Grom,
es gibt viele gute Möglichkeiten, um die Werbung zum Kunden zu bringen. An die Rückseite habe ich bisher noch nicht gedacht.
Juni 15, 2008 um 8:59 |
Hallo!
Mir ist eine vorgefertigte Kundenzeitschrift viel zu unpersönlich. Die in der Branche kursierenden Hefte finde ich gar billig und anspruchslos. Wenn das zum Image der Fleischerei passt, dann ist die Kombination ideal. Wenn man sich allerdings profilieren möchte, dann gibt es sicherlich Wege, eigene Projekte durchzuführen. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Drucken bei einer Vielzahl von Internetdruckereien momentan eine wirklich zu vernachlässigende Kostenposition ist.
Herzliche Grüße
Dirk Ludwig
http://www.metzgerei-ludwig.de
Juni 16, 2008 um 1:19 |
@Dirk,
ich kenne einige Betriebe, die ein wirklich gutes Kundenmagazin aufgelegt haben. Das Problem ist nicht das Magazin und die Kosten, sondern die Zeit so etwas über einen langen Zeitraum zu erstellen.
Das geht mit einer Agentur, oder vielleicht auch mit aktiven Studenten. Der Druck über eine Internetdruckerei ist ein guter Tipp.
Juli 26, 2008 um 3:06 |
Wir machen monatlich selber ein Info-Blatt das wir unseren Kunden abgeben. Da informieren wir unserer Kundschaft, was gerade aktuell ist, allfällige Aktionen, über Ernährung, neue Produkte, etc. Ich habe die
Erfahrung gemacht, dass die Leute richtig heiß sind auf dieses Monatsblatt.
Sicher es gibt wieder zusätzliche Arbeit,aber ich kenne keinen Metzger in der Schweiz, wo dieses anbietet.Heute kannst du nur überleben, wenn du besser bist und dich abhebst gegenüber den anderen.
November 8, 2008 um 7:13 |
Wir arbeiten zur Zeit an einer Erweiterung unseres Angebotes. Die Bildschirmwerbung (Theken-TV) mit unseren derzeit über 120 Kochvideos, über 2000 Produktfotos und eigenen Medien der MM&M-Kunden, wurde in dieser Diskussion ja bereits angesprochen. Und natürlich kann man den Bildschirm dazu nutzen, auch Inhalte der klassischen Kundenzeitschrift zu verbreiten. Mit unseren Rezepten nehmen die Kunden dann sogar etwas individuell Gedrucktes (mit Logo usw.) mit nach Hause. Neu bei MM&M ist aber, dass man sich bald auch Druckerzeugnisse selbst online zusammenstellen kann. Ergebnis ist eine pdf-Datei, die man an die Druckerei sendet oder selbst ausdruckt.
Die hier geführte Diskussion über den Nutzen einer Kundenzeitung ist eine weitere interessante Anregung aus der Praxis.
Beste Grüße
Albert Fetzer
Oktober 29, 2009 um 6:36 |
Das Angebot Lukullus ist hervorragend.
Sämtliche Anregungen für unseren Partyservice entnehmen wir Ihrer Zeitung. Glauben Sie uns, die Kuden danken es uns . Nicht alles lässt sich in großen Mengen verwirklichen, aber das, was wir umsetzen kommt gut an.
Wir möchten auf diese Zeitung nicht verzichten. Unser Fleischer legt uns jede Woche ein Exemplar zurück, weil sie sehr schnell vergriffen sind.
Weiter SO