In der Serie „Fleischermeisters Spitzenprodukt“ werden Ihnen, dem qualitätsbewussten Verbraucher seit nunmehr nahezu anderthalb Jahren in loser Folge handwerkliche Premiumprodukte aus verschiedenen Bundesländern Deutschlands vorgestellt. Die jeweiligen Spitzenerzeugnisse sollen in ihrer Summe und außergewöhnlichen Vielfalt die ganz besondere qualitative Leistungsfähigkeit und Kreativität der Fleischer/Metzgerbranche verdeutlichen.
Heute lesen Sie nachstehend, welche Informationen uns Metzgermeister Alfons Gierl aus der niederbayerischen Hofmetzgerei Höfermühle zu seinem regional-typischen Top-Erzeugnis geliefert hat.
„Ich, Alfons Gierl bin Metzgermeister aus Leidenschaft und habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Heute möchte ich Ihnen unser original „Niederbayerisches Schwarzgeräuchertes“ vorstellen, eine regionale Spezialität, die bei uns im Bayerischen Wald traditionell „G’selchtes“ heißt:
Die herstellende Metzgerei:
Hofmetzgerei
Höfermühle
Alfons Gierl
Zur Mühle 1
94244 GeiersthalDie ganz besondere Kreation:
Niederbayerisches Schwarzgeräuchertes = G’selchtes
Bildquelle: Hofmetzgerei Höfermühle Alfons Gierl, 94244 Geiersthal
www.hofmetzger.deDas G’selchte
Das G’selchte stammt bei uns aus bestem niederbayerischen Schweinefleisch aus eigener Herstellung und Schlachtung. Wir verarbeiten ausschließlich körnergefütterte Schweine und beziehen diese seit Jahren vom gleichen niederbayerischen Landwirt, der nach höchsten Qualitätskriterien arbeitet. Nur so können wir die Herkunft unserer Erzeugnisse einhundertprozentig garantieren. Das Schwarzgeräucherte wird trocken gesalzen und im Fass mit Gewürzen und anderen Zutaten nach unserem traditionellen Hausrezept sechs Wochen eingesurt. Bei uns fertigt nur der Chef die Köstlichkeiten!
Reifung
Im Anschluss an diesen Prozess wird es zunächst über Tannen- und sodann über Buchenholz geräuchert. Der Räucherprozess dauert gute drei Tage und ist garantiert frei von irgendwelchen Herstellungsprozess-Beschleunigern. Vielmehr handelt es sich um eine vollkommen natürliche Reifung. Hierdurch erhält unser G’selchtes die typische Farbe und das spezielle Aroma.
Letztlich kommt es zur Nachreifung noch einige Tage in den Kühlraum.
Sonderform
Eine Sonderform ist das Surfleisch, das ebenso wie das Geräucherte hergestellt, jedoch nicht geräuchert wird. Damit macht man einen Surbraten mit Sauerkraut und Leberknödel. Der Surbraten wird wie Schweinebraten gemacht.
Das schönste Kompliment der Kundschaft
Der Einheimische sagt:
„Zu ana gscheidn’ Brotzeit ghert des dazua.“
„Beim Gierl schmeckt das Geräucherte wie früher vom Opa.“
Der (von weither angereiste) Tourist sagt:
„Ein wahrer Gaumenschmaus, der seines Gleichen sucht; daher kommen wir jedes Jahr im Urlaub immer wieder gern bei Ihnen vorbei.“
Der Online-Shop-Käufer sagt:
„Jetzt müssen wir nicht mehr so weit fahren, um uns Bayern nach Hause zu holen – auf einen Tag wird es jetzt geliefert.“
„Eine absolute Rarität.“
Weitere Beispiele für handwerkliche Kreativität und besondere Aktionen:Wir sind ein typischer Familien-Betrieb. Wir betreiben vom Schlachthaus über die Wurstküche, die Räucherkammer und das Kühlhaus bis zum Hofladen alles in Eigen-Regie. Wenn Sie uns auf der Höfermühle besuchen, treffen Sie die Mutter Anna Gierl an, die im liebevoll eingerichteten Hofladen verkauft und überhaupt den ganzen Tag über auf dem Hof in Aktion ist.
Unsere selbst hergestellten Wurstsorten werden überwiegend jeweils in mehreren Varianten angeboten, um insbesondere auch unseren Stammkunden eine besondere Vielfalt bieten zu können. Kulinarische Sonder-Aktionen führen wir auf unserem Hof immer gern mit Saisonbezug durch. So hat zum Beispiel unser alljährliches sommerliches Hoffest in der Region bereits Tradition und zieht jedes Jahr mehr Besucher.
Ein herzliches Grüß Gott sendet Alfons Gierl und Familie.“
Gemäß Metzgermeister-Information ist auch das Premium-Produkt G’selchtes nicht nur im Hofladen der Hofmetzgerei erhältlich, sondern kann auch im Online-Shop bezogen werden.
Gern können Sie das besondere Erzeugnis hier nachstehend unter Kommentare entsprechend würdigen.
Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)
Links:
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März 3, 2008 um 6:09 |
Das sieht sehr gut und lecker aus, was der Metzgermeister Gierl in seiner Hofmetzgerei anbietet. Ob er jetzt teuer oder billig ist oder in der Mitte liegt, darüber muß ich mich erst kundig machen.
Aber selbst, wenn er preisgünstig ist, kommen immer noch die Versandkosten dazu, die ja auch nicht von „schlechten Eltern“ sind, sprich es ist ganz schön viel !
Natürlich ist mir klar, daß der Versand von Fleisch- und Wurstwaren eine entsprechende Verpackung benötigt, die natürlich auch kostet.
Also um es mal kurz zu sagen: warum soll ich in Bayern einkaufen um für ein bestimmtes Quantum an Wurst – sagen wir mal 30 € – zu bezahlen, wenn ich etwas ähnliches auch hier zum halben Preis kriegen kann. (kein Versand und Verbrauchsnah).
Also ich will das nicht schlecht machen und ich bin überzeugt, daß die Produkte von höchster Qualität sind.
Ein weiteres Problem tut sich für mich als einkaufsunerfahrener männlicher Single auf: ich habe keine Vorstellungen über die Menge. Wieviel Scheiben sind 500 g Wurst. Wie lange hält die, nachdem sie schon drei Tage Versand hinter sich hat ?
Tja… das sind so meine Gedanken dazu !
März 5, 2008 um 9:38 |
Antwort:
Erst einmal danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihren Kommentar zu unserem Schwarzgeräucherten.
Billig oder teuer … ein kg Schwarzgeräuchertes kostet 15,50 EUR zzgl. Versand 4,90 EUR – dann sind wir bei 20,40 EUR.
Natürlich ist das nicht billig, jedoch müssen Sie bedenken, dass wir alles in Familienregie herstellen und nach Originalrezept arbeiten. Auch wird der Herstellungsprozess wird nicht beschleunigt – jeder Arbeitsschritt erfolgt in Handarbeit. Zudem ist der Rohstoff qualitativ absolut hochwertig – vom körnergefütterten Schwein – also keine Massenware, die von irgendwo aus dem Schlachthof kommt. Wir schlachten unsere Tiere stressfrei im eigenen Schlachthaus.
Beispielsweise sagen unsere Kunden immer wieder, dass Sie selten so ein gutes Schweinefleisch gekauft haben – es verliert sich nicht in der Pfanne, wird nicht kleiner, sondern geht eher auf.
Rohschinken anderer Güte können Sie natürlich vermeintlich billiger im Supermarkt vor Ort kaufen – das ist überwiegend Fabrikware und niemand kann Ihnen die 100%-ige Herkunft garantieren. Aber ist der Schinken dann auch wirklich billiger?
Oder Sie sind mit Ihrem Metzger am Ort so zufrieden und lieben dessen Schinken, dann ersparen Sie sich natürlich die Versandkosten. Das ist der Idealfall. Doch gibt es diesen Metzger am Ort noch?
Leider ist es jedoch heute so, dass viele Metzger einen Teil ihrer Waren heute liefern lassen – also wird vom Katalog aus der Wurstfabrik bestellt. Der Grund: es ist eben billiger als die eigene Herstellung.
Betrachtet man nur den Preis, dann kauft man eben ein Massenprodukt und nicht etwas regional Typisches, das nur bei uns diesen einzigartigen Geschmack hat.
Bei uns wird jedes Stück in die Hand genommen und läuft über kein Fließband. Jedes Stück Fleisch wird eigens ausgewählt.
Wir könnten hier lange diskutieren – Fakt ist, dass der Metzger von heute entweder über Qualität arbeitet oder er lässt sich über den Preis der Supermärkte diktieren. Macht er dies, wandern die Leute trotzdem ab, denn der Kunde kauft ja seine anderen Lebensmittel auch dort – warum soll er dann noch zum Metzgermeister am Ort gehen?
So sterben Jahr für Jahr die Einzelunternehmen in allen möglichen Branchen.
Also geht es nur über Topqualität.
Zum Thema Versand und Haltbarkeit … Wir halten die Versandkosten so gering wie möglich, was nicht einfach ist, denn auch hier steigen die Preise. Wir verwenden ausschließlich weiße Kartons, die Ware wird am Tag des Versands Vakuum verpackt, ein sehr hochwertiges Kühlakku (wieder verwendbar) wird beigelegt, das ganze noch mal in eine eigens dafür vorgesehene Folie gewickelt und ab geht die Post. Innerhalb Deutschlands haben wir einen Tag Versandzeit – also heute bestellt – morgen geliefert – übers Wochenende verschicken wir nicht.
Logistisch ist das alles ein größerer Aufwand, der natürlich mit dem Verkauf im Hofladen nicht zu messen ist.
Ist das Schwarzgeräucherte dann bei Ihnen, können Sie es entweder im Vakuum für mindestens vier Wochen belassen oder Sie schneiden es auf und es hält noch zwei Wochen. Aber dazu kommt es meistens nicht, denn die Kunden warten ja schon auf die Lieferung und schwupp di wupp ist es weg.
Wie viel pro Nase …: ich garantiere Ihnen – machen Sie mal 500g Schwarzgeräuchertes mit Sauerkraut im Topf … das essen Sie als Single spätestens am nächsten Tag auf.
Ansonsten sind 500g für zwei vernünftige Brotzeiten.
Viele Grüße sendet
Jeanette Gierl
März 5, 2008 um 8:24 |
@ Gucky
Vielen Dank für Ihre Überlegungen, die offensichtlich um zwei generell sehr wichtige Themen kreisen:
1) Warum sollte ein Endverbraucher in einem Online-Shop kaufen, wo er doch auch zu seinem regionalen Fleischer gehen könnte.
2) Warum sollte dieser Endverbraucher eventuell sogar etwas mehr für die Online-Shop-Ware bezahlen als für ‘ähnliche’ Ware in seinem Heimatort?
ad 1) Die Bereitschaft, online Produkte zu erwerben, die man vor Ort nicht bekommt wächst mit der Qualität und dem Image des betreffenden Lebensmittels. Je besser ein niederbayerisches Regionalprodukt wie im vorliegenden Beispiel verspricht, Ihnen einen ganz besonderen, auf jeden Fall aber anderen Genuss zu bereiten als ein ‘ortsnahes’ Erzeugnis, umso eher werden wahrscheinlich auch Sie geneigt sein zu ordern. Im vorliegenden Beispiel würden Sie mit dem „G’selchten“ auch ein Stück Bayern oder Bayerischer Wald einkaufen und beim Verzehr möglicherweise in Ferien-Erinnerungen schwelgen.
Ein Online-Shop kann generell nur schwer beim ersten Mal Kauf entscheidende Emotionen erzeugen; – haben Sie sich aber erst einmal für einen ersten Kauf entschieden, werden Ihnen sehr wahrscheinlich Geschmack, Biss, Qualität und die liebevolle Verpackung des „G’selchten“ die Entscheidung leicht machen nachzuordern. Und insbesondere dann zeigen sich die großen Vorzüge eines Online-Shops mit seinen Rund-um-die-Uhr-Bestellmöglichkeiten.
ad 2) Der Preis einer Ware ist meines Erachtens immer dann von untergeordneter Bedeutung, wenn das betreffende Produkt ‘unvergleichlich’ ist. Denn womit wollen Sie in Ihrer Heimat – und wir wohnen in demselben Bundesland NRW – das Original Niederbayerische Schwarzgeräucherte der Hofmetzgerei Höfermühle mit all den von Jeanette Gierl oben geschilderten Vorzügen vergleichen? Zudem wird auch Ihnen ein Vergleich umso schwerer fallen, je weniger Sie das „G’selchte“ kennen. Was liegt da näher, als diese regionale Spezialität einfach mal auszuprobieren?
Auch ich würde mich freuen, hier auf dem Blog wieder von Ihnen zu hören.
Herzliche Grüße sendet
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)