Archiv für März 2008

Ist die Kundenzeitung noch zeitgemäß?

März 30, 2008

Wir geben unseren Kunden schon seit einigen Jahren ein kleines Wochenmagazin mit. Dieses Blättchen wird von einer zentralen Druckerei in großer Auflage gedruckt und dann mit unserem Logo und Adresse etc. versehen. In unserem „Feinschmecker Journal“ werden Rezepte, Urlaubsorte, Kreuzworträtsel und Rätsel/Witze vorgestellt.
Seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, ob solche „Kundenzeitschriften“ noch wichtig sind. Verlangen die Kunden nach diesem Magazin? In vielen Fleischereien werden diese Magazine ausgelegt. Doch wie wertvoll ist das „FREESE Feinschmecker Magazin“ noch, wenn es das gleiche Heft in jeder anderen Fleischerei auch gibt?
Mit dieser Frage gehe ich schon seit einiger Zeit „schwanger“ und möchte hier im Fleischerblog von meinen Kollegen/innen einmal wissen, welche Erfahrungen Sie mit einer „Kundenzeitschrift“ gemacht haben. Haben sie eine „Standardversion“ oder ein Magazin, das auf Ihren Betrieb zugeschnitten ist? Oder bieten sie keine kostenlose „Kundenzeitschrift“ mehr an?

Für mich ist Service am Kunden sehr wichtig und wir möchten uns schon ein wenig von den „anderen“ abheben. Daher bin ich über zahlreiche Meinungen sehr dankbar.
Internette Grüße von: Ludger Freese

Bildquelle: Die Kundenzeitschrift „Freeses Feinschmecker-Journal“ (Foto: Ludger Freese)

Der anspruchsvolle Verbraucher und die Rückverfolgbarkeit

März 27, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

Ihre Haupt-Zielgruppe ist der „anspruchsvolle Verbraucher“. Diese bedeutsame Kundengruppe wird in letzter Zeit verstärkt auch von Discountern und Supermarkt-Ketten umworben. So hat sich der Discounter Plus seit einiger Zeit mit Bio-Fleisch in Form von Rinderhack für diese Zielgruppe profiliert. Und der Discounter Aldi-Süd nutzt seine offenbar positiven Erfahrungen mit Bio-Wurst, um durch die avisierte Erweiterung seines Bio-Sortiments ebenfalls seinen Ruf als Anlaufstelle für den „anspruchsvollen Verbraucher“ zu untermauern.

Edeka-Nord bedient z. B. den Kundenwunsch dieser Zielgruppe nach Qualität, Zuverlässigkeit und Transparenz, indem man eine besondere Rückverfolgungsmöglichkeit durch „offene Deklaration an der Fleischtheke“ eingerichtet hat. So kann sich der Endverbraucher über eine Internet-Plattform durch Eingabe eines am Fleischstück in der Theke ausgewiesenen Identifikations-Codes sachkundig machen, von welchem Landwirt das gekaufte Fleischstück stammt.

Die Frage ist also: „Wie können Sie als regional operierender Einzel-Unternehmer dieser auch von Ihrem Kunden gewünschten Qualität, Sicherheit und Transparenz bestmöglich entsprechen?“ – Oder: „Durch welche Maßnahmen können auch Sie oder insbesondere Sie erstklassige Transparenz vermitteln?“

Die Antwort lautet: „Spielen Sie Ihre Stärken aus!“ – Denn Sie haben ganz entscheidende Vorteile, die es gilt, dem Endverbraucher –und darunter insbesondere immer wieder auch Ihren Stammkunden und Intensiv-Verwendern- bewusst zu machen:

Sie haben insbesondere als nicht filialisierender Einzelhändler ein vergleichsweise kleines und überschaubares Sortiment

Die Anzahl Ihrer Einkaufsstätten (Bauern) ist in aller Regel eng begrenzt

Wahrscheinlich können auch Sie den größten Teil Ihres Einkaufs lokal oder regional besorgen. D. h. Sie kennen wahrscheinlich die einzelnen Bauern persönlich durch unmittelbaren Kontakt, Sie kennen deren Fütterungs/Zuchtmethoden.

Eventuelle qualitative Abweichungen sind schnell auffällig. Sie können umgehend oder kurzfristig reagieren.

Durch Regional-Einkauf leisten Sie und Ihre Kunden einen entscheidenden Beitrag zum immer wichtiger werdenden Klimaschutz.

Durch mögliche Schlachthofnähe zum jeweiligen Tiere-Standort wird den Tieren ein weitestgehend stressfreier Transport zum Schlachthof ermöglicht.

Nachstehend folgen einige sinnvolle praktische Beispiele, wie einzelne Ihrer Kolleginnen/Kollegen die besondere Vorteilhaftigkeit eines Einkaufs in einer Fleischerei/Metzgerei ihrer Kundschaft vermitteln:

So hat einer Ihren Kollegen ständig ein weithin sichtbares Display hinter seiner Ladentheke positioniert, auf welchem deutlich zu lesen steht:
„Unser Frischfleisch stammt heute vom Bauern Mustermann.“ Der Bauer wird abgebildet. Die Anschrift des Hofes ist deutlich lesbar.Je nach Lieferung wird der Name des Bauern dann ausgewechselt.
Das ist eine Form von Transparenz, die sich auf das ganze betreffende Sortiment bezieht. Einzelnachweis an Fleischstücken entfällt hier sogar.

Ihr Kollege Carsten Neumeier aus der Landfleischerei Neumeier im hessischen Lichtenau-Walburg konzentriert seinen Fleischeinkauf auf einige wenige Lieferanten. Durch diese Lieferanten-Beschränkung konnte er seine Wurstprodukte jeweils durch einen Bauern-Clip kennzeichnen, der „über seine spezifische Farbe auf die jeweilige Fleischprovenienz“ hinweist. (Vgl. hierzu Fleischer/Metzgerblog-Beitrag vom 16. November 2007).

Ihr Kollege Dirk Flechsig – Fleischfachgeschäft Flechsig GmbH – im westfälischen Kamen und Bergkamen bevorzugt beim Einkauf „Fleisch aus artgerechter Tierhaltung“. Die Transparenz vermittelnde Standortnähe der betreffenden Herden zu seinen beiden Geschäften nutzt er geschickt, an den Regional-Stolz seiner Kundschaft zu appellieren und auf seinen Beitrag zum Klimaschutz hinzuweisen.

Ihr Kollege Alfons Gierl aus der Hofmetzgerei Höfermühle in niederbayerischen Geiersthal im Bayerischen Wald profitiert gar von seinem „Fleischeinkauf auf dem Nachbargrundstück“. Er betreibt vom Schlachthaus über die Wurstküche, die Räucherkammer und das Kühlhaus bis zum Hofladen alles in Eigen-Regie und vermittelt somit ein Höchstmaß an Transparenz und Vertrauen. (Vgl. Fleischer/Metzgerblog-Beitrag vom 03. März 2008).

Weitere Anregungen unter Kommentare sind willkommen. Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Serie: Fleischermeisters Spitzenprodukt! Heute: Volker Warneckes „Hausgemachte, fettarme Fleischwurst“

März 20, 2008

In der Serie „Fleischermeisters Spitzenprodukt!“ werden Ihnen, dem qualitätsbewussten Verbraucher in loser Folge seit nunmehr nahezu anderthalb Jahren handwerkliche Premiumprodukte aus verschiedenen Bundesländern Deutschlands vorgestellt. Sie sollen Ihnen in ihrer Summe und ungewöhnlichen Vielfalt die ganz besondere Kreativität der Fleischer/Metzgerbranche verdeutlichen.

Lesen Sie hierzu nachstehend, welche besonderen Informationen uns hierzu Fleischermeister Volker Warnecke zu einem seiner Spitzenerzeugnisse geliefert hat.

„ Ich, Volker Warnecke bin Fleischermeister aus Hamburg. Meine Hobbys sind – wenn mal Zeit ist!? – etwas Pferdesport und Radfahren und heute einmal als Fleischer/Metzgerblog-Autor.

 

Die herstellende Fleischerei:

Fleischerei und Partyservice Volker Warnecke

Saseler Chaussee 33

22391 Hamburg

Inhaber: Volker Warnecke

Verantwortlich seit: 1993

Web: http://www.ffvw.de und http://fleischerei-warnecke.de

 

Die ganz besondere Kreation:

warnecke-hamburg-hausmacher-fettarme-fleischwurst.gif

Hausgemachte, fettarme Fleischwurst (unten links)
(dargestellt im Verbund mit unseren Bierschinken (o. li.), Jagdwurst (o. re.) und Mortadella (u. re.))

Bildquelle: Fleischerei und Partyservice Volker Warnecke, 22391 Hamburg

Unsere hausgemachte, fettarme Fleischwurst

Unsere hausgemachte fettarme Fleischwurst ist eine ausgesprochene Spezialität unserer Fleischerei. Sie enthält 50% weniger Fett als unsere Standard-Fleischwurst und wird unter Verwendung von Probiotischen Kulturen der Firma Raps GmbH & Co KG. aus 95326 Kulmbach hergestellt.

Wir verarbeiten ausschließlich Susländer Schweinefleisch.

Das Susländer Schwein hat seine Heimat dicht vor unserer Haustür in Schleswig-Hostein in einem Umkreis von 25 Kilometern vom Schlachthof in Seestermühe in der Elbmarsch.

Alle Susländer Schweine werden nach einem besonderen Mastverfahren unter der Obhut qualifizierter Landwirte aufgezogen. Das Futter ist frei von jeder Art chemischer Zusätze. Es wird ein hoher Anteil an Erbsen, Kokos- und Palmkernfett verfüttert – Delikatessen für die Tiere. Die Ställe sind hell, sauber und geräumig, voller Tageslicht und frischer Luft. Das Fleisch hat einen eigenen würzigen Geschmack, wie zu Omas Zeiten. Es hat eine kräftige rote Farbe und einen festen aromatischen Speck. Es ist zart im Biss und hat eine hohe vitalisierende Lebensmittelqualität.

 

Aufgrund geringer Entfernung ist ein weitestgehend stressfreier Tiertransport zum Schlachthof gewährleistet.

 

Was ist drin in der Wurst:

Unsere hausgemachte fettarme Fleischwurst enthält Susländer Schulter, mager – Trinkwasser, einen geringen Anteil an Susländer Speck, sowie Salz und Gewürze mit Oligofructose. Die prozentuale Zusammensetzung bleibt natürlich unser Geheimnis.

 

Schnittbreite und Aroma:

Ihr besonderes Aroma entfaltet die Wurst bei Raumtemperatur und einer Schnittbreite von ca. 5 mm.

 

Frische:

Unsere hausgemachte fettarme Fleischwurst wird in der Regel wöchentlich mehrfach frisch hergestellt.

Auszeichnungen:

Eine Auszeichnung macht uns besonders stolz: Das ist die Beilage „Die 400 besten Metzger Deutschlands“ in der Ausgabe 03/2007 vom „Feinschmecker.


Das schönste Kompliment der Kundschaft:

Wir freuen uns, viele Kunden zu unserer Stammkundschaft zu zählen, die uns buchstäblich über mehrere Jahrzehnte die Treue halten. So sagte uns kürzlich ein langjähriger Hamburger Kunde: “Seit über 50 Jahren kaufe ich bei Ihnen Fleisch und Wurst und habe immer erstklassige Ware von Ihnen erhalten.“ Uns erreichen auch immer wieder Email-Bestellungen aus den USA, was wir als einen ganz besonderen Vertrauensbeweis einstufen.

Weitere Beispiele für handwerkliche Kreativität und besondere Aktionen

Fleischerei

Aufgrund der geschilderten Besonderheiten des „Susländer Schweins“ verarbeiten wir dieses Schweinefleisch ebenfalls zur großen Zufriedenheit unserer Kundschaft nicht nur zur fettarmen Fleischwurst, sondern auch zu fettarmen Bierschinken, Jagdwurst und Mortadella Insbesondere unsere regionale Stammkundschaft weiß die besondere Frische und die Angebotsvielfalt zu nutzen. Alle Wurstsorten, die wir selbst produzieren, werden nach traditionellen Rezepten unseres Hauses hergestellt.

Partyservice

Im Partyservice lassen wir uns immer dann gern fordern, wenn es gilt, Firmenfeste oder Hochzeiten zu organisieren. Unser ganzes Team ist zudem versiert im Herrichten von Buffets, Häppchen, Braten, Fischplatten und Desserts.

 

Es grüßt Sie herzlich aus Hamburg: Volker Warnecke.“

 

 

Gemäß Fleischermeister-Information können die Spitzenprodukte aus der Fleischerei Warnecke nicht nur im Ladengeschäft erworben sondern auch per eMail, Fax, Telefon bestellt werden.

Gern können Sie auch hier wieder das besondere Erzeugnis unter Kommentare entsprechend beurteilen.

Ich danke für Ihr Interesse und grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Unser Stolz und unser Streben

März 16, 2008

Das neue Leitbild für unseren Berufstand ist erstellt worden. Dieses moderne Gruppenleitbild beschreibt das Fleischerhandwerk im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld. Uns wird mit dem Leitbild bewusst gemacht, wie unser Verhältnis zu unseren Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten, der Umwelt oder der Wertigkeit von Lebensmitteln ist.
Das Leitbild wurde von der renommierten Schweisfurth-Stiftung erstellt und von Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald moderiert. Ich schätze seine Weitsicht sehr und mag seine besonnene und verständliche Wortwahl.

Die Schweisfurth-Stiftung hat nun gemeinsam mit dem Deutschen Fleischerverband eine Einladung nach München ausgesprochen, um das Leitbild in die Fleischer-Fachgeschäfte zu tragen. Zu diesem ersten Treffen waren 14 Betriebe eingeladen, die in einem Workshop die Arbeit aufgenommen haben. Ich habe die Einladung gerne angenommen und möchte mich an der Umsetzung beteiligen. In dem kreativen Treffen wurde uns das Leitbild vorgestellt. Ich habe nicht für möglich gehalten, welches Potenzial im Leitbild steckt.
Nach dem Kernsatz folgen vier Dimensionen, die unsere Branche sehr gut beschreiben.

Der Kernsatz lautet:

Unser Stolz:
Fleisch- und Wurstwaren,
Kostbarkeiten für das Leben,
natürlich, regional, edel,
mit meisterlicher Kunstfertigkeit und Sachverstand,
unverwechselbar vom Fleischhandwerk hergestellt.
Unser Streben:
in allen Handeln kooperativ und kommunikativ,
geleitet von Respekt und Verantwortung.

In dieser ersten Passage steckt unglaublich viel drin. (Bitte öfter und langsam lesen) Wir werden über zwölf Monate als Betrieb, gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, diesem Leitbild mit seinen vier Unterpunkten (Dimensionen) in kleinen Schritten ein reales, praktisches Berufsbild geben. Auf diese Arbeit bin ich stolz und ich freue mich darauf.
Ich werde versuchen, immer wieder hier im Fleischerblog über diese Arbeit zu berichten.

Kennen Sie Leitbilder in der Wirtschaft? Hat Ihr Betrieb ein eigenes Leitbild ? Wie sehen Sie unsere Branche leitbildgestützt?

Ihr Kollege Ludger Freese aus Visbek.

(Foto: Das neue F-Markenlogo des DFV vor unserem Geschäft.)

„Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“ – eine Würdigung

März 15, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
jetzt hat auch der von der proeller.de GmbH in 69502 Hemsbach herausgegebene Infodienst Ernährung „meat-n-more.info“ eine Würdigung des Sachbuchs „Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“ vorgenommen. In der Rubrik meat-n-more.info – Buchtipp befasst sich der Chef-Redakteur Dipl.-Ing. Thomas Pröller mit der besonderen Nutzen-Stiftung des Buches für die Fleischer/Metzger-Branche.

Lesen Sie hieraus bitte nachstehend:

Meat-n-more.info – Buchtipp:

Neu von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt:

 

„Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“

Praktiker im Web-Dialog – Erfahrungs-Berichte, Dauerbrenner, Trends und Strategie-Konzepte

 

Sie suchen praxiserprobte Tipps zur Kundengewinnung und Kundenpflege im Fleischerfachgeschäft? Sie erwarten praxiserprobte Tipps, die in unterschiedlichen Regionen Deutschlands mit ländlicher und städtischer Kundschaft erprobt sind. Sie mögen klare Aussagen und lehnen trockenes BWL-Fachchinesisch ab? Dann kann gibt es endlich wieder ein neues Buch für Sie:

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt, der Autor der „Fleischerei mit Fadenkreuz“-Sachbuch-Serie mit eigener Kolumne im meat-n-more-Portal präsentiert sein neuestes Werk: „Best of Fleischer / Metzger-Blog 2007!“ – Erfahrungs-Berichte, Dauerbrenner, Trends und Strategie-Konzepte -

Hierbei handelt es sich um eine verantwortungsbewusste Zusammenstellung von ausgesuchten Beiträgen und qualifizierten Kommentaren, die auf Fleischer / Metzger – Blog (www.fleischerblog.wordpress.com) im Laufe des Jahres 2007 veröffentlicht worden sind.

Den ganzen Artikel lesen

Auch Sie könnten durch das Sachbuch von den Erfahrungsberichten und Strategie-Konzepten Ihrer Kolleginnen und Kollegen auf vergleichsweise günstige Art und Weise profitieren.

Nachstehend noch einmal die Daten zum Sachbuch in Kurzform:

Das Sachbuch:
160 Seiten, Softcover

Der Buchpreis:
€ 27,70 verpackt frei Haus (Deutschland, übrige EU-Länder und die Schweiz)

Der Verlag:
Bastian Schmidt Verlag, Turmstr. 8, D 33615 Bielefeld

Ausführliche Infos und Online-Bestellmöglichkeit:
www.bastian-schmidt-verlag.de
oder Fax: 0521 – 55 730 80

Ich danke für Ihr Interesse und grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

„Demographischer Wandel“ – bundesweiter Aktionstag der ARD am 19. April 2008

März 11, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
der demographische Wandel unseres Landes geht auch Sie an! Denn wir in Deutschland werden

  • weniger
  • älter
  • bunter
  • Sinkende Einwohnerzahlen, sich ändernde Sozialstrukturen und kulturelle Einflüsse werden das Kaufverhalten auch in Ihrer Fleischerei/Metzgerei beeinflussen.

    Ich möchte deshalb Ihr Augenmerk auf eine Initiative von ARD und Deutscher Städtetag im Monat April richten, die zu Beginn der Themenwoche „Mehr Zeit zu leben – Chancen einer alternden Gesellschaft“ einen bundesweiten Aktionstag mit einschließt.

    Der Aktionstag trägt den Titel „Demographischer Wandel“.

    Das Datum: 19. April 2008

    Hierbei sind die Kommunen Deutschlands aufgefordert, diesen Tag zu nutzen, um den Bürgerinnen und Bürgern Anregungen zur innovativen Gestaltung des demographischen Wandels zu geben.

    Während sich die ARD selber mit Beiträgen in Hörfunk-, Fernseh- und Online-Angeboten beteiligt, ist es den Kommunen weitestgehend frei gestellt, in welcher Form sie sich hier einbringen.

    So will man in Siegen den Tag nutzen, „Zukunftsstrategien mit den Fachleuten aus Wirtschaft, Kirche, Verbänden, Universität und Politik zu diskutieren“. Denn in Siegen befürchtet man, aufgrund eines möglichen Abrutschens unter die 100.000-Einwohnermarke, den derzeitigen Großstadt-Status zu verlieren. Die Folgen wären u. a. eine „Verringerung der bevölkerungsgebundenen Zuweisungen des Landes“, sowie eine Abnahme der Kaufkraft.

    In Bielefeld hat man an diesem Tag einen

    „Demographischen Stadtrundgang“

    im Angebot. Hier sollen den Bürgerinnen und Bürgern am Beispiel eines ausgewählten Stadtteils von verschiedenen Experten Eindrücke vermittelt werden, welche Ausprägungen das „Weniger, Älter und Bunter“ schon heute hat und welche Konsequenzen und Innovationen daraus abzuleiten sind.

    Sicherlich sind auch in Ihrer Region ähnliche Aktionen in Vorbereitung. Die hier folgende ARD-Site gibt hierzu eine nähere Erläuterung. Eine Teilnahme könnte sicherlich auch Ihre Sichtweise für die künftige Aufstellung Ihrer Fleischerei/Metzgerei schärfen.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Die Darstellung der „Verzehr-Situation“

    März 7, 2008

    Diejenigen unter Ihnen, die Besitzer und Leser meiner Bücher sind, wissen seit längerem, warum ich aus Überzeugung Kunden-Orientierung und –Nutzenstiftung empfehle. Mehr noch: Ich habe als Strategie-Berater in ungezählten Unternehmergesprächen, als Referent in Fachseminaren sowie als Autor in verschiedenen Publikationen insbesondere auf die Verkauf förderliche Darstellung von „Verwendungs-Situationen“ hingewiesen. Denn die optische Vermittlung solcher „Verzehr-Situationen“ in Flyern, Zeitungswerbung oder auf der Website erzeugt beim Kunden in aller Regel eine emotionale Verfassung, die allein durch Produkt-Präsentation im Ladengeschäft nicht zu vermitteln ist.

    Der Grund für die besondere Verkauf stimulierende Wirkung ist hier erklärt: Durch die Visualisierung der „Verzehr-Situation“ verlagern Sie den Verkauf von der reinen Produkt-Ebene in die Kauf entscheidende Ebene der Nutzenstiftung für den Kunden. Die ersten Supermärkte gehen dazu über, auf ihren über der Kassenzone hängenden Monitoren diese Form der „Produkt-Verwendung“ darzustellen. Der Erfolg dieser Art von Präsentation ist meines Erachtens ohne Frage vorhersehbar.

    Nun wird nicht jeder unter Ihnen, und vielleicht insbesondere nicht Sie persönlich einen Monitor im Ladengeschäft hängen haben. Ganz sicherlich jedoch haben Sie eine Waage mit einem für den Kunden sichtbaren Display, das ganz sicher den jeweiligen Produkt-Preis und vielleicht auch das Produkt selbst visualisiert.

    Wäre es nicht eine Überlegung wert, dieses Display nutzenorientiert einzusetzen?

     

    Herzliche Grüße sendet

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Serie: Fleischermeisters Spitzenprodukt! Heute: Alfons Gierls „G’selchtes“ aus der Hofmetzgerei Höfermühle

    März 3, 2008

    In der Serie „Fleischermeisters Spitzenprodukt“ werden Ihnen, dem qualitätsbewussten Verbraucher seit nunmehr nahezu anderthalb Jahren in loser Folge handwerkliche Premiumprodukte aus verschiedenen Bundesländern Deutschlands vorgestellt. Die jeweiligen Spitzenerzeugnisse sollen in ihrer Summe und außergewöhnlichen Vielfalt die ganz besondere qualitative Leistungsfähigkeit und Kreativität der Fleischer/Metzgerbranche verdeutlichen.

    Heute lesen Sie nachstehend, welche Informationen uns Metzgermeister Alfons Gierl aus der niederbayerischen Hofmetzgerei Höfermühle zu seinem regional-typischen Top-Erzeugnis geliefert hat.

    „Ich, Alfons Gierl bin Metzgermeister aus Leidenschaft und habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Heute möchte ich Ihnen unser original „Niederbayerisches Schwarzgeräuchertes“ vorstellen, eine regionale Spezialität, die bei uns im Bayerischen Wald traditionell „G’selchtes“ heißt:

    Die herstellende Metzgerei:

    Hofmetzgerei
    Höfermühle
    Alfons Gierl
    Zur Mühle 1
    94244 Geiersthal

    Die ganz besondere Kreation:

    hofmetzger-gierl-gselchtes.jpg

    Niederbayerisches Schwarzgeräuchertes = G’selchtes
    Bildquelle: Hofmetzgerei Höfermühle Alfons Gierl, 94244 Geiersthal

    www.hofmetzger.de

    Das G’selchte

    Das G’selchte stammt bei uns aus bestem niederbayerischen Schweinefleisch aus eigener Herstellung und Schlachtung. Wir verarbeiten ausschließlich körnergefütterte Schweine und beziehen diese seit Jahren vom gleichen niederbayerischen Landwirt, der nach höchsten Qualitätskriterien arbeitet. Nur so können wir die Herkunft unserer Erzeugnisse einhundertprozentig garantieren. Das Schwarzgeräucherte wird trocken gesalzen und im Fass mit Gewürzen und anderen Zutaten nach unserem traditionellen Hausrezept sechs Wochen eingesurt. Bei uns fertigt nur der Chef die Köstlichkeiten!

    Reifung

    Im Anschluss an diesen Prozess wird es zunächst über Tannen- und sodann über Buchenholz geräuchert. Der Räucherprozess dauert gute drei Tage und ist garantiert frei von irgendwelchen Herstellungsprozess-Beschleunigern. Vielmehr handelt es sich um eine vollkommen natürliche Reifung. Hierdurch erhält unser G’selchtes die typische Farbe und das spezielle Aroma.

    Letztlich kommt es zur Nachreifung noch einige Tage in den Kühlraum.

    Sonderform

    Eine Sonderform ist das Surfleisch, das ebenso wie das Geräucherte hergestellt, jedoch nicht geräuchert wird. Damit macht man einen Surbraten mit Sauerkraut und Leberknödel. Der Surbraten wird wie Schweinebraten gemacht.

    Das schönste Kompliment der Kundschaft

    Der Einheimische sagt:

    „Zu ana gscheidn’ Brotzeit ghert des dazua.“

    „Beim Gierl schmeckt das Geräucherte wie früher vom Opa.“

    Der (von weither angereiste) Tourist sagt:

    „Ein wahrer Gaumenschmaus, der seines Gleichen sucht; daher kommen wir jedes Jahr im Urlaub immer wieder gern bei Ihnen vorbei.“

    Der Online-Shop-Käufer sagt:

    „Jetzt müssen wir nicht mehr so weit fahren, um uns Bayern nach Hause zu holen – auf einen Tag wird es jetzt geliefert.“

    „Eine absolute Rarität.“


    Weitere Beispiele für handwerkliche Kreativität und besondere Aktionen:

    Wir sind ein typischer Familien-Betrieb. Wir betreiben vom Schlachthaus über die Wurstküche, die Räucherkammer und das Kühlhaus bis zum Hofladen alles in Eigen-Regie. Wenn Sie uns auf der Höfermühle besuchen, treffen Sie die Mutter Anna Gierl an, die im liebevoll eingerichteten Hofladen verkauft und überhaupt den ganzen Tag über auf dem Hof in Aktion ist.

    Unsere selbst hergestellten Wurstsorten werden überwiegend jeweils in mehreren Varianten angeboten, um insbesondere auch unseren Stammkunden eine besondere Vielfalt bieten zu können. Kulinarische Sonder-Aktionen führen wir auf unserem Hof immer gern mit Saisonbezug durch. So hat zum Beispiel unser alljährliches sommerliches Hoffest in der Region bereits Tradition und zieht jedes Jahr mehr Besucher.

    Ein herzliches Grüß Gott sendet Alfons Gierl und Familie.“

    Gemäß Metzgermeister-Information ist auch das Premium-Produkt G’selchtes nicht nur im Hofladen der Hofmetzgerei erhältlich, sondern kann auch im Online-Shop bezogen werden.

    Gern können Sie das besondere Erzeugnis hier nachstehend unter Kommentare entsprechend würdigen.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Links:

    Hofmetzgerei Höfermühle Alfons Gierl

    Fleischer/Metzger-Tops