Die Wertschöpfungs-Kette Ihrer Fleischerei auf dem Flachbild-Monitor im Ladengeschäft – Folge eins: Einzelne Schritte

By Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Folge eins: Einzelne Schritte

Erfreulicherweise entdecken bundesweit immer mehr Fleischereien/Metzgereien die vielfältigen Möglichkeiten, die ein hoch hinter der Ladentheke aufgehängter Flachbild-Monitor ihnen bietet. Einerseits lässt er sich hervorragend für eine anschauliche Produkt-Präsentation und –Erläuterung nutzen, andererseits könnte er der Kundschaft auch mittels WebCam einen kontinuierlichen Blick in Ihre Wurstküche ermöglichen. Eine besonders subtile Form des Marketings erreichen Sie immer dann, wenn Sie Ihre Kunden an den einzelnen Schritten Ihrer Wertschöpfung optisch teilhaben lassen. Ein entsprechender Spot vom „Tier auf der Weide bis zum verkaufsfertigen Endprodukt“ vermittelt den Kunden Sicherheit sowie Vertrauen und er untermauert Ihre Fachkompetenz.

 

Ein entsprechender „Wertschöpfungs-Spot“ sollte dabei auf jeden Fall grundsätzlich nachstehende Komponenten umschließen:

 

1) Sie sollten sich darüber im klaren sein, welches das am deutlichsten wahrnehmbare Alleinstellungsmerkmal Ihrer Fleischerei ist; Sie sollten wissen, welches das größte Verkaufs-Versprechen ist, das Sie mit Ihrem Angebot machen. Dieses „einzigartige Verkaufs-Versprechen“ sollten Sie in Ihren Spot mit einbinden. Bei den meistern Fleischereien/Metzgereien und wahrscheinlich auch bei Ihnen gehören hierzu:

· Eine besondere regionale Spezialität

· Eine unverwechselbare Qualität

· Und die handwerkliche Fertigung

 

2) Sie sollten ferner festlegen, welche Kundengruppe Sie besonders intensiv ansprechen wollen. (Ein Spot für den Endverbraucher muss z. B. anders aussehen als ein Spot für den Großhandel).

 

3) Haben Sie diese Überlegungen abgeschlossen, könnte die Präsentationsfolge etwa wie folgt aussehen:

 

 

a) Sie erläutern den Hauptgrund, Ihre Fleischerei aufzusuchen (Regional-Produkte, besondere Qualität, handwerkliche Fertigung)

Hierzu ein Beispiel aus Apotheker-Sicht, was mich jüngst ziemlich ärgerlich gemacht hat:

 

Offenbar haben einige Apotheker Deutschlands als einen Hauptgrund, eine Apotheke aufzusuchen das zu fette Essen!!! ausgemacht. Ziemlich unverfroren und deutlich werden gleich zu Beginn einer Monitor-Präsentation in einer Apotheke gleich im ersten Bild sechs verschiedene Stücke Fleisch inkl. Hähnchen-Keule als Verursacher von Sodbrennen, Übelkeit und Blähbauch ermittelt. Alles ziemlich platt in der Aussage aber offenbar wirkungsvoll, denn ein massiver Blähbauch wird anschließend visualisiert.

 

Wenn Sie als Fleischer/Metzgermeister den Hauptgrund zum Besuch Ihrer Fleischerei ein wenig eleganter darstellen möchten (und auch sollten), dann kleiden Sie den Kernwunsch des Kunden, mal wieder Freunde einzuladen und/oder etwas ganz Besonderes zu genießen in die Form einer Frage.

Zum Beispiel:

 

„Appetit auf Regionales?“

oder

„Lust auf etwas qualitativ Besonderes ?“

 

Anschließend stellen Sie Ihre Fleischerei als „Wunsch-Erfüller“ kurz vor.

 

b) Sodann erläutern Sie Ihr individuelles Verfahren, z. B. qualitätvolle (Salami-) Spezialitäten in handwerklicher Fertigung herzustellen.

c) Hierbei visualisieren Sie in einzelnen Schritten das bei Ihnen angewandte Verfahren oder System (Fleisch-Ankunft, Eingangs-Kontrolle, Fleisch im Rohzustand, Geselle an Sortieranlage, Kutter, Füllmaschine, Produkte in Klimakammer, Computersteuerung zur Feuchtigkeitsmessung, Nachreiferaum etc.).

d) Sie fotografieren einige wenige der verkaufsfertigen Produkt-Varianten und

weisen auf die insgesamt verfügbare Varietäten-Anzahl hin.

e) Sie zeigen letztlich die entsprechende Waren-Präsentation in der Theke.

 

Bewährt haben sich bei dieser Form der Präsentation „bewegte Bilder“. Jede Schrittfolge wird für einige Sekunden exclusiv auf dem Monitor präsent sein. Hierdurch wird bei Ihren Besuchern auch bei vollem Ladengeschäft Aufmerksamkeit erregt.

Das Ganze ist wohl gemerkt ein Spot. Die entsprechende CD-Rom lässt sich auch bei Vorstellung Ihrer Fleischerei „außer Haus“ verwenden. Mit einem derartigen Spot sind Sie vielen Ihrer Kolleginnen/Kollegen bereits einen Schritt voraus, da er Kompetenz erhöhend wirkt.

Im nächsten Teil (2) werden darüber hinaus ganz entscheidende zusätzliche Informationen geliefert, wie Sie Ihrer „Wertschöpfungskette“ in Richtung „Verwendungs-Situation beim Endverbraucher“ und „Genuss-Folgen (Zusatz-Nutzen)“ werbewirksam „verlängern“. Auch werden Methoden der „Refinanzierbarkeit“ Ihres Spots erläutert.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Weitere Beiträge aus dieser Serie:

Folge zwei: Verzehr-Situationen und Zusatznutzen

Folge drei: Refinanzierung der Spotkosten

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