Archiv für Januar 2008

Die Wertschöpfungs-Kette Ihrer Fleischerei auf dem Flachbild-Monitor im Ladengeschäft – Folge zwei: Verzehr-Situationen und Zusatznutzen

Januar 30, 2008

Folge zwei: Verzehr-Situationen und Zusatznutzen

Die optische Vermittlung einzelner Produktions-Schritte Ihrer Wertschöpfungs-Kette via Flachbild-Monitor (vgl. Folge eins) ist eine Vertrauen schaffende Maßnahme und erhöht Ihre Fachkompetenz.
In dieser Folge zwei wird erläutert, wie Sie Ihre Wertschöpfungs-Kette weit über die Ladentheke hinaus sinnvoll verlängern, indem Sie Verwendungs-Situationen (Verzehr-Situationen) Ihrer Produkte beim Endverbraucher optisch mit einbinden. Zum anderen wird dargestellt, wie Sie geschickt den Verkauf fördernden Mehrfach- oder Zusatznutzen zielgruppen-gerecht erläutern, indem Sie auf die Genuss-Folgen hinweisen.

Über einen Anlass, Ihre Produkte zu erwerben, erreichen Sie immer besondere Aufmerksamkeit. Und einen Anlass gibt es (fast) immer:

Die einzelnen Spot-Folgen sollten möglichst ein die jeweilige Situation erläuterndes Foto enthalten. Sie könnten dann beispielsweise wie folgt getextet und über Ihren Flachbild-Monitor der Kundschaft vermittelt werden:

„Unsere vielen Varietäten erfreuen insbesondere den anspruchsvollen Genießer (Teil-Zielgruppe, (TZG)), der nach Abwechslung sucht (Zusatznutzen).“

„Unsere regionalen Spezialitäten für Ihre (Geburtstags-)Feier mit Freunden und Bekannten ( TZG) sorgen für regionale Identifikation und heben die Stimmung (Zusatznutzen).“

„Unsere „Mini“-Salami (nicht nur für Kinder (TZG)), sind als Zwischenmahlzeit jederzeit willkommen (Zusatznutzen).“

„Unsere „Naturgereiften“ als Party-Snack für junge Leute (TZG) sorgen für gute Laune (Zusatznutzen).“

„Unsere ofen-fertigen Produkte für Convenience-Liebhaber (TZG) erleichtern Ihnen die Arbeit, schaffen Freiraum (Zusatznutzen).“

Fazit:

Durch diese Form der Verlängerung Ihrer Wertschöpfungs-Kette bis in das Haus oder die Wohnung Ihrer Kundschaft erzielen Sie für Ihr jeweiliges Produkt einen Wertzuwachs. Das ist ist eine. Das andere: Die jeweils angesprochene (Teil-)Zielgruppe erhält einen zusätzlichen Kauf-Impuls, da Genuss-Folgen unmittelbar erkennbar sind.

In Folge drei wird ein finanzieller Sonder-Aspekt diskutiert. Es wird erläutert, welche Methoden zur Refinanzierbarkeit der Spot-Kosten von Ihnen genutzt werden könnten.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Weitere Beiträge aus dieser Serie:

Folge eins: Einzelne Schritte
Folge drei: Refinanzierung der Spotkosten


„Mal etwas anderes“

Januar 26, 2008

Unter dem Titel „Mal etwas anderes“ erhielt ich jüngst eine sympathisch aufgemachte Einladung des mir persönlich bekannten Fleischermeisters Carsten Neumeier nebst Frau, an einem Event vor Ort teilzunehmen. Die für ihre „Ahle Wurscht“ bekannte Landfleischerei Neumeier lud zum 27. Januar die Genießer ein in ihre Wurstescheune -mit EG-Zulassung- nach Walburg am Hohen Meißner zum Spanferkelessen.

Viel mehr stand in der Einladung nicht zu lesen. Und trotzdem konnte ich mich der besonderen Wirkung dieser Einladung nicht entziehen und habe nachstehend einmal die Gründe dieser Wirkung gelistet, so wie ich sie analysiert habe

Die besondere Wirkung der Einladung wurde aus mehreren Gründen erzielt:

Der Ort: Die Wurstescheune (Das macht den Endverbraucher neugierig, da er sich hier überzeugen kann, in welchem Umfeld der Reifeprozess der Wurst abläuft.)

Nähere Erläuterung der Wurstescheune: Wurstescheune mit EG-Zulassung (Das schafft zusätzliches Vertrauen in die Fleischerei)

Der Zeitpunkt: Sonntag, 27. Januar 2008 (Das zeugt von besonderem Mut des Fleischermeisters und erzeugt Spannung, da man ziemlich abseits liegt und um diese Jahreszeit normalerweise am Hohen Meissner mit winterlichen Temperaturen und Schnee zu rechnen hat. Und zudem haben viele der Stammkunden eine Anreise von bis zu 50 Kilometern)

Die Zielgruppe: Die Genießer! (Von Bedeutung ist hier, eine Zielgruppe unmittelbar anzusprechen. Und: Wer würde sich nicht gern bei Annahme der Einladung durch sein Erscheinen als „Genießer“ outen wollen!)

Der KERNwunsch der Zielgruppe:
Geselliges Beisammensein (Das wird nicht erwähnt, wird aber von den meisten Lesern assoziiert. Kunden (Genießer), die gern (neue) Sozialkontakte wünschen, fühlen sich besonders angesprochen.

Das Produkt-Angebot: Spanferkel vom Holzkohlegrill. (Das heißt, das Produkt (Spanferkel vom Holzkohlegrill) dient als Mittel zur Kundenwunsch-Erfüllung.)

Das Besondere an dieser Art von Einladung:

Die Zusatz- oder Mehrfachnutzenstiftung für eine unmittelbar angesprochene Zielgruppe steht eindeutig im Vordergrund. Das Event wird deshalb garantiert von besonderer Nachhaltigkeit sein.

Herzliche Grüße sendet

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Die Wertschöpfungs-Kette Ihrer Fleischerei auf dem Flachbild-Monitor im Ladengeschäft – Folge eins: Einzelne Schritte

Januar 23, 2008

Folge eins: Einzelne Schritte

Erfreulicherweise entdecken bundesweit immer mehr Fleischereien/Metzgereien die vielfältigen Möglichkeiten, die ein hoch hinter der Ladentheke aufgehängter Flachbild-Monitor ihnen bietet. Einerseits lässt er sich hervorragend für eine anschauliche Produkt-Präsentation und –Erläuterung nutzen, andererseits könnte er der Kundschaft auch mittels WebCam einen kontinuierlichen Blick in Ihre Wurstküche ermöglichen. Eine besonders subtile Form des Marketings erreichen Sie immer dann, wenn Sie Ihre Kunden an den einzelnen Schritten Ihrer Wertschöpfung optisch teilhaben lassen. Ein entsprechender Spot vom „Tier auf der Weide bis zum verkaufsfertigen Endprodukt“ vermittelt den Kunden Sicherheit sowie Vertrauen und er untermauert Ihre Fachkompetenz.

 

Ein entsprechender „Wertschöpfungs-Spot“ sollte dabei auf jeden Fall grundsätzlich nachstehende Komponenten umschließen:

 

1) Sie sollten sich darüber im klaren sein, welches das am deutlichsten wahrnehmbare Alleinstellungsmerkmal Ihrer Fleischerei ist; Sie sollten wissen, welches das größte Verkaufs-Versprechen ist, das Sie mit Ihrem Angebot machen. Dieses „einzigartige Verkaufs-Versprechen“ sollten Sie in Ihren Spot mit einbinden. Bei den meistern Fleischereien/Metzgereien und wahrscheinlich auch bei Ihnen gehören hierzu:

· Eine besondere regionale Spezialität

· Eine unverwechselbare Qualität

· Und die handwerkliche Fertigung

 

2) Sie sollten ferner festlegen, welche Kundengruppe Sie besonders intensiv ansprechen wollen. (Ein Spot für den Endverbraucher muss z. B. anders aussehen als ein Spot für den Großhandel).

 

3) Haben Sie diese Überlegungen abgeschlossen, könnte die Präsentationsfolge etwa wie folgt aussehen:

 

 

a) Sie erläutern den Hauptgrund, Ihre Fleischerei aufzusuchen (Regional-Produkte, besondere Qualität, handwerkliche Fertigung)

Hierzu ein Beispiel aus Apotheker-Sicht, was mich jüngst ziemlich ärgerlich gemacht hat:

 

Offenbar haben einige Apotheker Deutschlands als einen Hauptgrund, eine Apotheke aufzusuchen das zu fette Essen!!! ausgemacht. Ziemlich unverfroren und deutlich werden gleich zu Beginn einer Monitor-Präsentation in einer Apotheke gleich im ersten Bild sechs verschiedene Stücke Fleisch inkl. Hähnchen-Keule als Verursacher von Sodbrennen, Übelkeit und Blähbauch ermittelt. Alles ziemlich platt in der Aussage aber offenbar wirkungsvoll, denn ein massiver Blähbauch wird anschließend visualisiert.

 

Wenn Sie als Fleischer/Metzgermeister den Hauptgrund zum Besuch Ihrer Fleischerei ein wenig eleganter darstellen möchten (und auch sollten), dann kleiden Sie den Kernwunsch des Kunden, mal wieder Freunde einzuladen und/oder etwas ganz Besonderes zu genießen in die Form einer Frage.

Zum Beispiel:

 

„Appetit auf Regionales?“

oder

„Lust auf etwas qualitativ Besonderes ?“

 

Anschließend stellen Sie Ihre Fleischerei als „Wunsch-Erfüller“ kurz vor.

 

b) Sodann erläutern Sie Ihr individuelles Verfahren, z. B. qualitätvolle (Salami-) Spezialitäten in handwerklicher Fertigung herzustellen.

c) Hierbei visualisieren Sie in einzelnen Schritten das bei Ihnen angewandte Verfahren oder System (Fleisch-Ankunft, Eingangs-Kontrolle, Fleisch im Rohzustand, Geselle an Sortieranlage, Kutter, Füllmaschine, Produkte in Klimakammer, Computersteuerung zur Feuchtigkeitsmessung, Nachreiferaum etc.).

d) Sie fotografieren einige wenige der verkaufsfertigen Produkt-Varianten und

weisen auf die insgesamt verfügbare Varietäten-Anzahl hin.

e) Sie zeigen letztlich die entsprechende Waren-Präsentation in der Theke.

 

Bewährt haben sich bei dieser Form der Präsentation „bewegte Bilder“. Jede Schrittfolge wird für einige Sekunden exclusiv auf dem Monitor präsent sein. Hierdurch wird bei Ihren Besuchern auch bei vollem Ladengeschäft Aufmerksamkeit erregt.

Das Ganze ist wohl gemerkt ein Spot. Die entsprechende CD-Rom lässt sich auch bei Vorstellung Ihrer Fleischerei „außer Haus“ verwenden. Mit einem derartigen Spot sind Sie vielen Ihrer Kolleginnen/Kollegen bereits einen Schritt voraus, da er Kompetenz erhöhend wirkt.

Im nächsten Teil (2) werden darüber hinaus ganz entscheidende zusätzliche Informationen geliefert, wie Sie Ihrer „Wertschöpfungskette“ in Richtung „Verwendungs-Situation beim Endverbraucher“ und „Genuss-Folgen (Zusatz-Nutzen)“ werbewirksam „verlängern“. Auch werden Methoden der „Refinanzierbarkeit“ Ihres Spots erläutert.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Weitere Beiträge aus dieser Serie:

Folge zwei: Verzehr-Situationen und Zusatznutzen

Folge drei: Refinanzierung der Spotkosten

Mitarbeiterschulung

Januar 19, 2008

Vor meinem „Thema“ möchte ich unbedingt zum Ausdruck bringen, dass ich die Auswahl und Zusammenfassung der Beiträge und Kommentare im neuen Sachbuch „Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“ für sehr positiv halte, da man sehr viel von anderen Kollegen lernen kann! Vielen Dank, Herr Schmidt!

Und jetzt mein Kommentar zum Thema „Mitarbeiterschulung“

Meine These hierzu lautet, dass heute im Wettbewerb nur erfolgreich sein wird, wer seine Produkte 1a vermarktet, und zwar in Wort (siehe Beitrag zum Salzwiesenfleisch vom 23. Mai 2007 von Ludger Freese auf www.fleischerblog.de/blog) und Bild (siehe Beitrag zur Diepholzer Moorschnucke von Hans-Jürgen Schmidt) und wer seine Mitarbeiter bestmöglichst motiviert und schult, und zwar „am Puls der Zeit“ was bei uns heißt am Kopf und Herz des Kunden (Kundenwünsche).

Meine Fragen an die Kollegen lauten:

Wie schaffen Sie im Laden eine positive Verkaufsatmosphäre

Wie schulen Sie Ihre Mitarbeiter und Azubis in bezug auf Verkaufsförderung?

Werden Ihre Mitarbeiter und Azubis regelmäßig weitergebildet (Stichwort Schulung neuer Produkte)

Haben alle Mitarbeiter Fachwissen bezüglich Gesundheitsfragen , z.b. Allergiewissen?

Wissen alle Mitarbeiter Bescheid über Fettgehaltsstufen und Kaloriengehalt bei sog. „Iß-leicht“-Produkten?

Können die Mitarbeiter gute Zubereitungshinweise geben, z.b. bei fertigen Pfannen die Einfache Erstellung von Soßen?

Gibt es in Ihren Innungen Fortbildungs- und Wettbewerbsveranstaltungen für Azubis, nicht nur am Ende der Ausbildung? Ich weiß, dass die Friseurinnung so was regelmäßig durchführt, – kann gut bei entsprechendem Ergebnis als Werbung für Betrieb genutzt werden.

Zum Schluss interessiert mich noch, welche Erfahrungen in diesem und anderen Zusammenhängen mit Teambesprechungen gemacht wurden.

Auf rege Diskussionsbeiträge freue ich mich jetzt schon

Heidi Weber, Wenden

Küchenfeen funktionieren Wursttaxi um !

Januar 18, 2008

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„Küchenfeen Valentina und Vera“
Foto: Fleischerei Haag

Unsere Küchenfeen Valentina und Vera (siehe Bild) hatten vor sechs Wochen eine tolle Idee. Sie dachten, unser Mittagstisch könnte ja auch mit unserem neuen Wursttaxi ausgeliefert werden. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt. Vor einer Woche erschien die erste Werbung für unseren neuen Service. Eine Woche später haben wir schon im Durchschnitt 14 Essen pro Tag in Richtung Schweich ausgeliefert.

Ich denke, wenn die nächsten Werbeaktionen unsere Kunden auf diesen Service aufmerksam gemacht haben, ist die Anzahl der Essen noch ausbaufähig. Ich möchte mich auch auf diese Weise bei den zwei Küchenfeen bedanken, die diese Idee hatten. Dies zeigt mir, dass unsere Mitarbeiter eine Vielzahl an Ideen haben.

Eine Frage an alle Kollegen wäre:

wie nutzen Sie die Ideen Ihrer Mitarbeiter

wie belohnen Sie diese,

machen Sie regelmäßig Workshops,

trauen sich Ihre Mitarbeiter, ihre Ideen zu äußern, auch wenn diese am Anfang noch so verrückt klingen mögen?

Viele Grüsse

Marco Haag

„Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“ international beachtet

Januar 16, 2008

Sicherlich könnte es Sie als Fleischer/MetzgermeisterIn interessieren zu erfahren, wie das neue Sachbuch

 

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„Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“

 

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in der Branche aufgenommen und beurteilt wird.
Am besten veröffentliche ich hier nachstehend einfach mal eine kleine eMail-Korrespondenz, die ich jüngst mit Blog-Autor Ludger Freese, 49429 Visbek geführt habe. Das lief wie folgt:

„Moin Herr Schmidt,

ich bin bei Seite 100 in Ihrem Buch angekommen. Ich muss sagen, wir hatten ein inhaltlich sehr anspruchsvolles Jahr! Das hatte ich so prägnant gar nicht in Erinnerung. Es bricht mir nur manchmal „der Schweiß“ aus, wenn ich zu fast jedem Bericht meinen Namen lese…“ –

Dazu meine Antwort:

„Hallo Herr Freese,

das geschriebene Wort in Print- oder Buchform wirkt immer noch ungleich viel stärker als eine virtuelle Aussage. Zudem habe ich, wie der Buchtitel „Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“ schon sagt, eine besondere Auswahl vorgenommen. Ich habe 44 Beiträge von sechs Autoren mit insgesamt 146 Kommentaren ausgesucht, die den Untertitel „Erfahrungs-Berichte, Dauerbrenner, Trends und Strategie-Konzepte“ rechtfertigen. Des weiteren sind diese Beiträge und Kommentare ganz konzentriert auf sechs SEKTIONEN aufgeteilt worden.

Hierdurch wird eine gewaltige Straffung erzielt, die eine ganz besondere Wirkung bringt, der selbst Sie sich offensichtlich nicht entziehen können, der doch einer der besonders aktiven Blog-Autoren in 2007 war. Herzlichen Dank dafür. Es sind zudem auch die vielen qualifizierten Kommentare, nämlich 146 bei 44 Beiträgen, die erst so richtig „das Salz in der Suppe“ ausmachen. Alle diese Faktoren zusammen genommen ermöglichten mir darüber hinaus, im Buch aus dem gesamten Blog-Jahr Kapitel für Kapitel zusätzliche strategische Schlüsse zu ziehen, die erst durch die offene und ehrliche Online-Diskussionsbereitschaft einer Vielzahl von Fleischer/Metzgermeistern Deutschlands und deren Kundschaft offenkundig wurden.“

Fleischer/Metzger-Blog hat somit die bekannte „Gruppen-Dynamik“ erzeugt, die nicht nur die Aktivitäten des Einzelnen mobilisiert, sondern darüber hinaus auch durch gegenseitige Anregungen die Qualität der Beiträge und Kommentare steigert. Entsprechend wird das Sachbuch bereits national (Ost, West, Nord und Süd) sowie international (bis nach Italien (Südtirol)) durch Bestellungen gewürdigt. Die nationale Fachpresse ist aufmerksam geworden. So berichtet „DER Metzgermeister“ (www.metzgermeister.de) bereits in seiner Print-Ausgabe vom 12. Januar 2008 auf Seite -10 – unter dem Thema „Best of Fleischer-Blog 2007!“ über das Sachbuch.

Auch Sie persönlich sollten die besondere Gelegenheit nutzen, clever und preisgünstig als einer der Ersten von der ungewöhnlichen Gruppen-Kreativität Ihrer Kolleginnen und Kollegen im Wettbewerb mit Supermärkten und Discountern zu profitieren.

Der Buchpreis:
€ 27,70 verpackt frei Haus (Deutschland, übrige EU-Länder und die Schweiz)

Bestellmöglichkeit und weitere Infos:
Klicken Sie bitte hier

Garantie:
Sie riskieren so gut wie nichts: 14tägiges Rückgaberecht ohne Angabe von Gründen bei Rücksendung als frei gemachte „Büchersendung“.

Ich grüße Sie herzlich und bin gespannt auf Ihre Kommentare
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Beruf[ung]

Januar 13, 2008

Foto: Ludger Freese

Berufsschule – für viele Ausbilder ein Reizthema, für viele Auszubildende eine Herausforderung – oder besser – ein „Gammeltag“. An den zweiten Berufsschultag im ersten Ausbildungsjahr haben wir uns vielleicht schon gewöhnt. Die Lehrlingszahlen haben sich dadurch garantiert nicht erhöht und viele Betriebe haben sich von der Ausbildung junger Menschen ganz verabschiedet. Das ist schade, denn der Fachkräftemangel wird uns in kürzester Zeit einholen.

Ich möchte aber die Seite der Jugendlichen betrachten. Hier wird die Schule gerne als „Freientag“ betrachtet. Man kann länger schlafen, hat am Nachmittag frei, man kann rauchen (obwohl verboten), trifft sich mit Kumpels und der Unterricht ist eh „voll langweilig!“ Das mag nicht auf alle unsere Berufsschüler zutreffen. Die Berufsschulen mit ihren Lehrkräften haben es bestimmt nicht immer leicht. Die Motivation in den Klassen schreit nicht jeden Morgen laut: „Hurra!“ Aus diesem „Teufelskreislauf“ der Lustlosigkeit, der Gleichgültigkeit und der „kein-Bock-auf-Schule“ kommt man nur schwer heraus.

Ich stelle mir oft die Frage, was machen wir Fleischer falsch? Warum sehen einige junge Menschen ihre Zukunft so gleichgültig? Wie können wir den Berufsschullehrern helfen? Wie sieht eine perfekte Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Schulen aus? Stellen Sie ähnliche Situationen fest?

Das Thema Berufsschule war in dieser Woche in unserem Betrieb sehr aktuell. Eine Auszubildende hatte die Schule geschwänzt und sich etwas Freizeit gegönnt. Wir bilden gerne aus und freuen uns immer auf gute Lehrlinge. Wenn ich jedoch die aktuellen Bewerbungen sehe, frage ich mich: „Wohin soll sich unser Berufstand entwickeln“?

Wie sieht es bei Ihnen aus? Mit den besten Grüßen: Ludger Freese

Erfolgreich in der dritten Generation: Das Café Möller in Bielefeld

Januar 10, 2008

Die Café Möller oHG, Friedrich-Ebert-Straße 6, in 33602 Bielefeld liegt im Herzen der Stadt. „Durch diese zentrale Lage“, so die Aussage auf der Website, “ist es immer ein entspannendes Erlebnis, sich nach einem stressigen Einkaufstag ein wenig verwöhnen zu lassen.“ Die Kern-Aussage auf der Website lautet: „Besonderes genießen“.
Der Familienbetrieb wird in dritter Generation verantwortlich geleitet von Konditormeister Dirk Kokenbrink.

In unmittelbaren Kontakt zu Dirk Kokenbrink kam ich durch ein Event, wo ich ihn als Mitgestalter nicht vermutet hätte: Auf dem Abend „Opera Culinaria“ im Ristorante Rosenhof, Wiegandweg 49, 33619 Bielefeld, wo er anlässlich einer Dessert-Verkostung die Gäste mit einem „Schokoladen-Brunnen“ erfreute. Da ich als Nichtraucher gern Süßes esse, kamen wir umgehend intensiv ins Gespräch. Und ich merkte sehr schnell: Der Mann hat ein Konzept, ist aufgeschlossen für Ideen, schaut über den Tellerrand auch in benachbarte Branchen. Zudem erklärte er sich bereit, seine Geschäfts-Philosophie ein wenig zu erläutern. Jüngst habe ich ihn zu diesem Thema in seinem Café aufgesucht und ein aufschlussreiches Gespräch geführt, das ich nachstehend insbesondere unter strategischen Gesichtspunkten zusammenfasse.

Die Geschäfts-Philosophie

Konditorei/Bäckerei und Café sind räumlich getrennt und durch eine Glastür miteinander verbunden. Jeder Besucher des Cafés geht automatisch beim Rein- und Rausgehen durch das Ladengeschäft. Die Kern-Aussage der Website „Besonderes genießen“ wird sowohl im Ladengeschäft als auch im Café durch ein besonderes Angebot und eine spezielle Wohlfühl-Atmosphäre umgesetzt. Man kennt seine jeweilige Zielgruppe. Sie wurde mir von Dirk Kokenbrink wie folgt umrissen:

Ladengeschäft: Das reine Ladengeschäft-Publikum ist durchschnittlich zwischen 25 und 45 Jahre alt. Die weibliche Kundschaft überwiegt ein wenig. Im Ladengeschäft wird jedem Kunden/jeder Kundin immer etwas Besonderes zum Kauf angeboten. Hierbei hat sich vor allem die Auswahl unter zwei verschiedenen Sorten Schokolade bewährt. Jede Verkäuferin sollte zu dem betreffenden Produkt „eine kleine Story“ erzählen können. Es steht niemals etwas zum Probieren auf der Theke, das sich der Besucher/Kunde „einfach so nebenbei“ mitnehmen kann.

Café: Obschon beide Geschäftsfelder für jedermann offen stehen, hat man sich im Café vorwiegend auf das Ziel-Publikum „50 +“ (Fünfzig plus) eingerichtet Im Café setzt man eindeutig auf Wohlfühl-Atmosphäre. Der Kunde soll wieder kommen. Das gilt nicht nur für die Kundschaft, sondern auch für das Personal. So ist eine Dame im Service beschäftigt, da schon 25 Jahre dort bedient. Jedes heiße Getränk (Kaffee, Cappuccino, Kakao) wird grundsätzlich mit einem kleinen ‚Test’-Gebäck serviert (ich hatte im Dezember ein Spekulatius zu meinem Kakao). Hierdurch soll der Kunde inspiriert werden, sich nach seinem Café-Besuch im Ladengeschäft beim Rausgehen das entsprechende Gebäck zu kaufen.


Die Produkt-Ebene

Die Schwerpunkte im Produkt-Angebot sind Confiserie-Artikel, Trüffel aus eigener Herstellung, Schokolade, Torten, Stollen (Saison) und Brötchen. Ich greife nachstehend aus dem Angebot solche Produkte heraus, die m. E. in hohem Maße zur besonderen Profilierung und Kompetenz-Gewinnung des Cafés Möller in der Produkt-Ebene beitragen.

a) Schokolade

Auch Dirk Kokenbrink, so wurde im Gespräch deutlich, hat den „Verlust der Mitte“ schon seit längerem gespürt, und entsprechend konsequent gehandelt. Er entschied sich für den Premium-Bereich und beschloss deshalb, fast nur noch die Schokoladen-Blöcke „Maracaibo“ einzukaufen. Diese Schokolade, so Dirk Kokenbrink, sei im Jahre 2007 bei einer Blindverkostung unter Chocolatiers in der italienischen Accademia Maestri Pasticceri Italiani mit der Goldmedaille in der Kategorie Edelbitter-Schokolade ausgezeichnet worden.

Bei der Verarbeitung der Premium-Blöcke zu Tafeln nutzt man im Café Möller die Möglichkeit, die Anzahl an Schokoladen-Sorten durch verschiedene Ingredienzen zu erhöhen, wodurch man sich ein besonderes Profil in der Wahrnehmung durch den Kunden erarbeitet hat. Inzwischen hat man bereits 45 (fünfundvierzig) verschiedene Schokoladen-Varietäten (auf Maracaibo-Basis) im Angebot und plant hier noch weiter aufzustocken. Einen „Grenzwert der Varietäten-Bildung“ bzw. eine „Verzettelungs-Gefahr“ sieht man zur Zeit noch nicht. Vielmehr hat man sich hier für jede Variante einen „Rentabilitäts-Indikator“ gesetzt: Sollte eine Sorte pro Monat nicht einen bestimmten Mindestwert an Abverkauf erreichen, wird sie aus dem Programm genommen.

Besonderheit: Im Café Möller wiegen die Schokoladen-Tafeln grundsätzlich 100g/Stück.

Tendenzen: Die (Schokoladen-)Tendenz geht zu Zart-Bitter; der Kakao-Anteil geht stellenweise schon rauf bis zu 80%.

Bestläufer: Bestläufer im Café Möller sind zur Zeit:

Chili-Schokolade (mit aufgedruckter Chili-Schote per Lebensmittel-Drucker)

Cranberry (eine Criollo-Schokolade) mit 70 Prozent Kakao-Anteil

sowie eine Cappuccino-Schokolade mit gestoßenen Espresso-Bohnen

Ferner kommen in diesem Jahr verschärfte Varianten wie

Sauerkirsch-Schokolade

Pepperoni-Schokolade

Verkauf: Die einzelnen Schokoladen-Sorten sind im Ladengeschäft übersichtlich nebeneinander an einer separaten Wand gegenüber der Bedien-Theke im Selbstbedienungs-Bereich aufgereiht.

b) Form-Torten, Event-Torten

Form-Torte:

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Form-Torte

Foto: übernommen von Website Café Möller mit freundlicher Erlaubnis von Konditormeister Dirk Kokenbrink

Ohne jede Frage sind Form-Torten und Event-Torten eine ganz besondere Spezialität des Cafés Möller. Form-Torten werden im Café Möller in die verschiedensten Formen und Größen gebracht. Form-Torten werden überwiegend zu besonderen Anlässen bestellt wie z. B. Kindtaufe, runder Geburtstag, Jubiläum. Auf der Möller-Website heißt es dazu: „Wir setzen Ihre Idee zu einer Torte in die Tat um, sei es ein Auto oder gar ein Golfer – bei uns ist (fast) nichts unmöglich (…).“

Auffällig dabei: Die meisten heutzutage bestellten Torten sind eckig! (Das gilt übrigens auch für die meisten Torten, die man „außer Haus“ verkauft.) Insbesondere bei Form-Torten hat man ein große Reichweite. Das Einzugsgebiet liegt bei ca. 30 km im Umkreis des Standorts.

Event-Torte:

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Event-Torte: Hochzeits-Torte

Foto: übernommen von Website Café Möller mit freundlicher Erlaubnis von Konditormeister Dirk Kokenbrink

Unter den Event-Torten setzt man ganz besonderen Ehrgeiz in die Hochzeit-Torten, die man laut Aussage Dirk Kokenbrink für 5 bis 250 Personen kreiert. Aufgrund der Besonderheit des Anlasses (Hochzeitsfeier) ist hier neben außergewöhnlicher Produkt-Qualität insbesondere eine qualifizierte Beratung Grundvoraussetzung für einen Geschäftsabschluss.

Vielleicht schauen Sie selbst einmal auf der entsprechenden Website des Café Möller nach, um sich ein erstes Urteil bilden zu können, inwieweit es dem Unternehmen gelungen sein könnte, auf dem Sektor Form- und Event-Torten sich in der Wahrnehmung durch den Endverbraucher die nötige Kompetenz und das so wichtige Alleinstellungsmerkmal erworben zu haben.

c) Brot und Brötchen

Café Möller backt seine Brötchen selber. Man hat inzwischen 16 (sechzehn) Sorten Brötchen und acht Sorten Brot. Man wird hier in Zukunft den besonderen Aspekt „Regional-Produkt“ berücksichtigen, indem man die ersten Sorten mit regional-typischen Namen versehen will. Auch im Cafe Möller hat man wie in den allermeisten Fleischereien/Metzgereien Deutschlands festgestellt, wie viele Kunden sich gern mit ihrer Region durch Kauf von besonders gekennzeichneten handwerklichen Regional-Produkten identifizieren.

Das Event-Marketing

Dirk Kokenbrink weckt Kundenwünsche. Er ist kreativ und weiß vor allem auch, seine Ideen an den richtigen Standorten zu den richtigen Gelegenheiten zu vermarkten. Zu den entsprechenden Events zählen Ereignisse wie ein „kulinarischer Opernabend“ für Stammgäste im italienischen Ristorante Rosenhof (verlinken), das 30jährige Jubiläum einer Einkaufs-Passage (City-Passage (verlinken) oder Hochzeitsmessen der Region.Hierbei geht Dirk Kokenbrink wie folgt vor:

„Kulinarischer Opernabend“ für Stammkunden

Anlässlich des bereits kurz erwähnten „kulinarischen Opernabends“ (Opera Culinaria) präsentierte er persönlich einen „Schokoladen-Brunnen“, den er mit dem Premium-Produkt Maracaibo-Schokolade ‚bestückt’ hatte. Die über mehrere Stufen fließende Schokolade dient dabei der Verfeinerung von daneben stehenden Früchten. Sein strategisches Konzept: „Der Brunnen regt die Sinne an.“ – Und die käuflichen Tafeln Schokolade liegen ein paar Schritte weiter zum Verkauf. Die Gäste einer solchen Veranstaltung, die sich am Schokoladenbrunnen den Nachtisch holen, werden über den Schokoladenbrunnen inspiriert, die zugehörige Schokolade als Tafel unmittelbar zu erwerben. Des weiteren macht der Unternehmer auf sein Café aufmerksam und erzielt durch die Aktion Nachhaltigkeit in der Kunden-Wahrnehmung.

30jähriges Jubiläum einer Einkaufs-Passage

Auch hier wurde über den Schokoladen-Brunnen große Aufmerksamkeit erzielt. Die Besucher kauften vor Ort Schokolade und suchten Tage später das Ladengeschäft auf und kauften auch dort. Auch das ist Nachhaltigkeit!

Hochzeitsmessen der Region

Man bedient seit vielen Jahren auch erfolgreich die Hochzeitsmessen der Region. Und es gibt wohl –ganz nebenbei – kaum ein Event, auf welchem man als handwerklicher Betrieb sein Angebot so eindeutig und treffsicher auf die Zielgruppe abstimmen kann wie dort. Zudem braucht man auf einer derartigen Messe kaum noch Kundenwünsche zu wecken, sondern muss sie nur mit dem richtigen Angebot erfüllen. Da zudem Dirk Kokenbrink als ausgesprochen kreativ zu bezeichnen ist, sind die Erfolge, der er dort gemäß eigener Aussage regelmäßig einfährt, alles andere als Zufall, da er die Ursachen seines Erfolges verinnerlicht hat und entsprechend umsetzt. Da die übrigen auf derartigen Messen teilnehmenden Betriebe wie Friseur-Geschäfte, Oberbekleidungs-Betriebe etc. ebenfalls dieselbe Zielgruppe ansteuern, hat sich sogar Gemeinschafts-Werbung der Aussteller bewährt.


Trends

Dirk Kokenbrink sieht die Entwicklung der Kundenwünsche wie folgt:

a) Die Mitte bricht weg. Im Café Möller laufen schon seit längerem nur noch Top-Qualitäten.

b) Beratung wird für die Mehrzahl seiner Geschäftsabschlüsse immer wichtiger. Insbesondere auf den Hochzeitsmessen sind auch an das Personal ganz besondere Ansprüche gestellt.
c) Der kulinarische Wellness-Bereich wird bisher nur latent über „Cranberry“-Stollen berührt. Eine richtig gehende Tendenz ist hier laut Dirk Kokenbrink bei ihm noch nicht erkennbar.

d) Jedoch: Auch im Café Möller hat man festgestellt: Es gibt immer mehr Allergiker (auch unter Kindern). Entsprechend hat man die ersten laktose-freien Sonder-Angebote im Programm (wodurch man sich unmittelbar für diese (Teil-)Zielgruppe profiliert.)

Mittelfristige Zielsetzungen und Strategien

Man möchte sich für bestimmte Zielgruppen und deren Wünsche als die „Regionale No. Eins“ profilieren.

Relevante Zielgruppen werden weiterhin über Sonder-Events und (Hochzeits-)Messen (mit Schokoladen-Brunnen) besonders angesprochen. Hierdurch hat man ständig „das Ohr am Markt“ und registriert Entwicklungen.Man erwartet insbesondere bei Schokolade großes Wachstum, da man über das schon jetzt breite Schokoladen-Sortiment besondere Reputation genießt, die man durch Aufstockung der Schokoladen-Varietäten noch ausbauen möchte. Einen Varietäten-Grenzwert (zur Zeit hat man wie erwähnt 45 Sorten) sieht man zur Zeit noch nicht.

Diesbezügliche Schokoladen-Verkaufskanäle sieht man im SB-Bereich des Ladengeschäfts und in dem noch aufzubauenden Online-Shop.

Fazit:

Dirk Kokenbrink hat konkrete Zielsetzungen für die Zukunft und ist sich der Ursache seiner Erfolge bewusst. Es wird für ihn deshalb auch in Zukunft möglich, neue Kundenwünsche zu wecken, zu erkennen und mit dem richtigen Angebot zu erfüllen. Die Geschwindigkeit seines Wachstums wird somit von seiner diesbezüglichen (Wunscherfüllungs-)Kreativität gesteuert. Seinen entsprechenden Ideen-Reichtum kann er dabei durch weiterhin konsequent praktizierte Orientierung an der „größtmöglichen Nutzen-Stiftung für einzelne Kundengruppen“ stets in die richtigen Bahnen lenken.

Ich habe den Betrieb Café Möller hier auf Fleischer/Metzger-Blog u. a. deshalb vorgestellt, weil insbesondere das Café Möller als handwerklich-kreativer Betrieb einer Nachbar-Branche m. E. eine ganze Reihe von Anregungen liefern könnte, die auch auf ein Fleischer-Fachgeschäft übertragbar sein könnten. Ich danke für Ihr Interesse und bin gespannt auf Ihre Kommentare.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Nicht unbedingt repräsentativ – aber sicherlich aufschlussreich

Januar 6, 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
anlässlich meiner jüngsten Besuche in Fleischereien habe ich –wißbegierig, wie ich nun einmal bin- drei aufgeschlossenen Fleischermeistern aus verschiedenen Bundesländern die gleichen Fragen gestellt. Die betreffenden handwerklich strukturierten Betriebe sind Inhaber geführt und haben Ihren Standort jeweils in einer Kleinstadt bzw. ländlichen Gegend. Alle drei Inhaber besitzen sämtliche Sachbücher aus der „Fleischerei mit Fadenkreuz!“-Reihe

Nachstehend die Erörterungen

Thema eins: Zielsetzung für die nächsten Jahre

Fazit: der Gesundheitstrend ist bei der Bevölkerung angekommen. Alle drei Fleischereien fahren eine „Gesundheitsschiene“. Einer der Betriebe konzentriert sich auf die Teil-Zielgruppe „Allergiker“, die beiden anderen kombinieren ihr Gesundheits-Angebot mit „Regional-Produkten“. Die jeweiligen Angebote sollen trendgerecht „ausgebaut“ werden.

Thema zwei: Kundenwunsch-Entwicklung

In allen drei Betrieben arbeitet die Ehefrau im Ladengeschäft und „hört genau, was die Kunden wünschen“. So hat man übereinstimmend festgestellt, wie nicht nur bei jüngeren Familien der Trend zu mehr Bequemlichkeit geht. „Viele Familien können oder wollen nicht mehr kochen.“ Der Trend zu Fertig-Gerichten hat sich in letzter Zeit verstärkt.

Thema drei: Umsätze Ladengeschäft, Party-Service, Lieferungen an Supermärkte und LEHs, Online-Shop

Die Zuwachsraten in den Bereichen Ladengeschäft, Party-Service und Lieferungen an Supermärkte und LEHs haben als „normal“ bezeichnete Schwankungen. Bedeutende Umsatzzuwächse im Ladengeschäft hatten die hausgemachten „regionalen Spezialitäten“, während man beim Aufschnitt Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte. Man vermutet hier, der Aufschnitt würde verstärkt in Supermärkten gekauft. Die größten Zuwächse hatten alle drei Betriebe in ihrem Online-Shop. Begründung: Der Endverbraucher wird im Umgang mit dem Internet immer sicherer und betrachtet das Netz inzwischen als etwas ganz Normales. Insbesondere über das Netz hat der Endverbraucher problemlos Zugang zu „regionalen Spezialitäten“ kleinerer handwerklicher Betriebe anderer Bundesländer, die er sonst in seiner Stadt nicht so ohne weiteres kaufen kann. Zudem informieren sich auch Kunden, die nicht online kaufen, vor Besuch der jeweiligen Fleischerei vorab auf deren Website.

Thema vier: Konkurrenz-Beobachtung

Der „Wettbewerb auf Augenhöhe“ wird besonders ernst genommen. Man informiert sich, indem man die „besonders starken Läden aufsucht“.

Thema fünf: Strategische Anregungen

Übereinstimmend wurde gesagt, viele Kollegen der jeweiligen Region hielten sich in persönlichen Gesprächen mit Informationen aus Wettbewerbsgründen stark zurück. Man wolle offenbar keinen unmittelbaren Regional-Konkurrenten „besonders schlau“ machen.

Folglich habe man sich vielmehr immer wieder „Tipps und Tricks“ im Fleischer/Metzger-Blog geholt, da dort offensichtlich bundesweit „offen und ehrlich zum Nutzen der gesamten Branche“ argumentiert würde.

Thema sechs: Branchen-übergreifende Anregungen

Anregungen auf Fleischer/Metzger-Blog aus anderen Branchen sind immer willkommen. Der berühmte „Blick über den Tellerrand“ hat schon manchen Impuls geliefert. So hat einer der drei Betriebe nach Blog-Hinweis auf 22 verschiedene Schokoladen-Sorten einer Konditorei sehr schnell gespürt, auch seine Salami-Sorten überaus erfolgreich strecken zu können.

Ich habe mit großem Interesse diese Information zur Kenntnis genommen und werde hier im Blog in Kürze eine weitere Konditorei vorstellen, deren Inhaber ganz offensichtlich nicht nur ein klares Konzept hat, sondern sich vor allem auch über die Gründe seines Erfolges im Klaren ist.

Thema sieben: Werbung

Erstaunlich: keiner der Betriebe macht (Print-)Werbung in seiner Region. Übereinstimmender Original-Tenor: „Die Stammkunden kommen von alleine.“ Und es sind insbesondere Großstädter, die zum Teil größere Strecken fahren, um das „besondere handwerkliche Regional-Angebot“ nachzufragen. Vornehmlich bei solchen Kunden sind die Einkaufs-Volumina vielfach dreistellig pro Einkauf und Kunde.

Thema acht: Die größte Sorge

Die Fleisch-Skandale des vergangenen Jahres haben auf „die Stimmung gedrückt“. Derartiges dürfe sich auf keinen Fall wiederholen. Mit großer Sorge beobachte man auch die Entwicklung auf dem „Gen-Mais-Sektor“. Offenbar könne insbesondere der amerikanische Konzern Monsanto seine Pläne zum kommerziellen Anbau von Gen-Mais in Kürze auch in Deutschland umsetzen. (Hierzu berichtete auch das Ärzteblatt). Mögliche Auswirkungen auf die Tierwelt könnten wohl zur Zeit noch nicht eindeutig abgeschätzt werden und könnten zur weiteren Verunsicherung der Bevölkerung beitragen.

Ich sehe Ihren Kommentaren mit Interesse entgegen.

Herzliche Grüße

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Es ist soweit: „Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“ schlägt Wellen

Januar 3, 2008

Bielefeld, 03. Januar 2008

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

jetzt können auch Sie ab sofort die geballte Jahres-Kreativität Ihrer Branche in Buchform nutzen:

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„Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“

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ist seit heute durch den Bastian Schmidt Verlag in der Auslieferung. 44 ausgesuchte Blog-Beiträge von sechs Autoren mit insgesamt 146 qualifizierten Kommentaren liefern Erfahrungs-Berichte und verdeutlichen Dauerbrenner, Trends und Strategie-Konzepte. Auswahl und zusammenfassende Schlussfolgerungen: Sachbuch-Autor Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Die ersten Online-Stellungnahmen liegen bereits vor.

So schreibt der Handwerkermarkt Jack Hauswald, Ringstr. 66, D 40629 Düsseldorf ausführlich am 30. 12. 2007 unter dem Titel „Best of Fleischer/metzger-Blog 2007″.

Ferner würdigt Ihr Kollege Ludger Freese das Sachbuch als „eine komprimierte, übersichtliche Aufstellung erfolgreicher Fleischerei-Aktionen des Jahres 2007!“ Und: „Darin ist ein ganzes Blogjahr schriftlich festgehalten worden.“

Durch die offene Diskussionsbereitschaft einer großen Vielzahl Ihrer Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bundesländern Deutschlands werden „Methoden zur umgehenden Umsatz-Ankurbelung“ verdeutlicht. „Erfolgreiche Aktionen“ werden vorgestellt und kommentiert. Sinnvolle „Zielsetzungen für die Zukunft“ werden vermittelt.

Jedoch:

Auch Mißerfolge werden nicht verschwiegen. Ferner werden Warnungen und Verzichts-Empfehlungen ausgesprochen. Ungeschönt, deutlich und ehrlich. Eben ein Sachbuch „aus der Praxis für die Praxis“.

Nach Durch-Arbeiten des Buches werden sicherlich auch Sie persönlich sagen können: „Ich habe durch das Sachbuch „Best of Fleischer/Metzger-Blog 2007!“ einen echten MEHRWERT erhalten, der den einmalig investierten Kaufpreis weit übertrifft.“

Lassen Sie sich die Chance nicht entgehen, als einer der Ersten Ihrer Branche aus den hart und mühsam gewonnenen Erkenntnissen Ihrer Kolleginnen und Kollegen vergleichsweise preiswert einen großen Nutzen zu ziehen.

Der Buchpreis: € 27,70 verpackt frei Haus (Deutschland, übrige EU-Länder und die Schweiz)

Bestellmöglichkeit, Rückgaberecht und weitere Infos: Klicken Sie bitte hier

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)