Sie kennen sie alle: die Supermarktware, deren Etikett eine Aussage über deren Haltbarkeitsgrenze macht. Vielleicht sind Sie auch schon einmal auf Angebote von Lebensmitteln gestoßen, die den Hinweis trugen: “Hergestellt für unsere …-Stiftung”.
Der Sinn: Dem Endverbraucher soll vermittelt werden, er könne dem Produkt sein Vertrauen schenken. Ein bestimmter Prozentsatz unter den Verbrauchern gibt sich mit diesen Informationen zufrieden. Je kritischer oder anspruchsvoller jedoch ein Kunde ist, umso mehr wird er hinterfragen. Denn die beiden obigen Aussagen geben keine Antwort auf die Frage:
a) Wann ist das Produkt hergestellt worden bzw. welche Reifezeit hatte es?
b) wo stammt das Produkt ursprünglich her?
Sofern auch Sie handwerklich hergestellte Produkte in Ihrem Angebot haben, die auf die beiden Fragen a) und b) eine Antwort ermöglichen, sollten Sie diese Informationen Ihrer Kundschaft in jedem Falle vermitteln. Denn der “anspruchsvolle Verbraucher” – und das ist Ihre höchstpersönliche Zielgruppe – wird in Zukunft noch kritischer werden, da die Zahl der “Gesundheits-Orientierten” wächst.
Ihre Aufgabe: Inspirieren Sie den Endverbraucher, Provenienz, Herstellung und/oder Lagerung bzw. Reifezeit Ihrer Produkte zu erfragen. Machen Sie die entsprechenden Informationen für den Kunden hierbei so offenkundig wie irgendmöglich.
Sind Sie zum Beispiel in der besonderen Lage, bei einer überschaubaren Zahl von Landwirten Ihrer Region einzukaufen, könnten Sie Ihre Wurstprodukte durch einen “Bauern-Clip”, der über seine spezifische Farbe auf die jeweilige Fleisch-Provenienz hinweist, kennzeichnen. Ganz nebenbei erhöht ein solcher Clip die Wertigkeit Ihres Erzeugnisses. Mischen Sie gar die Gewürze stets selber, könnten Sie jedem Rede und Antwort darüber stehen, was “in der Wurst ist”. Insbesondere auch Allergiker unter Ihren Kunden werden Ihnen Ihre kompetente Auskunftsfähigkeit danken. Ein kleiner an der Wurst angebrachter Flyer könnte auf das Herstell-Datum und gegebenenfalls gar auf den Landwirt hinweisen.
Allein durch diese Sonder-Informationen könnten Sie sich deutlich gegenüber dem Wettbewerb profilieren. Wie mir hierzu Fleischermeister Carsten Neumeier aus dem hessischen Lichtenau-Walburg bestätigt, wird deshalb seine entsprechend gekennzeichnete “Ahle Wurscht” nicht nur in der Region sondern auch von seiner überregionalen Online-Shop-Kundschaft gewürdigt.
Weitere Anregungen hierzu nachstehend unter “Kommentare” sind willkommen. Ich grüße Sie herzlich.
Schlagworte: Ahle Wurscht, Bauern-Clip, Fleischer Blog, Gesundheit, Haltbarkeitsgrenze, Herstelldatum, Metzger-Blog, Reifezeit, Verfalldatum