Vielleicht gehören auch Sie zu den Fleischer/Metzgermeistern, die sich bereits jetzt mit der geplanten Unternehmen-Steuerreform des Jahres 2008 auseinander setzen. Und vielleicht gehören Sie auch zu denjenigen, die sich von den angeblichen Steuergeschenken nicht blenden lassen, die da heißen:
- Senkung der Gewerbesteuermeßzahl auf 3.5 Prozent bei gleichzeitiger Streichung der Staffelstufen von ein, zwei und drei Prozent.
- Anhebung des Anrechnungsfaktors der Gewerbesteuer bei der Einkommensteuer für Personenunternehmen von 1,8 auf 3,8. (Vgl.:“Unternehmenssteuerreform 2008 – Auswirkungen für den Einzelhandel“)
Denn:
- Im Gegenzug sollen Sie die Gewerbesteuer nicht mehr als Betriebsausgabe steuermindernd absetzen können.
- Ferner sollen Teile der Miete oder Pacht für Geschäftslokale sowie der Leasingraten für Einrichtungen und Fuhrpark bei der Gewerbesteuer hinzugerechnet werden. (Vgl.:“Einzelhandel läuft Sturm gegen Steuerreform.“)
Bekanntlich arbeitet die Fleischer/Metzgerbranche seit Jahren mit Umsatzrenditen zwischen 3,5 und 5.3 Prozent (Westdeutschland) bzw. 2,3 und 0,7 Prozent (Neue Länder). (Vgl.: Sonderveröffentlichung der afz allgemeinen fleischer zeitung: Wirtschaftsbericht 2006/2007, Fleischerverband Niedersachsen-Bremen/Sachsen-Anhalt, Seite -8-).
Folge:
Hier kann die Unternehmen-Steuerreform in der zur Zeit vorliegenden Form leicht zu einer Substanzsteuer werden. Als ertragsunabhängige Steuer kann sie nämlich insbesondere in schlechten Jahren für Sie als Fleischermeister höher ausfallen als Ihr Gewinn.
Noch ist Zeit, sich gemeinsam zu wehren. Die Bundesregierung könnte wohl immer noch „nacharbeiten“.
Mit herzlichen Grüßen