Serie: „Verkaufsförderung durch aktive Kunden-Einbindung“ – eine bedeutsame Anregung des Jahres 2010

Januar 5, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

der schneller werdende Wünsche- und Wertewandel und seine Folgen sind hier auf Fleischer/Metzger-Blog in den letzten Monaten stark thematisiert worden. In dem Zusammenhang wurde dargestellt, warum es so wichtig wird, dem Kunden neben der Vermittlung eines Einkaufs-Erlebnisses gleichzeitig ein Gefühl der Anerkennung zu geben und Raum zur Selbstverwirklichung zu ermöglichen. Denn im Ranking menschlicher Bedürfnisse steht der Wunsch nach Anerkennung und Selbstverwirklichung in der Erwartungshaltung des Kunden inzwischen ganz oben.

Auf meiner Recherche nach diesbezüglich Beispiel gebenden Anregungen erregte ein Beitrag im „Pfiff“ Nr. 46 (Frühjahr 2010) der VAN HEES GmbH meine Aufmerksamkeit. In seiner Convenience-Reihe stellt das Wallufer Gewürzunternehmen unter dem Thema „Eine Schnitzel-Jagd durch’s Jahr“ ein überzeugendes Konzept zur Verkaufsförderung durch aktive Kunden-Einbindung vor.

Sie, als Fleischer/Metzgermeister – so die Idee, „bieten Ihren Kunden jeden neuen Monat eine ganz besondere Schnitzel-Spezialität als „Schnitzel des Monats“ an“. Die Empfehlungen reichen dabei von „Faschings-Schnitzel über Knusperschnitzel bis Körner-Schnitzel“. Hierzu seien VAN HEES Artikel in Markenqualität für die jeweiligen Schnitzel-Rezepturen natürlich vorrätig.

Sie beginnen im Januar mit einer Vorankündigung auf die Aktion. Unterstützt durch hochwertige Fotoaufnahmen des jeweiligen Schnitzels durch die VAN HEES GmbH könnten Sie durch preiswert hergestellte Flyer und Plakate, Aktualisierung Ihrer Website und Gespräche Ihre verehrte Kundschaft auf die Jahres-Aktion kontinuierlich aufmerksam machen. Das erste Wand-Plakat, so VAN HEES des Weiteren, umschließt die Monate Januar bis Juni. Im Monat April soll das zweite Wand-Plakat für die Monate Juli bis Dezember dem „Pfiff“ Nr. 47 beiliegen. Vorteilhaft wäre zudem eine dem jeweiligen Aktions-Motto (z. B. „Faschings-Schnitzel“ im Februar) entsprechende Laden-Dekoration sowie das Anbieten „kleiner Probierhäppchen zum Verkosten“.

Schon allein durch die Summe dieser Maßnahmen und Aktivitäten fühlt sich der Kunde von Ihnen besonders respektiert. Die Kundenbindung wächst. „Auf die Bühne“ heben Sie den Kunden aber erst dann, wenn Sie eine weitere Empfehlung des Gewürzunternehmens beherzigen. Hierzu schreibt VAN HEES. „Einen Monat vor Ende der Aktion werden Ihre Kunden per Teilnahmekarte an alle Monats-Schnitzel erinnert. Jetzt kann per „Stimmzettel“ das Schnitzel des Jahres gewählt werden.“

Das ist Kunden-Begeisterung pur! Welcher Schnitzel-Liebhaber würde hier nicht teilnehmen wollen! Sein ganz persönliches Urteil ist gefragt. Er fühlt sich anerkannt. Mehr noch: Der Kunde wird in die Aktivitäten Ihrer Fleischerei/Metzgerei persönlich eingebunden.

Unabhängig davon erhalten Sie als Fleischer/Metzgermeister durch Ihre Aktivitäten einen -kostenlosen- Zusatznutzen:


Sie profitieren von der Mund-zu-Mund-Propaganda, die mit zunehmender Dauer der Jahres-Aktion wächst.

Die Wahl zum „Schnitzel des Jahres“ in Ihrem Hause ist m. E. zudem eine Pressemitteilung wert.

Und: Sie erhalten durch Auswertung der Stimmen eine konkrete Vorstellung über die Wünsche, Vorlieben und Erwartungen Ihrer Kundschaft, die Sie bei Ihrer Jahresplanung für das folgende Jahr 2011 berücksichtigen könnten.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

P. S. Diese Serie „Verkaufsförderung durch aktive Kunden-Einbindung“ ist selbstverständlich auf für alle anderen Fleischerblog-Autoren für eigene Beiträge zum Thema offen.

Neujahrsgruß für Fleischer

Januar 1, 2010 von Ludger Freese

Video: „Neujahrsgruß für Fleischer“
Produzent: Fleischerei Freese
Eingepflegt auf Fleischer/Metzger-Blog durch: Fleischerei Freese
© Copyright: Ludger Freese/Fleischerei Freese

Das neue junge Jahr 2010 steht vor uns. Ich wünsche uns allen ein frohes, erfolgreiches und glückliches Jahr. Für mich wird das Jahr mit einer Modernisierung der Verkaufsräume beginnen. Ich erwarte also Wachstum, neue Kunden und blicke mutig in die Zukunft. Ich wünsche der ganzen Branche diesen Mut – damit wir mit innovativen und kreativen Ideen voran kommen. Ich werde versuchen, hier im Blog meine Ideen einzubringen.
Dazu habe ich zusammen mit meinem Sohn ein kleines humorvolles Video gedreht, indem aktuelle Themen in eine Nachrichtensendung gepackt wurden. Viel Spaß und ein schönes gemeinsames Jahr.

Ihr Ludger Freese aus Visbek

Sylvester 2009

Dezember 31, 2009 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Foto: „Feuerkunst“; Lizenz: Some rights reserved
© copyright: Dr. Klaus Uwe Gerhardt/Pixelio;
Quelle: www.pixelio.de

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

ein ereignisreiches, schwieriges Jahr wird in Kürze hinter uns liegen;
ein Jahr, das uns alle herausgefordert hat. Erfreulicherweise sind die Möglichkeiten, die Fleischer/Metzger-Blog seinen Nutzern nun einmal bietet, in großem Maße intensiv genutzt worden. Insbesondere in 2009 konnten Sie als Inhaber einer handwerklich strukturierten Fleischerei/Metzgerei von einer übergroßen Branchen-Kreativität per Blog-Beiträge und -Kommentare profitieren, die durch die angespannte konjunkturelle Lage buchstäblich herausgefordert wurde.
Mein ganz besonderer Dank gilt deshalb für das ablaufende Jahr der Vielzahl von Blog-Autoren, Interview-Partnern und Kommentatoren, die sich immer wieder engagiert und kompetent eingebracht haben. Besonders hervorheben möchte ich hierbei

Obermeister Ludger Freese, D 49429 Visbek,
Fleischermeister Daniel Otte, D 37170 Uslar-Schönhagen
und
Fleischermeister Carsten Scheller, 30953 Ronnenberg/Empelde

die durch eine Vielzahl aktueller Blog-Beiträge und profunder Kommentare eine Frucht bringende, zum Teil durchaus auch schon mal kontrovers geführte Diskussion in Gang gesetzt haben. Denn Fleischer/Metzger-Blog lebt von der Kreativität und Informationsbereitschaft seiner Nutzer.

Je mehr auch Sie als derzeitiger Nutzer/Leser von Fleischer/Metzger-Blog bereit sind, sich im nächsten Jahr 2010 persönlich durch Mitteilung von eigenen erfolgreichen Aktivitäten beispielhaft einzubringen, umso mehr profitiert davon die ganze Branche. Mehr noch: Sie bekommen Ihr Engagement zigfach zurück – denn: Sie tragen dazu bei, die Kreativität Ihrer Kolleginnen und Kollegen zu Ihrem eigenen Nutzen zu stimulieren. Hierbei sind für eine Veröffentlichung insbesondere solche Erfolgsmodelle und gelungenen Aktionsbeispiele erwünscht, die aufgrund ihrer Individualität, Regionalität und Originalität nicht so ohne weiteres von Supermärkten und Discountern übernommen werden können. Zur ersten diesbezüglichen Kontaktaufnahme genügt eine kurze eMail an den Blog-Moderator unter hjs@bitel.net.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer verehrten Kundschaft ein

Frohes, erfolgreiches und gesundes
Neues Jahr 2010


Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Ab sofort bestellbar: Das brandaktuelle Sachbuch „BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2009!“

Dezember 27, 2009 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
die Wirtschaftskrise des Jahres 2009 hat uns Alle herausgefordert – aber aufgrund ihrer Intensität und Dauer hat sie auch eine ungewöhnlich große Branchen-Kreativität freigesetzt. Denn die auf Fleischer/Metzger-Blog www.fleischerblog.wordpress.com unter diesem Druck erzeugte geistige Gruppen-Dynamik hat für Sie eine außergewöhnliche Fülle wertvoller Profilierungs-Empfehlungen und nachahmenswerter Erfolgs-Strategien hervorgebracht.

Im neuen, brandaktuellen Sach- und Strategiebuch

Neu:
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BEST OF

Fleischer/
Metzger-Blog

2009!
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sind aus der beeindruckenden Vielzahl der Fleischer/Metzgerblog-Veröffentlichungen des Jahres 2009 besonders aufschlussreiche Beiträge und sinnvoll-kritische Kommentare gewissenhaft ausgewählt worden. Und Alles ist systematisch in vier Sektionen verantwortungsvoll und übersichtlich geordnet. Die Erkenntnisse und Empfehlungen werden ergänzt durch bisher unveröffentlichte, mehrseitige Schlussfolgerungen des Sachbuch-Autors Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt, die erst durch die systematische Koordinierung der Beiträge offensichtlich wurden. Sie liegen Ihnen nunmehr ab 02. Januar 2010 zu Ihrem ganz persönlichen Nutzen auf 200 kompakten Seiten als Buch vor. (Vier Blog-Autoren (neben dem Sachbuch-Autor weitere drei Fleischer/Metzgermeister), mehrere Interview-PartnerInnen der Branche und ungezählte kritische Kommentare)

Ihr ganz persönlicher Nutzen aus dem Sach- und Strategiebuch „BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2009!“:

Insbesondere Sie als Inhaber einer handwerklich strukturierten Fleischerei/Metzgerei könnten umgehend von nachstehenden Erkenntnissen und/oder Empfehlungen des Buches profitieren

  • Methoden und Anregungen zur erfolgreichen Krisenüberwindung – aber auch Warnungen vor Irrwegen
  • Innovative Ansätze zur umgehenden Umsatz-Ankurbelung – es gibt so gut wie immer einen Weg.
  • Praxisgestützte Empfehlungen zur kreativen Nachahmung – was Sie von Anderen (auch anderen Branchen) übernehmen könnten und wie Sie es am besten umsetzen
  • Wie Sie den bedrohlicher werdenden Wünsche- und Wertewandel zu Ihren Gunsten nutzen – und welche Trends sich hier in 2009 abzeichnen.
  • Shopping-Szenarien der Zukunft – oder warum und wie Sie Ihren Kunden schnellstens „auf die Bühne“ heben sollten

  • Das Besondere daran: Die Anregungen und Empfehlungen des Buches können aufgrund Ihrer Individualität und Originalität nicht so ohne weiteres von Supermärkten und Discountern übernommen werden.
  • Sichern Sie sich den entscheidenden Wettbewerbs-Vorteil. Hier und jetzt! Profitieren Sie von den Empfehlungen und Anregungen des neuen, brandaktuellen Sach- und Strategiebuchs „BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2009!“

    Der Buchpreis: einmalig € 34,70, (200 Seiten, 26,0cm x 20,5cm, Softcover) verpackt frei Haus (Deutschland, übrige EU-Staaten und die Schweiz)

    Auslieferung: ab 02. Januar 2010

    Bestellmöglichkeit, Rückgaberecht und weitere Infos: Klicken Sie bitte hier!

    Ich grüße Sie herzlich und bin gespannt auf Ihre Reaktionen.
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    P. S.
    Sie können den Buchpreis in voller Höhe von der Steuer absetzen!

    P. P. S.
    Noch nie war es für Sie so einfach, so preisgünstig sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Kampf gegen Supermärkte und Discounter zu verschaffen. DAS Buch wird Sie inspirieren. Sie erhalten eine unglaubliche Fülle von Anregungen und praxis-erprobten Empfehlungen. Sie riskieren praktisch NICHTS; denn das Buch käme mit einer vierwöchigen Geld-zurück-Garantie zu Ihnen. Nutzen Sie Ihre Chance und bestellen Sie als einer der Ersten hier und jetzt!

  • Im Bewusstsein der besonderen Stärken eines Fleischer-Fachgeschäfts

    Dezember 26, 2009 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

    der mir seit vielen Jahren persönlich bekannte Fleischermeister Marco Haag aus der Fleischerei Haag in 54292 Trier-Ruwer und 54338 Schweich ist einer Ihrer Kollegen, der sein Produkt- und Dienstleistungsangebot schon seit geraumer Zeit konsequent an der Nutzenstiftung für einzelne Kundengruppen ausrichtet. So unterscheidet er bei seinen Marketing-Aktivitäten seine Kundschaft nach Teil-Zielgruppen wie Genießer, Feinschmecker und Ernährungsbewusste sowie Sparfüchse und präsentiert hier jeweils gruppen-individuelle Angebote, die er überwiegend wöchentlich aktualisiert. Darüber hinaus hat er auch den Kunden im Focus, der bereits seinen Einkauf mit einem Erlebnis verbinden will oder ein Produkt erwerben möchte, das ihm und seinen Freunden beim Verzehr neben dem Geschmackserlebnis auch einen besonderen Spaß vermittelt.

    So hat sich gemäß Aussage des Marco Haag in der Fleischerei Haag ein Spanferkel zu einem Renner entwickelt, das aufgrund seiner speziellen Zubereitung und einfachen Handhabung auf jedem Betriebsfest und jeder Vereinsfeier „Gaudi“ bringt.

    Ferner:

    Nachdem man durch Marktbeobachtung und unmittelbare Kundenbefragung eine Nachfrage-Tendenz zu Wild beobachten konnte, hat man diese Spur kontinuierlich und konsequent verfolgt. Seit dem 01. Dezember 2009 hat man gemäß eigener Aussage die E-Registraturnummer für die Wildzerlegung vom Veterinäramt Trier erhalten. Hierdurch wird dem Fachgeschäft erlaubt, Wild aus der Region selbst in eigens hierfür hergerichteten Räumen zu zerlegen und zu verkaufen.

    Hier stiftet Marco Haag gleich mehrfach Nutzen. Durch Kauf von „Wild aus der Region“ kann sich der Regional- oder Lokalpatriot entsprechend outen. Die Wild-Zerlege-Erlaubnis verleiht dem Unternehmen zusätzliches Profil als qualifizierter Fachbetrieb. Das Vertrauen in das Unternehmen steigt. Zudem wächst die Reichweite des Unternehmens, da jetzt auch die Sonder-Zielgruppe der Wildliebhaber intensiv angesprochen wird. Wild, so die Information der Fleischerei, habe man „stets auf Vorrat“, das man zudem „auch in kleineren Portionen“ liefern könne. – Auch hier schimmert wieder die Zielgruppen-Orientierung des Unternehmens durch, indem man ganz bewusst auch den Einpersonen-Haushalt mit einer solchen Aussage ansteuert.  Als besonderer Effekt stellte sich zudem heraus: Durch diese Sonderform der Profilierung als Wildzerlegebetrieb erregte man auch die Aufmerksamkeit der Jäger, für die man jetzt eine Wildwurst herstellt.

    Fazit:

    Die besondere Stärke des Angebots ergibt sich aus der Kombination von gleich mehreren Faktoren:

    Marco Haag setzt bei seinem Wildangebot auf

  • Regionalität
  • – man offeriert heimisches Wild

  • Qualifizierung und Profilierung durch Spezialisierung
  • – man wirbt mit eigener, fachmännisch-handwerklicher Wildzerlegung

  • Vertrauen
  • – man besitzt eine E-Registraturnummer zur Wildzerlegung

  • Zielgruppen-Orientierung
  • – man orientiert sich an Feinschmeckern, man macht zudem portionierte Angebote (auch für Einpersonen-Haushalte)

    Und es ist diese Kombination besonderer fleischerei-typischer Stärken, die es insbesondere Supermärkten und Discountern schwer macht, hier mit einem vergleichbaren Angebot zu kontern.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Frohe Festtage

    Dezember 22, 2009 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Foto:  „Winterlandschaft“; Lizenz: some rights reserved

    © copyright: Reinhold Kiss/Pixelio; Quelle: www.pixelio.de

    Allen Leserinnen und Lesern von Fleischer/Metzger-Blog wünschen wir

    Gesegnete Weihnachten


    Strategie-Verlag Schmidt KG und Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Sind auch Sie schon jetzt gut aufgestellt für Ihre wichtigste Konsumgruppe der Zukunft: die „jungen Alten“?

    Dezember 18, 2009 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
    die große Bedeutung Ihrer Stammkunden insbesondere in Krisenzeiten ist hier auf Fleischer/Metzgerblog im schwierigen Jahr 2009 erörtert worden. Es ist ferner wiederholt auf die demographische Entwicklung in unserem Land hingewiesen worden. Deutschland wird älter. Die „jungen Alten“ (biologisch immer älter und mental immer jünger) könnten – so Sie persönlich dazu bereit sind – zu Ihrer wichtigsten Konsumgruppe der Zukunft werden.

    Mit der Alterung Ihrer Kundschaft verschiebt sich aber auch deren Erwartungshaltung.

    Während ein jüngerer Mensch als KERN-Nutzen seines Einkaufs in Ihrem Ladengeschäft die große Abwechslung in Ihrem Angebot sieht oder „offen für Neues“ ist, steigt mit zunehmendem Alter der Wunsch des Kunden nach Sicherheit. Ihr betreffender Kunde erwartet verlässliche Qualität und konstant guten, zuverlässigen Service.

    Nun hat jeder unter Ihnen als Fleischer/Metzgermeister sicherlich seine eigenen Methoden, seiner Kundschaft Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln. Auf einer meiner jüngsten Reisen durch die Republik habe ich bei der Landfleischerei Rau in 33334 Gütersloh-Isselhorst einen öffentlich im Ladengeschäft ausliegenden Ordner mit der Aufschrift

    Rinder-
    Herkunftsnachweise

    eingesehen.

    In dem Ordner findet der Besucher E-Nummern, Rinderpässe und Herkunftsnachweise. Die E-Nummern sind auf mehreren Seiten gelistet; einzelne Produkte aus dem Angebot der Landfleischerei werden den relevanten E-Nummern zugeordnet. Rinderpässe staatlicher Kontrollstellen wie z.B. des „Landeskontrollverbandes Nordrhein-Westfalen e. V. 47749 Krefeld“ werden ergänzt durch „Herkunftsnachweise“ von regionalen EG-Schlachthöfen. Der älteste dort einsehbare Rinderpass stammt aus dem Jahre 1999.
    Wie Fleischermeister Uwe Rau hierzu erläutert, sind es primär die Herkunftsnachweise, die dem Endverbraucher den so wichtigen Regionalitätsnachweis erbringen, da die betreffenden Landwirte mit Adresse gelistet sind. „In der Anfangsphase“, so Uwe Rau des weiteren, „haben einige Kunden die Gelegenheit genutzt, einzelne Landwirte persönlich aufzusuchen“. So habe sich das Vertrauen zur Landfleischerei Rau im Laufe der Jahre stetig verfestigt.

    Auf den Ordner und seine kontinuierliche Aktualisierung wolle man auf keinen Fall verzichten, da es immer wieder insbesondere auch Neukunden gäbe, die, so Marita Rau, „den Ordner „Rinder-Herkunftsnachweise“ zur Hand nähmen und sogleich Vertrauen zur Landfleischerei aufbauten“. Vielfach seien es auch Männer, die in den Ordner schauten, während ihre Ehefrauen/Lebensgefährtinnen einkauften.

    Natürlich bedient man mit Begeisterung auch die Erwartungshaltung der jüngeren Zielgruppen durch Abwechslung im Angebot und Events. Die Konzentration auf die KERN-Wunscherfüllung der älteren Kundschaft erfolgt eher unauffällig, jedoch mit großer Konstanz und Zuverlässigkeit.

    Fazit:
    Sicherlich gibt es eine Fülle anderer Möglichkeiten, Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln. Ein Monitor im Ladengeschäft, der einen Blick in Ihre Produktionsräume ermöglicht oder gar die in einigen Fleischerfachgeschäften betriebene „gläserne Produktion“ gehört sicherlich auch dazu. Wie effektvoll jedoch ein im Ladengeschäft ausliegender Ordner sein könnte, ermessen Sie am einfachsten, indem Sie Aufwand und Ertrag miteinander vergleichen. Hierzu stellen Sie den Aufwand, den Ordner kontinuierlich zu aktualisieren, dem Ertrag gegenüber, der Ihnen sodann in Form von Vertrauensvorschuss durch den Kunden entgegengebracht wird.

    Wie konsequent man die Schiene „Vertrauen schaffen durch Offenlegung des Regional-Einkaufs“ in der Landfleischerei Rau fährt, beweist auch eine hinter der modernen Ladentheke an der Wand hängende Tafel. Dort steht heute geschrieben: „Unser regionales Qualitätsfleisch stammt diese Woche vom Landwirt Göwert.“

    Offenbar bedient man in der Landfleischerei Rau die Schiene „Vertrauen und Sicherheit“ mit großer Überzeugung und trifft damit schon heute die Erwartungshaltung der wichtigsten Konsumgruppe der Zukunft, der Konsumgruppe der „jungen Alten“.

    Ich grüße Sie Herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    Das neue Sachbuch: „BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2009!“ – erste Mitteilung

    Dezember 14, 2009 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
    es ist sicherlich kein Zufall, wenn das schwierige Jahr 2009 durch seinen enormen Innovationsdruck ganz offensichtlich die ganze Branche zu gesteigerter Problemlösungs-Aktivität veranlasst hat. Denn Ihr Branchen-Weblog „Fleischer/Metzger-Blog“ ist im Jahre 2009 von einer geradezu ungewöhnlich großen Informationsbereitschaft und Kreativität seiner Nutzer gekennzeichnet.

    Aus den Fleischer/Metzgerblog-Veröffentlichungen des Krisenjahres 2009 sind vom Blog-Moderator qualifizierte und aktuelle Beiträge und Kommentare sorgfältig ausgewählt worden, die Ihnen nunmehr in Buchform angeboten werden.

    Wenn auch Ihr Fachgeschäft handwerklich strukturiert und inhabergeführt ist, könnten deshalb insbesondere Sie von der geballten „Gruppen-Kreativität“ eines ganzen Jahres besonders profitieren.

    Das Sachbuch trägt den Titel

    BEST OF

    Fleischer/Metzger-Blog

    2009!

    Untertitel:

    Die jüngsten Erfahrungen Ihrer Kollegen zur Krisenbewältigung

    innovative Ansätze zur umgehenden Umsatz-Ankurbelung

    praxis-gestützte Empfehlungen zur „kreativen Nachahmung“

    Querdenk-Modelle und Kundenbegeisterung

    Shopping-Szenarien

    Die „neuen Alten“ – Ihre wichtigste Konsumgruppe der Zukunft

    Die ausgesuchten Beiträge werden Kategorie übergreifend in neuen Sektionen wie „Anregungen zur Krisenüberwindung“ oder „Kreative Nachahmung“ koordiniert. Hierdurch können im neuen Sachbuch auch dieses Jahr wieder bisher unveröffentlichte, entscheidende Schlussfolgerungen gezogen werden, die erst durch Vergleich und Auswertung der jeweiligen praktischen Erkenntnisse im Verlauf des Jahres 2009 offenkundig wurden. Die neuen Erkenntnisse könnten auch Sie überraschen.

    Autor des Sachbuchs: Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Erscheinungs-Datum: 02. Januar 2010

    Weitere Einzelheiten in Kürze hier auf Fleischer/Metzger-Blog.

    Ich grüße Sie herzlich als Autor und Blog-Moderator

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    

    Metzgerei DER Ludwig aus 36381 Schlüchtern als erster Metzgereibetrieb mit dem Service-Business-Award „Butler 2009″ ausgezeichnet

    Dezember 10, 2009 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Frankfurt/Schlüchtern Der Service-Business-Award „Butler“ wird als Marketing-Support vom Initiator und Stifter Manfred Hohmann an besonders herausragende Vertreter der Dienstleistungsbranche vergeben. Anfang Dezember 2009 ist die Traditionsmetzgerei DER Ludwig als erster Metzgereibetrieb mit diesem Preis ausgezeichnet worden. Wie die für die Pressearbeit der Metzgerei DER Ludwig hierbei zuständige Gourmet Connection GmbH hierzu mitteilt, basiert der Award „Butler“ auf nachstehenden Bewertungskriterien:


    Service-, Leistungs- und Just-in-time-Qualität, Kundenvertrauen, Transparenz, Glaubwürdigkeit, Qualität der Fleisch- und Wurstwaren, Angebotsvielfalt und Werte, die in der heutigen Gesellschaft vielfach verloren gegangen sind, wie Höflichkeit, Erhlichkeit und Fleiß

    Der Stifter des Awards sei mit seinen Mitarbeitern das ganze Jahr über in der Region unterwegs, um herausragende Leistungen in Handel, Handwerk und im Dienstleistungsbereich zu beobachten und zu bewerten. So sei es nicht verwunderlich, wenn man hierbei auf den umtriebigen Metzgermeister und seine Erlebnismetzgerei gestoßen sei.

    So habe Dirk Ludwig mit seiner Frau Christine mit der vierten Generation frischen Wind in die Traditionsmetzgerei gebracht und mache das Einkaufen mit Hilfe von multimedialem Hack-Blog und moderner Informations-Fleischtheke zum Erlebnis. Beachtenswert seien seine Aktionen zur Aufklärung des Verbrauchers in Sachen Mogel-Schinken durch das Versenden von „Guter Schinken – Böser Schinken“-Test-Paketen. Auch sei sein soziales Engagement für Kinder und Familien jüngst von Staatssekretär Dirk Metz als beispielhaft für ganz Hessen bezeichnet worden und habe dem Metzgermeister den Titel Unternehmen des Monats eingebracht.

    Mein Fazit als Fleischer/Metzgerblog-Moderator:

    Ich kenne Dirk Ludwig seit vielen Jahren und schätze seine Unternehmensphilosophie.  Bei ihm stehen Kunde und Kundenwunsch-Erfüllung im Vordergrund. Bei großer emotionaler Verbundenheit zum Handwerk orientiert sich sein Handeln buchstäblich am „Dienst am Kunden“; er konzentriert sich mit seinem Angebot auf größmögliche „Nutzen-Stiftung für den Kunden“.  Konkret: Er sieht sich und seinen Betrieb im wahrsten Sinne des Wortes als „Dienstleister“.  So ist es auch alles andere als überraschend, wenn er mit seiner Metzgerei einen Preis wie den Service-Business-Award „Butler“ bekommt, der, wie oben erläutert, an „besonders herausragende Vertreter der Dienstleistungsbranche“ vergeben wird.

    Ich grüße Sie herzlich,

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    „Advents- und Weihnachtszeit“ oder „Das Loch in der Wand“

    Dezember 6, 2009 von Carsten Scheller

    Ich habe mich, und sicher geht es auch vielen Kollegen so, schon oft gefragt, was ein Produkt oder eine Dienstleistung erfolgreich oder eben auch nicht erfolgreich macht.

    Wohl kaum jemand (auch nicht die Konzerne mit großem Werbeetat) hat die absolute Antwort auf diese Frage, spielt doch oft auch der Zufall oder sonstige Faktoren mit in die Antwort hinein. Ein für mich möglicher Ansatz ist schnell gefunden, wenn man sich selbst die folgende Frage über seine Produkte stellt: Was hat der Kunde davon? Die auf den ersten Blick banale Frage wirft bei genauerem Hinsehen/Hindenken doch so manches „Fleischer-/Metzger-Weltbild über den Haufen. Um die Frage etwas anschaulicher zu machen: Was will der Mann im Baumarkt, will er wirklich diese Bohrmaschine oder will er ein Loch in der Wand?

    Auf uns und unsere Branche bezogen könnte das heißen: Hat der Kunde bloß Hunger? Ist das der einzige Ansatz, und kann ein Betrieb, der dies als Antwort gibt noch erfolgreich sein?

    Da ich nur für meinen Betrieb sprechen kann, möchte ich kurz vorstellen, wie die Konsequenz aus dieser Frage aussehen kann:

    Ein wahrscheinlich nicht mehr aufzuhaltender Trend ist der Trend hin zu Convenience. Der Kunde im Fleischerfachgeschäft sucht auf der einen Seite nach Qualität und regionalen Spezialitäten, auf der anderen Seite nach Möglichkeiten, sich das Leben einfacher zu machen. Geschnetzeltes, küchenfertige Fleischgerichte, Suppen und Eintöpfe gehören bereits zum Standardsortiment. Der Nutzen hinter diesem Angebot ist nicht in erster Linie die Bekämpfung eines Hungergefühls sondern Zeit. Zeit, die der Kunde nicht am Herd sondern mit anderen Aktivitäten verbringen kann. (Sinn und Unsinn der Freizeitgesellschaft, sowie die Frage nach dem Verbleib der Zeit zu beantworten ist nicht Sache eines Fleischermeisters).

    Gerade die Advents- und Weihnachtszeit bietet sich hier an, um einen zusätzlichen Anreiz zum Kauf zu setzen. Weihnachtsfeier jagt Weihnachtsfeier, Adventsfrühstück, Familientreffen. Zu keiner Zeit des Jahres kommt der Mensch so oft mit anderen zusammen und wenn Menschen sich treffen, wird in der Regel auch etwas gegessen.

    Zur Weihnachtszeit konsequent mit der Botschaft „Wir schenken Ihnen Zeit“ in die Werbung zu gehen, konfrontiert den Kunden offensiv mit der Problematik der eigenen Situation (Wer möchte schon stundenlang in der Küche stehen?)  Die Zeit ist das Loch in der Wand einer Conviniencespezialität im Fleischerfachgeschäft. Gänsebraten, komplette Menüs mit Desserts soweit vorbereitet, dass der Kunde die  Spezialitäten aus seinem Fachgeschäft nur noch erhitzen muss. Der Weihnachtsschmaus wird so zum einfachen und vor allem zeitsparenden Kinderspiel. Dieses vom Ladengeschäft völlig abgelöste System könnte sogar die Abholung gebratener Gänse an den Feiertagen vorsehen. Dieses Angebot sorgt auch für erhöhte Frequenz im Laden. Auch der Verbraucher, der normalerweise nicht in das FF geht, könnte so in den Laden zur Bestellung gelockt werden, und wenn er schon mal da ist, könnte er als neuer Kunde gewonnen werden. Der Kunde zeigt sich sehr dankbar für das „Zeitgeschenk“ und ist gern bereit den Preis dafür zu zahlen. Sitzt die komplette  Familie erstmal am Tisch, sitzt auch die Fleischerei XY ein wenig mit am Tisch. Die Ausrichtung auf den Zusatznutzen des Kunden und nicht auf den besten Geschmack oder die frischeste Ware (dies sind Grundvorraussetzungen) bringen so automatisch neue Kunden in das Fachgeschäft und sorgen für Gesprächsstoff bis in das Neue Jahr hinein.

    Carsten Scheller